Grazer Umlandweg GUW Tage 4 bis 6: Fernitz – Judendorf-Straßengel

Heuer geht sich wieder eine Wanderung zwischen Weihnachten und Silvester aus, die im vergangenen Jahr ja ins Wasser gefallen war bzw.  verletzungsbedingt nicht stattfinden konnte. Schon länger habe ich mir die Fortsetzung am Grazer Umlandweg für diese Tage vorgenommen und hätte am liebsten den Weg in 4 Tagen beendet. Das ließ sich bloß nicht gscheit planen, also werden es nur 3 Tage und es soll von Fernitz bis nach Judendorf-Straßengel gehen. Wieder einmal nehme ich mir für die gesamte Tour nur ein Quartier und Lannach wird mein Stützpunkt sein, von wo aus sämtliche Tagesanfangs- und -endpunkte gut zu erreichen sind. Da fand ich mir in einer Cafe-Bäckerei mit angeschlossener Zimmervermietung ein nettes Zimmer. Gipfelrast-Gert, der ja in Graz zuhause ist, will mich an einem, zwei oder an allen drei Tagen begleiten, je nach Lust und Laune und von vornherein nicht feststehend.

Und schon am Vortag, also am Dienstag, reiste ich nach Lannach an. Vor allem deswegen, um mir das frühe Aufstehen am Mittwoch zu ersparen und schon auch deswegen, um meinen Rucksack bereits am ersten Tag sehr leicht halten zu können.

Ausblick von meinem Balkon im Quartier in Lannach. Frühmorgens am Mittwoch.

Tag 4 (29.12.2021): Fernitz – Werndorf

Und so konnte ich es am Mittwoch, Wandertag Nr. 1, sehr gemütlich angehen. Erst um 1/2 10 fuhr mein Zug in Richtung Grazer Hauptbahnhof – morgen und vor allem übermorgen wird es dann deutlich früher sein (müssen). Mit Gert war zwar Treffpunkt um 10 vor 11 in Fernitz ausgemacht, allerdings trafen wir uns schon am Grazer Hauptbahnhof und fuhren somit bereits gemeinsam über Kalsdorf und schließlich mit dem Bus nach Fernitz.

Start in Fernitz.

Vom Wetter her sah es gut aus. Ein wenig Nebel zog zwar am Vormittag noch herum, allerdings schimmerte schon deutlich der blaue Himmel durch, der sich bald durchsetzen sollte. Um 10 vor 11 konnten wir in Fernitz starten und es ging zunächst auf flachen Wegen hinaus aus Fernitz.

Flach und noch im Nebel geht es los.

Das auf dem sog. Josef-Krainer-Weg, der uns bis Wildon den Weg vorgeben sollte. Gut markiert ist der GUW auch in diesem Teil nicht wirklich, obwohl es hier in letzter Zeit (so meinte es Gert) Bemühungen gegeben hat, dem GUW durch das Anbringen von Aufklebern auf Verkehrsschildstehern oder anderen Wegtafeln wieder zu mehr Prominenz zu verhelfen.

Der Nebel verzieht sich schön langsam.

Jedenfalls waren über den Tag deutlich mehr Hinweise auf den Weg da, als noch zuletzt, als ich im August 2021 von der Laßnitzhöhe nach Fernitz gegangen war. Viel Asphaltanteil versprach mir Gert und auch sein Bericht aus dem 2011er-Jahr auf seinem Blog – das hielt sich aber anfangs und bis fast Wildon erfreulicherweise doch in Grenzen. Bald verließen wir die direkte Fernitzer Umgebung und es ging in den Wald und aufwärts, ein paar Lichtungen durchquerend in die Ortschaft Gnaning.

Auf dem Weg Richtung Gnaning.
Gnaning (© gipfelrast).

Relativ viel Schnee lag da noch herum, die schneefreien Bereiche dafür waren recht gatschig-glitschig, was zu ein paar harmlosen Ausrutschern führte.

Hinter Gnaning.
Und am Weg Richtung St. Ulrich (© gipfelrast).

Noch ein paar Aufwärtsmeter im Wald führten uns in die Gegend von Tropbach, da querten wir eine Straße, und die nächste kurze Aufwärtsstufe später, wieder im Wald und ein wenig glitschig, waren wir bereits vor St. Ulrich am Waasen.

Knapp vor St. Ulrich verlassen wir den Wald (© gipfelrast).
Zu den ersten Häusern von St. Ulrich am Waasen.
Rückblick zum Schöckl.

Einige Straßenmeter führten uns direkt in den Ort, wo wir uns um knapp vor 1/4 1 eine erste Rast vorgenommen hatten. Die dazu passende Rastbank fanden wir im Friedhof, wo auch gleich ein wenig Jausnen dran war.

Einwandern in St. Ulrich zur ersten Rast.
St. Ulrich am Waasen.
Ein wenig nachmarkiert wurde am GUW (© gipfelrast).

Eine Viertelstunde später ging es weiter in Richtung Turning und zum Hof Zenzjörg.

So gehts aus St. Ulrich weiter.
Rückblick.

Da bogen wir in einen Feldweg ein, durchwanderten ein kurzes Waldstück, das nach wie vor mit ganz gut Schnee gefüllt war, und noch ein paar hundert Meter auf einem Feldweg in einem Linksbogen brachten uns zur Josef-Krainer-Gedenkstätte (das war übrigens der Steirische Landeshauptmann in den 60er-Jahren).

Kurzes Waldstück am Weiterweg hinter St.Ulrich.
Und zwischen Feldern, bevor wir an der Krainer-Gedenkstätte vorbeikommen.

Die letzten Meter da hinauf gings über vereiste Stufen, ein wenig Vorsicht gebietend. Wieder schien hier schön die Sonne her, Anlass und um 1/2 2 längst Zeit fürs nächste kurze Sitzenbleiben.

Pause bei der Josef Krainer-Gedenkstätte.

Knapp dahinter sah man dann schon unser nächstes Zwischenziel, Allerheiligen bei Wildon. Dorthin gings im Ab und Auf auf der Straße und ich lief Gert blind hinterher, der den Weg ja wie seine Hosentasche kennt – auch bei seinem Weg über die Stiegen hinauf zur Kirche, unbedingt dorthin hätten wir nicht müssen.

Allerheiligen bei Wildon.

Hinter Allerheiligen folgten Straßenmeter, von der Straße weg nochmals über einen Hang, wieder teils gut schneebedeckt, teils recht glitschig, dann aufwärts zu den Höfen von Gollnegg.

Aufwärts Richtung Gollneg bei Aframberg.
Einen kurzen Stehenbleiber gönnten wir uns hier.

Und da bogen wir wieder auf Asphalt ein, der uns – außer für ganz kurze Meter dazwischen – heute nicht mehr verließ.

Straßenmeter in recht schöner Stimmung Richtung Wildon (© gipfelrast).
Noch so eines.
Wir erreichen die ersten Häuser vor Wildon. Afram nennt es sich hier, zeigt uns das Ortsschild.

Aber wie gesagt, waren doch viel weniger als ich ursprünglich gerechnet hatte. Abwärts ging es nun nach Wildon, wo wir um 3 Uhr, etwa da, wo die Kainach in die Mur mündet, die Mur überquerten und an die Kainach einbogen.

Über und an die Mur (© gipfelrast).
Wildon.

Die Kainach wieder rücküberquert, ging es im Prinzip nun bis Neudorf ob Wildon parallel der Mur und parallel der Trasse der Südbahn entlang, und das war der heutige wohl uninteressanteste Teil der Wanderung, nachdem der Teil bis Wildon positiv überrascht hatte. Trotzdem brachte die gerade untergehende Sonne schöne Fotomotive.

Entlang der Mur.
Die Sonne macht sich ans Untergehen.

Knapp vor dem stillgelegten Kohlekraftwerk und nie in Betrieb genommenen Gaskraftwerk bei Neudorf gings links hin zur Bundesstraße, und waren die letzten Kilometer schon nicht aufregend, so folgten jetzt noch unaufregendere letzte Kilometer.

Auf Höhe von Neudorf. Bald sind wir an der Bundesstraße (© gipfelrast).
Und noch ein Stück weiter herunten ist sie, die Sonne.

Bis hin zum Bahnhof in Werndorf folgten wir der Bundesstraße. Aber auch das hatte ein Ende. Wir kamen um 1/4 5 zum Bahnhof, eine 1/4 Stunde später kam die Schnellbahn nach Graz.

Um 1/4 5 am Bahnhof Werndorf.

Morgen soll es – und es wird wohl das flachste Stück meiner diesmaligen Tourentage, wohl des gesamten Grazer Umlandweges werden – weiter bis zum Bahnhof Mooskirchen-Söding gehen, vielleicht wieder mit Gert und vielleicht auch mit seiner besseren Hälfte.

(Wegstrecke: 21 km)

Tag 5 (30.12.2021): Werndorf – Söding

Eine Stunde früher ging es heute los. Schon um 1/4 8 war ich frühstücken, um 10 nach 8 ging mein Zug wieder nach Graz, auch wenn ich mir in meinem Morgengetaumel eingebildet hatte um 8 und ich daher zu früh am Bahnhof war. Auch Gert kündigte sich per SMS wieder an, und zwar gemeinsam mit Helen, aber die beiden würden mit dem Auto nach Werndorf fahren und wir uns heute noch nicht in der Bahn treffen. Punkt 9 war ich in Werndorf und eine Begrüßung später wanderten wir auch schon wieder dahin. Auf den ersten Metern war das jetzt nicht unbedingt die schönste Wanderstrecke – nicht nur, dass es auf der Straße über  die A9 (und die in Bau befindliche Koraalmbahn) ging, sondern es war in der Früh zum Teil auch spiegelglatt.

Spiegelglatt (© gipfelrast).

Wir fanden uns aber schon den besten Weg, und bogen knapp nach der Brücke über die Autobahn in einen Weg in den Wald ein.

Durch den Wald vor Ponigl. Bzw. schon an dessen Ende.

Ein kurzes und auch recht eisiges Waldstück später waren wir an den Feldern vor Ponigl und zwischen den Feldern durch gings hinüber in den Ort.

Richtung Ponigl (© gipfelrast).

Hinter Ponigl waren wir bald wieder im Wald –  immer nach der am wenigsten eisigen Spur suchend -, bis wir wieder auf der Straße landeten und zu den Wundschuher Teichen gelangten.

Eisiges Waldwandern hinter Ponigl.

Wohl im Sommer ein Anziehungspunkt, jetzt im Winter ist es hier mucksmäuschenstill.

Bei den Wundschuher Teichen.

Der Weiterweg Richtung Dietersdorf hätte uns auch noch ein Stück auf der Straße dahingeführt. Gert schlug besseres vor, wir wanderten durch den Wald, teilweise querwaldein, zum Schluss aber über eine Forststraße und vorbei an recht neu wirkenden Jagdhütten an den Rand des breiten Beckens der Kainach.

Querwaldein.

Schöne Fotomotive ergab die hier durch den Wald hereinscheinende Sonne.

Vorbei an einem Forsthaus samt Teich.

Den Wald verlassen, bogen wir rechts an den Waldrand ein und nahmen nach knapp 2 Stunden eine Rastbank in Beschlag. Für die Jahreszeit warm war es mittlerweile geworden, fast frühlingshaft und wir ließen uns ein (2.) Frühstück schmecken. Die Temperaturen sollten auch so bleiben, viel zu warm für die Jahreszeit, aber abgesehen davon perfektes Wanderwetter.

Gleich gehts Richtung Dietersdorf.

Nochmals eine, aber sehr kurze Waldquerung später bogen wir links in einen Feldweg ein und waren gleich danach in Dietersdorf.

Voilà. Dietersdorf.

Auch da gabs wieder eine von Gert vorgeschlagene Alternative zum Straßenweg. Wir überquerten ein schmales, noch vereistes Brückerl und hatten ein geraumes Stück Asphalt ausgelassen, als wir dann doch auf der Straße landeten.

Vorsichtig über jenes vereiste Brückerl bei Dietersdorf (© gipfelrast).

Die führte uns weiter über die Kainach und an den Beginn von Petzendorf.

Selbsterklärend. Petzendorf.

Da fing der Weg ein wenig zu steigen an – wirklich nur ein wenig -, und wir folgten bald dem Waldrand unterhalb des Höhenzugs des Oisnitzerberges.

Am westlichen Rand des Kainachtals. Der Schöckl im Hintergrund.
Nach wie vor die selbe Richtung. Mit den hübschen Hinteransichten meiner beiden Mitwander/inn/en.

Wir kamen nach Muttendorfberg, wo es wohl die ’steilsten‘ Meter für heute gab und die zu absolvierenden Höhenmeter zumindest in den zweistelligen Bereich brachte, und wanderten weiter am Hang mit Aussicht ins Becken der Kainach und Richtung Schöckl dahin.

Richtung Muttendorfberg.

Bis wir an den Beginn von Weinzettlberg gelangten. Da gings dann an der anderen Seite des Oisnitzerberges abwärts in das Tal der Oisnitz, wo auch die Bahn zwischen Lieboch und Wettmannsstätten führt.

Im Tal der Oisnitz und knapp vor Lannach (© gipfelrast).
Wandern Richtung Lannach.

Im Tal bogen wir Richtung Lannach ein, und gelangten schließlich in den Ort, in welchem ich ja mein Quartier habe. Am Bahnhof vorbei, an meinem Quartier vorbei wanderten wir ans Ende des Ortes und hinauf zum Friedhof und suchten uns – mangels Alternativen – wiederum und wie gestern eine Bank im Friedhof zum Rasten aus.

Vorbei am Bhf. Lannach.

Um 1/2 2 gingen wir weiter und ein schönes, längeres Stück Waldwanderung stand uns wieder bevor.

Waldwandern zwischen Lannach und Hötschendorf.

Alles schon sehr viel angenehmer zu gehen als noch in der Früh, kein Eis mehr, dafür halt ein wenig gatschig. Bei einem Marterl bogen wir rechts abwärts ab wieder in das Becken der Kainach und nach Hötschendorf.

Noch immer. Schon weiter dran an Hötschendorf.
Wieder abwärts zur Kainach und nach Hötschendorf.

War der bisherige Tag auch viel besser, als ich mir das gedacht hatte, so kam nun der langweilige und sehr asphaltlastige Teil. Weiter auf der Straße, bogen wir knapp vor Neudorf bei Mooskirchen rechts ab und noch einige Zeit gings betoniert an Ausläufern von Lieboch vorbei bis wieder hin zur Kainach.

Nur wenige Fotos gibts vom Asphaltwandern. Etwa dieses in Richtung Wetter.

An den Fluss entlang abgezweigt und unter der Südautobahn durch, waren es anschließend schneebedeckte Feldwege, denen wir folgen konnten, das änderte sich, knapp bevor wir die Bahntrasse erreichten, wieder.

Unter der Autobahn hindurch.

An der Bahntrasse waren wir um 20 nach 3 – hätte es einen direkten Weg gegeben, wäre sich der Zug um 15.33 ausgegangen – gibts aber nicht und man kommt an dieser Stelle nicht über die Kainach drüber. Es geht nur über einen weiten Haken über Söding, wo wir zwar 1 Minute vor Zugabfahrtszeit waren, aber sich der Weg zum Bahnhof nicht mehr ausging.

Wegetafel in Söding.

Also nahmen wir in Söding noch ein Getränk zu uns und schlenderten dann zum eine Stunde später fahrenden Zug. Für Gert und Helen ging es zurück nach Graz (bzw. zu ihrem Auto nach Werndorf), ich stieg in Lieboch um in den gleich dahstehenden Zug nach Lannach. Morgen geht es früh auf und ich will bereits mit einem Zug um 06.34 in Richtung Söding wegkommen. Die Strecke ist zwar wieder nicht allzuweit, aber zum einen gibts morgen doch ein paar Höhenmeter mehr, und zum anderen will ich um 14.46 einen Zug in Judendorf-Straßengel erreichen, um wieder die bessere und schönere Strecke über Fehring heim nach Wien nehmen zu können, auch wenn das wohl so 3 Stunden länger dauert, als wenn ich direkt über die Südbahnstrecke heimfahren würde. Ob Gert und auch Helen morgen dabei sind, steht jetzt am Abend auch noch nicht fest. Ich lass mich überraschen.

(Wegstrecke: 25 km)

Tag 6 (31.12.2021): Söding – Judendorf-Straßengel

Alles zeitgerecht geschafft, nach dem Fertigpacken stand ich schon vor 6 in der Konditorei und wartete aufs Frühstück, das ich dann eilig verschlang, um ja meinen Zug nicht zu verpassen. Aber auch da war ich zu früh, hätte den Wecker auch 10 Minuten später stellen können.

Beweis für das frühe Aufstehen.

Überraschung gabs leider keine, Gert und Helen tauchten in der Früh nicht auf – aber recht hatten sie, zu Silvester hebt man sich das Muntersein eigentlich für die späten Stunden auf. Ich war Punkt 7 wieder am Bahnhof Söding-Mooskirchen und hatte heute den „bergigsten“ meiner 3 Tage vor mir.

Noch gibts nur den Mond, als ich vom Bahnhof wegwandere.

Nach dem kurzen Weg zurück stand ich im etwas nebeligen Ort Söding und fand meinen Anschluss nicht, also mir kamen keine Hinweise darauf unter, wo denn der GUW weiterführen könnte. Wegtafeln des Mariazellerweges, den der GUW hier kreuzt, gabs – da war ich ich vor mehr als 2 Jahren mit meinem Bruder durchgekommen – aber sonst nichts. Vor, zurück, vor und falsch und auch meine Karte war (mal wieder) genau an der fraglichen Stelle abgeschnitten. Aber in etwa die richtige Richtung ging ich dann einmal los, stieß weiterhin auf keine Markierung, und zweigte dann nach rechts ab – so sollte grundsätzlich auch die richtige Route ‚funktionieren‘. Bloß war ich auf der falschen Straße aus Söding rausgegangen und zu früh nach rechts in eine Nebenstraße abgebogen, weiter gerade aus wäre ich nach Berndorf gelangt und schon wieder früher auf meine Route getroffen. Auf meinem Abweg tauchten dann aber nach ein wenig Aufwärtsgehen die ersten Häuser auf, die mir den Hinweis gaben, wo ich denn genau war – nämlich in der Ortschaft Höllberg.

Zu den ersten Häusern von Höllberg. Auf Abwegen war ich da.

Das konnte ich auf der Karte nachvollziehen, auch wie ich weiter gehen musste, um wieder auf die Route des GUW zu gelangen.

Blick in Richtung Koralpe von Höllberg.
Da brennt nichts. Das ist bloß die Sonne, die schön langsam nach oben wandert. Noch immer im Bereich Höllberg.

Am Ende von Höllberg überquerte ich die Straße zwischen Pichling und Hitzendorf, kam aufwärts – während gerade die Sonne die Gegend erfasste – nach Altenberg und bog hier abwärts in einen Wiesenweg ein, der mich bald in den Wald brachte.

Weiter ein wenig aufwärts Richtung Altenberg.
Vorbei am Schloss Altenberg.

Ein Bächlein gequert, war ich bald wieder richtig.

Bächlein gequert und raus aus dem Graben – dann bin ich wieder auf der GUW-Route.

Was ich versäumt hatte, war Österreich – das ist prominent benannter und besiedelter Graben, über den der GUW eigentlich hierherführt.

Als ich wieder auf meine richtige Route gelange – ein Blick nach links: da wäre ich von Österreich hergekommen.
Nach rechts – da gehts weiter.

Ich bog rechts ein und … nachher ging heute nichts mehr schief. Noch ein wenig Waldweg stand vor mir, anschließend folgte eine lange Straßenwanderung mit ein wenig Auf und Ab.

Vor dem Schloss Schütting gelange ich auf die Straße.

Am Schloss Schütting kam ich vorbei, wanderte durch Reitteregg und es ging aufwärts zum Schloss Sonnegg, das heutzutage der Sitz eines Unternehmens ist.

Seitenblick ins Liebochbachtal mit Hitzendorf.
Auch lässt sich schon meine spätere Wanderroute erkennen: St. Oswald und das Schloss Plankenwarth.
Straßenwandern durch Reitteregg. Vorne lässt sich das Schloss Sonnegg erkennen.

Weiter am Hang oberhalb des Beckens des Liebochbaches (mit dem Hauptort Hitzendorf), zweigte ich knapp vor St. Bartholomä nochmals für ein kleines Stückerl auf einen im Wald neben der Straße führenden Weg und war um 10 Uhr in St. Bartholomä.

In St. Bartholomä – mit der neuen Kirche.
Die alte steht etwas abseits.

Am Ortsende und wieder mal beim – diesmal aber nicht im – Friedhof war dann die erste Rast für heute dran. Dauerte ein wenig länger, und ich ließ mir neben der Kulinarik aus meiner Proviantbox auch die warm herscheinende Sonne gefallen. Wieder viel zu warm war es heute für die Jahreszeit, aber halt auch ideal fürs Wandern. Nach der langen Straßenwanderung wurde es nachher auch diesbezüglich besser.

Hinunter ins Liebochbachtal.

Der Weg abwärts ins Liebochbachtal führte durch den Wald und schließlich über Wiesen zur das Tal durchquerenden Straße und an der anderen Talseite nach einer Straßenkehre wieder in einen Wald- und Wiesenweg aufwärts nach St. Oswald.

Rückblick nach St. Bartholomä.
Auf dem Weg nach St. Oswald bei Plankenwarth.

St. Oswald hatte ich um 1/4 12 erreicht. Mein Einkaufsversuch hier scheiterte, nachdem im kleinen Supermarkt gerade die Kassen ausgefallen waren – war aber egal, ein wenig Reserven waren noch in meinem Rucksack.

St. Oswald bei Plankenwarth.

Der anschließende Weg nach Plankenwarth und am dortigen Schloss vorbei war ein sich recht ziehender Straßenhatscher, auch die ersten Meter weg von der Hauptstraße und durch die am Hang des Markkogel liegende Siedlung  waren noch betoniert.

Auf der Straße Richtung Plankenwarth bei Wipfing.
Schloss Plankenwarth.
Am Ende von Plankenwarth und kurz vor Pause. Blick zum Schloss und Aussicht Richtung Koralpe.

Bei den letzten Häusern bei einem Marterl nahm ich nochmals Platz, entledigte mich meiner angesichts der recht hohen Temperaturen nicht mehr notwendigen Jacke, bog dann an der Wegteilung hier Richtung Norden ab und folgte einer Forststraße. Erst ein wenig abwärts, dann aufwärts in Richtung des Generalkogels – da liegt das Grab der Generalin Emilie Sarah Engelbronner d’Aubigny de Peché (wikipedia verrät mehr).

Gut bezeichnet in die Waldwanderung Richtung Generalkogel und auf den Straßengelberg.
Aufwärts am Hang des Generalkogels.

Und da waren an diesem warmen Tag auch einige Leute unterwegs. Das änderte sich bald wieder, als ich den Bereich des Generalkogels – dessen Gipfel mich nicht zu einer Ersteigung motivieren konnte – verlassen hatte und Richtung Straßengelberg zog.

Zwischen Generalkogel und Straßengelberg.

Da hinauf gings zuerst doch ein wenig steiler, schließlich am Kamm hinüber zum nicht deutlich erkennbaren höchsten Punkt.

Da irgendwo müsste der höchste Punkt des Straßengelbergs gelegen haben.

Nun stand mir nur noch der Abstieg nach Straßengel und Judendorf bevor, und der war anfangs ganz gemütlich.

Am Beginn des Abstiegs nach Judendorf.

Ich landete auf einer Forststraße, kam flach dahinwandernd an einem Rastplatz vorbei, aber bald zweigte mein Weg nach links ab und es wurde steil. Da bedauerte ich es dann, dass ich meine Stöcke bei dieser Tour nicht mithatte – war für meine Knie ein doch nicht so ganz erfreulicher Wegabschnitt (obwohl das im vergangenen Jahr verletzte Knie mittlerweile fast besser drauf ist als zuvor, das andere leidet nach wie vor und unreparierbar vor sich hin).

Steiler, die Knie weiter mördernder Abstieg.

Das erste Stück war es sehr glitschig und ich zappelte in kleinen Schritten dahin, der weitere Teil erfolgte meist durch einen mit Blättern gefüllten Hohlweg, an dem vor allem die Steilheit zu schaffen machte. Aber in etwa 20 Minuten war auch dieser Teil erledigt, ich stieß auf eine Forststraße, die mich schließlich aus dem Wald hinaus brachte und ich Straßengel vor mir hatte.

Raus aus dem Wald und das Murtal vor mir.

Oberhalb von Straßenengel querte ich noch eine Wiese und landete dann im Ort.

Über Wiesen auf dem Weg in Ort, mit der Wallfahrtskirche Straßengel.

Gut war ich in der Zeit, bzw. perfekt, auch die Ortsdurchquerung von Straßengel und Judendorf zum Bahnhof ging sich super aus und 18 Minuten, bevor mein Zug kam, war ich am diesmaligen Ziel.

Und zuletzt wieder einmal ein Bahnhof: jener von Judendorf-Straßengel.

Und natürlich – so hatte ich es auch geplant – fuhr ich dann über Graz und Fehring heimwärts, die viel schönere und gemütlichere Bahnstrecke. Über den Semmering fahren kann jeder.

(Wegstrecke: 22 km)

Der diesmal begangene Teil des GUW war schon deutlich besser markiert, als jene Teile zwischen Frohnleiten und Fernitz, die ich schon hinter mir hatte. Da dürfte es in der Zwischenzeit Bemühungen gegeben haben, etwas mehr auf diese Route aufmerksam zu machen. Mir fehlt nach diesen drei Tagen am GUW noch das Stück zwischen Straßengel und Frohnleiten, das sollte in 2 Tagen zu schaffen sein und das vermutlich noch während dieser Wintersaison. Für den Jänner hab ich allerdings anderes vor: einmal soll es 3 Tage ins Waldviertel gehen und den Erlauftaler Rundwanderweg will ich in 2 Tagen abschließen. Was es davon rund um den 06. Jänner werden wird, das weiß ich noch nicht – wird vermutlich davon abhängen, wohin und wo weg man an Feiertagen und Wochenenden öffentlich hin- und zurückkommt.

(Übrigens hab ich gerade vor dem Veröffentlichen dieses Beitrags nachgezählt: ich bin derzeit 25 Beiträge hinten nach – von kurzen Nachmittagswanderungen bis zu mehreren 3-Tagestouren -, für die es schon Entwürfe gibt, allerdings oft textmäßig und meist fotomäßig noch einiges fehlt.)

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