Winterwandern am Ostösterr. Grenzlandweg 07: Von Nickelsdorf nach St. Andrä am Zicksee.

Mein Bruder hatte ja im letzten Covid-Lockdown im Frühjahr begonnen, die flachen Teile des 07ers und des Niederösterreichischen Landesrundwanderwegs in Tagesetappen zu absolvieren. Ein paar Mal, vor allem bei meinem Wiedereinstieg ins Wanderleben nach meiner Verletzung im vergangenen Jahr, war ich da auch stückchenweise mit dabei. Und diese Woche hatte er wieder mal so einen Tag vor, und lud mich dazu ein. Lange stand nicht fest, wo es entlang gehen sollte – Möglichkeiten wurden einige besprochen. Am Vorabend dann erfuhr ich aber doch, dass es von Nickelsdorf durch den Seewinkel bis St. Andrä gehen sollte. Also gehts wieder im Burgenland dahin, wo ich schon in der letzten Woche 2 Tage aber auf einem anderen Weg unterwegs war (und ein Bericht nach dem noch angehängten 3. Tag (hoffentlich) bald folgen wird).

10.12.2021: Nickelsdorf – St. Andrä am Zicksee

Selbst war ich hier schon Ende 2013 bei meiner Begehung des Ostösterreichischen Grenzlandweges unterwegs. Damals zwar auch im Winter und knapp vor Weihnachten, aber bei anderen Verhältnissen. Denn: in den letzten Tagen hatte es geschneit, und das gar nicht so wenig. Angesichts der kurzen Tage war frühes Wegkommen ratsam und wir trafen uns am Bahnhof Parndorf Ort. 3 Stationen gings dann noch gemeinsam nach Nickelsdorf, wo wir um 07.08 dem Zug entstiegen.

Ankunft in Nickelsdorf.

Einige Minusgrade hatte es und nebelig war es, aber in Nickelsdorf und auch noch ein Stück danach kämpfte die Sonne darum, durchgelassen zu werden.

Hinaus aus Nickelsdorf.

Sie schaffte es leider nicht, und wir gingen lange Zeit im Nebel, dann unter dem Hochnebel dahin, bis schon knapp vor dem Tagesende es etwas freundlicher, dafür aber windiger wurde. Plusgrade gabs heute zu keinem Zeitpunkt.

Schöne Stimmung am Weg hinaus aus Nickelsdorf. In den im Nebel unsichtbaren Ort zurückfotografiert.

Der Weg aus Nickelsdorf führte uns über verschneite Feldwege, auf denen sich in ziemlicher Menge Feldhasen und Rehe tummelten. Frisch spuren mussten wir auch zum großen Teil, was die Aufgabe ein wenig anstrengender machte, aber dafür sorgte, dass wir nicht gleich einfroren.

Frisch verschneite Feldwege am Weg hinaus aus Nickelsdorf.
Sie kämpft, die Sonne.

Bis zur Unterquerung der Ostautobahn gings entlang der Route, dort aber ließen wir das Schneestapfen auf kaum mehr erkennbaren Feldwegen bleiben, und gingen auf einem schon von Autos ausgefahrenen Güterweg zur Straße, die zum Kleylehof führt und auf die die 07er-Route eigentlich erst später hinführt.

Noch so ein Eindruck, der Hoffnung auf mehr machte. Die Sonne verliert aber schön langsam.

Nach dem erfreulichen Beginn mit Hoffnung auf Sonne über den Tag, hatte es sich mittlerweile vollkommen eingetrübt.

Am Weg Richtung Kleylehof hat uns der Nebel für längere Zeit verschluckt.
Der Kleylehof.

Am Kleylehof vorbei gings auf in einem Rechtslinksbogen (ein wenig bergauf! – selten hier) und weiter an vielen in den letzten Jahren errichteten Windrädern vorbei zum Wittmannshof.

Kurz nach dem Kleylehof.
Vorbei an einer Hubertuskapelle am Weg Richtung Wittmannshof.

Danach gings alleeartig weiter und vorbei am Johanneskreuz knapp vor dem Ortsbeginn landeten schließlich wir um 1/2 11 in Halbturn.

Zwischen Wittmannshof und Halbturn.

Da ist der ehemalige Gasthof, in dem ich 2013 noch übernachtet hatte, mittlerweile zu einem Nah&Frisch-Nahversorger umgebaut worden – besser als noch der Leerstand, den ich beim Markieren vor 3 oder 4 Jahren da bemerken konnte.

In Halbturn.

Der weitere Weg nach Frauenkirchen wurde ja auch vor einigen Jahren umgelegt, der führt nicht mehr über die Straße dorthin, sondern über Feldwege und parallel des Burgenländischen Jakobsweges. Lange Gerade prägen dieses Teilstück, zum Glück war es hier bereits besser gespurt als noch hinter Nickelsdorf.

Lange Gerade, und wir kommen in den Bereich des Türkenhügels.
Rehe, auch Hasen bevölkern am ganzen heutigen Weg die verschneiten Äcker.

Am Türkenhügel und zuletzt an der Rochuskapelle vorbei waren wir um 1/4 1 in Frauenkirchen.

Knapp vor Frauenkirchen.

Alles war gut in der Zeit, der Nebel seit Halbturn ein wenig nach oben gewandert, aber mir war dann schon ein bisschen nach Pause. Schwierig bei diesen Bedingungen, Kälte und Schnee auf den Bänken – würde wohl bloß eine Stehpause werden, denn in Frauenkirchen kamen wir an keinem Geschäft vorbei, wo wir eventuell ein wenig hätten verbleiben können. Die Gasthäuser sind aufgrund der Pandemie ja derzeit geschlossen. Bald hinter Frauenkirchen sollte es aber ein Rastplatzl geben, wo wir zumindest diese Stehpause machen könnten. Also gings durch Frauenkirchen durch und auf der Straße hinaus aus dem Ort (das ginge auch besser über den Radweg, der auch nach St. Andrä führt).

Auf der Straße aus Frauenkirchen.

Etwas langsamer gings dann schon bei mir dahin, aber da wo der Radweg von links auf uns traf, da blieben wir dann ein paar Minuten stehen und das tat schon gut. Danach zweigten wir bald rechts ab, kamen am Wilhelmshof vorbei und es ging im (asphaltierten) Güterwegzickzack zum Bereich des Zicksees. Ziemlich eisig windig wars mittlerweile geworden, aber etwas freundlicher wurde das Wetter rundherum ansonsten – auch die Sonne hatte ihren Kampf ums Auftauchen wieder aufgenommen.

Hinterm Wilhelmshof.

Am dortigen Gelände entlang und an der Campingsiedlung vorbei, kamen wir zur Abzweigung, an der der 07er nach rechts an den Zicksee und Richtung Apetlon abzweigt.

Hier ginge der 07er rechts weg und Richtung Apetlon. Wir gehen gerade weiter und nach St. Andrä hinein.

Da gings für uns nicht mehr hin, sondern wir wanderten gerade nach St. Andrä hinein und zum Bahnhof. Den erreichten wir um 1/4 3 und eine Viertelstunde später kam unser Zug.

(Wegstrecke: 28 km)

Also 28 km waren es lt. meiner Wegbeschreibung aus dem Jahr 2012, mein Bruder sagte was von 32 km, die seine gscheite Uhr gemessen hat. Egal, ich kann zufrieden sein. Ein wenig kalt wars, Zehen und Finger musste ich während fast der gesamten Strecke auch in Bewegung halten, damit die nicht taub werden. Dem Bruder fehlt im Seewinkel jetzt noch der Weg nach Mörbisch – sind inklusive des Zu- und Abgangs zum bzw. vom See etwas mehr als 20 km. Vielleicht lädt er mich dazu ja wieder ein. (Von Mörbisch weiter ist er ja schon im Jahr 2014 mit mir gewandert.)

Ich werde vielleicht am Sonntag nochmals einen Tag am Burgenland anhängen, eher einen Halbtag – obwohl da das Wetter wieder nicht sehr berühmt vorausgesagt ist. Und am Wochenende vor Weihnachten hätte ich – da der Lockdown ja am Sonntag endet – vor, für 2 Tage das Waldviertel aufzusuchen. Da war ich schon lange nicht mehr, und hätte da mittlerweile einiges an Wegen in meinen Plänen, die bald bzw. spätestens im Frühling angegangen werden wollen.

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