Landesrundwanderweg Steiermark Tage 14 bis 16: Seewiesen – Eisenerz

War eine gute Idee, die beiden Touren – also jene vom vergangenen Wochenende und diesmalige – vom Termin her zu tauschen, denn tatsächlich wars recht warm in der vergangenen Woche und der Schnee am Hochschwab wurde weniger. Am Schiestlhaus sollte ich an diesem Wochenende auch noch eine geöffnete Hütte vorfinden, später hätte ich schon mit dem Winterraum Vorlieb nehmen müssen, was mir aber an sich eh nichts ausmacht. In den nächsten drei Tagen wird es über den Hochschwab und bis Eisenerz am Steirischen Landesrundwanderweg gehen, und das in ganz gemütlichen Etappen. Eben jene Tour, in die ich schon einmal im September gestartet bin, allerdings wegen des Sturms oben vom Schiestlhaus wieder abgestiegen bin.

Anfahrt nach Seewiesen war diesmal nach längerem wieder einmal schon am Vortag. Die Tage werden kürzer und ich wollte natürlich wieder über Mariazell hier her kommen. Und das wäre am Sonntag nur so gegangen, dass ich erst um ¾ 1 in Seewiesen gewesen wäre. Theoretisch eh auch noch rechtzeitig, allerdings hätte ich da kaum mehr Zeitreserven gehabt. Unterkunft fand ich im Seeberghof , eine ‚nur noch‘-Frühstückspension– nachdem mir erst die Seebergalm und der Anstieg über die Aflenzer Staritzen zum Schiestlhaus vergeschwebt war, allerdings ist im Gasthof auf der Seebergalm gerade Betriebsurlaub. Der andere Gasthof in Seewiesen, der Gasthof Schuster ist ja vor kurzem abgebrannt, und der Erzählung der Wirtin vom Seeberghof nach aufgrund einer Brandstiftung.

Tag 14 (24.10.2021): Seewiesen – Schiestlhaus

Etwa 5 Stunden Wanderzeit erwarteten mich heute, mit etwa 1200 hm. Nichts, was besondere Eile in der Früh erfordert hätte. Nach einer guten Nacht in einem schönen Zimmer und einem gemütlichen Frühstück war ich 5 vor 9 dahin – gar einmal 5 Minuten früher, als ich mir vorgenommen hatte.

5 vor neun geht es in den 2. Versuch der Hochschwab-Überquerung am StLW.

Viel Wegbeschreibendes mach ich jetzt hier nicht nochmal, da hatte sich seit dem ersten Hochschwab-Versuch ja nicht viel bzw. nichts geändert. Recht ausführlich gibts das zur mißlungenen September-Tour. Deutlich kälter war es als damals, aber deutlich besser als damals war sonst das Wetter.

Hinein ins Seetal.
Und ein Blick zurück nach Seewiesen.

Gut verpackt ging ich also los und schon beim Parkplatz im Seetal deutete alles darauf hin, dass heute um einiges mehr als damals los sein würde. Dutzende Blechkisten standen da.

Kälter ist es heute. Am letzten Parkplatz bin ich schon vorbei.

Und schon am Weg zur Voisthaler Hütte kamen mir einige Leute entgegen, auch wurde ich beim Aufstieg einige Male überholt und überholte selbst.

Ende der Schotterstraße. Auf einem Steig gehts weiter.
Im Anstieg zur Florlhütte.
Ein Rückblick ins Seetal und nach Seewiesen.

Vorbei an der Florlhütte, durch die Untere Dullwitz, vorbei am Franzosenkreuz in den Höllboden und durch die Voisthalergasse schließlich steil hinauf, kam ich zur Voisthaler Hütte, in die ich diesmal einkehrte.

Zur Florlhütte. Nicht bewirtschaftet.
Durch die flache Untere Dullwitz.
Vorbei am Franzosenkreuz.
Und bald danach ein heute erster Blick zur Voisthaler Hütte.

Bisschen flotter als zuletzt war ich unterwegs, bloß 2 1/2 Stunden brauchte ich.

Zurückgeschaut aus der Voisthalergasse über den Höllboden.

Nur ein Grad plus zeigte hier übrigens das Thermometer an. In zwei Tagen sperrt die Hütte über den Winter zu, entsprechend war hier gastromäßig nur noch Ausverkauf, für eine Suppe reichte es aber.

Voisthaler Hütte – Einkehr.

Bis 1/2 1 Uhr blieb ich und machte mich dann auf den Weg zum Schiestlhaus, zunächst in die Obere Dullwitz und noch immer im Schatten dahin.

Nach längerer Rast gehts weiter durch die Obere Dullwitz. Mit einem ersten Blick zum Hochschwabgipfel.

Das änderte sich, unmittelbar als ich in den Graf Meran-Steig abbog.

Rechts geht es ab in den Graf Meran-Steig.

Da gabs auch so gut wie keinen Schnee mehr aus der letzten Zeit, der tatsächlich über die letzte Woche dahingeschmolzen war. Damit hatte ich aber gerechnet, der Hang liegt ja südseitig.

Im Graf Meran-Steig. Steil, aber ohne Anspruch.

Im Anstieg wurde mir warm, ich überlegte schon, ob ich Handschuhe und Jacke nicht in den Rucksack packen sollte. Aber am Ende des Steigs fing dann ein kalter Wind an – aber kein Vergleich zum ersten Versuch vor ein paar Wochen. Also lieber gut verpackt bleiben.

2000 m sind erreicht (der Hinweis ist mir damals vor ein paar Wochen gar nicht aufgefallen.).
Von rechts kommt der Weg von der Aflenzer Staritzen daher.

Der Weg wurde dann flacher, ging hangwärts und ein wenig abschüssig dahin, aber die Spur im da dann schon noch liegenden Schnee war immer gut ausgetreten.

Bisschen abschüssig wird es schließlich.
Letzte Aufwärtsmeter. Das Gipfelkreuz am Hochschwab lächelt mich schon an.

Jede Menge Leute waren mir zwischen den beiden Hütten begegnet, aber als ich um vor 1/2 3 im Schiestlhaus einlangte, war ich noch ein recht alleiniger Gast.

vor 1/2 3 erreiche ich das Schiestlhaus.

Das änderte sich im Laufe des Nachmittags und Abends – es wurde sehr voll. Angesichts des letzten Wochenendes für heuer war auch hier die Speisekarte schon sehr ausgedünnt, das sollte hier heroben aber gar nicht stören.

Windiger Aussichtsrundgang um die Hütte: Blick Richtung Süden.
Rechts im Hintergrund, das sollten die Zeller Hüte sein.
Ötscher und Gemeindealpe.

Und jetzt abends bläst hier heroben wieder ein recht starker Wind, aber trotzdem um einiges weniger als zuletzt. So wird es morgen anders als damals hoffentlich weiter zur Sonnschienhütte und über den Hochschwabgipfel gehen. Abgesehen vom Wind gabs hier oben aber traumhaftes Wetter – blauer Himmel und im Tal liegender Nebel, schön zum Ansehen.

Schon vor 7 hat sich die Sonne verabschiedet.

(Wegstrecke: 13 km)

Tag 15 (25.10.2021): Schiestlhaus – Sonnschienhütte

Gestern abends kam wie gesagt noch ziemlich starker Wind auf und ich fürchtete doch, dass dieses Wochenende genau so ausgehen würde, wie jenes vor 5 Wochen. Auch in der Früh konnte mir der Blick hinaus meine Befürchtung nicht nehmen, wenn es auch vor 5 Wochen draußen deutlich wilder zuging und es damals auch gar keine Sicht gab. Also ließ ich mir wieder Zeit. Aber die ersten Leute starteten dann schön langsam los Richtung Gipfel. Damit war bald auch ich überzeugt, dass ich es angehen könnte.

Traumhaft sieht das aus. Bloß gibts viel Wind. Vormittags beim Abwandern vom Schiestlhaus.

Es wurde aber 1/2 10, bis ich mich dann hinaustraute – was streckenmäßig angesichts der nicht allzu weiten Strecke heute ok war und auch nicht viel später, als ich überhaupt vorgehabt hatte. Ich schaute noch, dass ich mich knapp hinter einer Gruppe nachreihte und folgte dann wieder gut verpackt im knappen Abstand einer 4er-Gruppe.

Hinter einer Vierer-Gruppe traue ich mich um etwa 1/2 10 auch außer Haus.

Traumhaft war es – eben mit Ausnahme des starken Windes. Es gab Aussicht bis überall hin – bin da beim Bestimmen der Gipfel nicht sonderlich gut, aber Großen Priel und Spitzmauer etwa konnte man erkennen, und meines Erachtens nach auch den Gipfel des Großglockner. Auch das recht hartgefrorene bisschen Schnee war beim erst recht steilen Anstieg zum Gipfel kein Problem.

Im Aufstieg zum Hochschwab-Gipfel.
Ein Blick retour zum Schiestlhaus.

Die Spikes hatte ich allerdings schon griffbereit am Rucksack hängen.

Auf den letzten Metern zum Gipfelkreuz.

Nach einer halben Stunde war ich am Gipfel und der war noch immer sehr unangenehm vom starken Wind umweht.

Am Gipfel des Hochschwab.
Wieder einer dieser heute wunderbaren Ausblicke – Richtung Süden. Bloß stürmt es recht.

Am Gipfel wurde bloß ein paar Mal der Auslöser der Kamera gedrückt, dann gings hinter der vorhin erwähnten kleinen Gruppe sehr bald wieder weiter. Für den Abstieg legte ich mir die Spikes an, und das war auch gut so, denn der Hang hinunter Richtung Fleischerbiwak war ein einziges hartgefrorenes Schneefeld.

Über ein hartgefrorenes Schneefeld geht es abwärts vom Gipfel. Mit Spikes an den Patschen.

Am Ende des Schneefelds kam die Spikes wieder an den Rucksack – einmal sollte ich sie heute noch brauchen – und es ging ein wenig abwärts weiter zum Fleischerbiwak.

Zum Fleischerbiwak vor dem G’hacktkogel.

Einen kurzen Blick hinein wagte ich, auch, da ich bei den Planungen für die Tour – wenn sie denn früher im Jahr stattgefunden hätte – durchaus auch die Übernachtung hier in Erwägung gezogen hatte.

Das Innenleben des Fleischerbiwaks.

Gleich ging es weiter, aber da gibt es noch eine Geschichte zu erzählen. Als ich hier mit meinem Papa vor vielen (vielen) Jahren in den 80ern als Jugendlicher am Nordsüdalpenweitwanderweg unterwegs war, kamen wir im dichten Nebel am Fleischerbiwak vorbei … und bogen falsch ab. Wir landeten im Ghackten und mussten schließlich vom Bodenbauer wieder zur Häuslalm aufsteigen. Den Vergeher leistete ich mir zum Glück diesmal nicht (auch war das Ghackte laut Berichten von Leuten, die gestern durchgegangen waren und auch am Schiestlhaus übernachteten, voll mit Schnee gefüllt) und es ging weiter um den Ghacktlkogel herum, wobei der flache Steig da recht unangenehm eisig mit Schnee gefüllt und bloß am Rand eine schmale steinige Spur aufwies – war ein bisschen eine zittrige Angelegenheit, nachdem es da rechts neben dem Weg doch recht steil abwärts geht.

Am Hang des G’hacktkogels entlang. Teilweise etwas heikel.
Zurückgeschaut zum Hochschwab, davor der G’hackkogelt.

Vorbei am nächsten Gupf, dem Zagelkogel, kam der Abstieg in den Rauchtalsattel mit einem folgenden kurzen Gegenanstieg, der mit der Querung eines kleinen steilen Schneefeldes unterhalb des Hochwart endete – genau hier nahm ich noch einmal die Spikes zur Hilfe.

Es geht abwärts in den Rauchtalsattel, vor mir der Hochwart.
Das kleine steile Schneefeld unter dem Hochwart – lieber nochmals die Spikes angelegt.

Danach ging eine angenehme Almwanderung los, die mich sanft abwärts führte – über den Speikboden und den Hundsboden schließlich abwärts zur Hirschgrube.

Ein Seitenblick ins Tal Richtung Bodenbauer.
Flaches Almwandern folgt.

Da gäbs die Möglichkeit, zum Zinken aufzusteigen, das ließ ich aber, es war keiner der bei mir eh eher seltenen Gipfelstürmertage.

Abstieg in den Sattel vor dem Zinken und der Abzweigung zur Hirschgrube. Der Zinken vor mir war eine ausgelassene Gipfelmöglichkeit.

Aber knapp oberhalb der Hirschgrube machte ich dann nach etwa 2 1/4 Stunden einmal eine halbe Stunde Pause – die Temperaturen passten gerade so und der Wind war bereits erträglich geworden.

Zur Hirschgrube geht es steiler abwärts und schön langsam in den Latschenbereich.

Nach der Pause folgten zunächst steile Abwärtsmeter durch die Hirschgrube nun schon durch Latschen, bis der Weg nach links und in den Häusltrog schwenkte.

In der Hirschgrube.
Wandern durch Latschengegend Richtung Häuslalm.

Weiter gings durch Latschen abwärts und knapp nach 1 war ich bei der Häuslalm, wo man auch nächtigen kann.

Ich komme zur Häuslalm.
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.

Eine gar nicht so kurze Einkehr gönnte ich mir, obwohl es wohl kaum mehr als eine Stunde noch zur Sonnschienhütte sein würde – oder vielleicht eben gerade deshalb. Und damit behielt ich recht.

Abwandern von der Häuslalm.

Einem nach der Weiterwanderung von der Häuslalm folgenden Abstieg zur Sackwiesenalm folgt ein kurzer Gegenanstieg, und anschließend ein Weg durch schütteren Wald bis auf Höhe des Sackwiesensees.

Ein kurzer Abstieg von der Häuslalm, dann ich bei der Sackwiesenalm.

Der liegt etwas abseits, aber ich stattete ihm einen kurzen Besuch ab.

Ein kurzer Abstecher zum und vorbei am Sackwiesensee.

Bald nach dem Sackwiesensee kreuzte ich die zwischen Sonnschienalm und Häuslalm führende Schotterstraße und gelangte danach weiter auf einem schmalen Weg meist aufwärts führend zur Sonnschienalm und war bald später um 14.40 bei der Sonnschienhütte.

Am Weiterweg zur Sonnschienalm.
Ich erreiche die Sonnschienalm.
Und komme zur Sonnschienhütte.

In der Sonnschienhütte bezog ich einen Lagerplatz in einem Lager, das ich mir mit einem zweiten Einzelwanderer teile. Der war schon im Schiestlhaus mein Lagernachbar und hat vor, morgen mit einem Abstecher auf den Ebenstein nach Wildalpen abzusteigen, wo er zuhause ist.

Die Sonnschienhütte mit Brandstein und Ebenstein als Kulisse.

Die Sonnschienhütte selbst wurde erst vor einer Woche an neue Pächter übergeben, die waren recht sympathisch und sehr bemüht und haben für ihr Hüttenwirtdasein ihren Erzählungen nach einige Pläne. Sei ihnen gegönnt, dass es funktioniert.

(Wegstrecke: 12 km)

Tag 16 (26.10.2021): Sonnschienhütte – Eisenerz

Wieder keine Eile, aber ein bisschen mehr Eile als gestern. Knapp nach 7 war ich beim Frühstück, ließ mir schon ein wenig Zeit und war nach noch einem Tratscherl mit den sympathischen neuen Hüttenleuten um 1/4 9 dahin. Gegangen war ich den heutigen Weg nach Eisenerz schon einmal, allerdings in den 90ern, damals am Nordalpenweg, an die Tour ist eigentlich genau keine Erinnerung mehr da (allerdings an den Vortag, da sind wir damals zur Sonnschienhütte vom Graf Meranhaus auf der Hohen Veitsch hergekommen – verrückt).

Ein Rausblick aus der Hütte morgens um 8 Uhr.

Mein Matratzenlagerpartner und gestriger Unterhaltungspartner, der war schon um Punkt 8 weg, allerdings mit gewissen Bedenken, ob er angesichts des Windes den Ebenstein erreichen würde. Ein bissl Wind wehte nämlich, und ein bissl Wind da herunten bedeutet dann oft doch einen ziemlichen Wind oder gar Sturm da oben. Auch mich auf meinem weiteren Weg umwehte teilweise ein ziemlicher Wind.

Auf geht es in Tag 3 und Richtung Eisenerz. Noch ein Rückblick zur Sonnschienhütte.

Kühl war es auch wieder, aber die Kälte von gestern war das nicht mehr. Aber auch den (fast) makellos blauen Himmel gabs heute nicht mehr, meist war es bedeckt, wenn sich auch immer wieder blaue Flecken zeigten. Mein Weg, der führte erst noch gemeinsam mit jenem des Nordsüdweitwanderwegs auf einem Karrenweg ans Ende der Sonnschienalm und trennte sich bald nach Verlassen des Karrenwegs bei Stoanbrunn vom 05er und führte gemeinsam mit dem Nordalpenweg weiter (das geht noch bis nach der Klinkehütte so).

Anfangs gehts noch gemeinsam mit dem 05er dahin.
Der sich aber am Ende der Sonnschienalm und bei Stoanbrunn zur Leobner Hütte verabschiedet.

Erst gabs eine ganz anständige Steigung, danach gings über Almflächen im dauernden Auf und Ab, gefühlt mehr Auf als Ab, am Hang unterhalb des zwischen Brandstein und Ebenstein führenden Kamms dahin.

Nach einer kurzen Steigung geht es hinter Stoanbrunn weiter durch felsdurchsetztes Almgelände.
Mal auf, mal ab, dann auch wieder angenehm flach dahin.

Nach einer guten Stunde erreichte ich die Flächen der Androthalm, hinter welcher schon der Brandstein mächtig hervorlugte.

Rückblick: das dürften Ebenstein und Vorderer Polster sein (aber wie schon öfters geschtrieben, beim Bestimmen, vor allem bei schon vor längerem gemachten Fotos, bin ich nicht sonderlich gut – Korrekturen sind erwünscht).
Die Androthalm taucht auf. Und rechts im Hintergrund der Brandstein.

Die Androthalm wird über den Sommer dem Vernehmen nach bewirtschaftet, Nächtigungsmöglichkeit besteht aber keine.

Die Androthalm – die 2021er-Saison ist schon vorbei.

Hinter der Androthalm stieg mein Weg ins Androthtörl an, führte unterhalb des Brandsteins über die Brandwiese weiter ins Fobistörl und nach einem kurzen etwas steileren Abstieg war ich nach etwas mehr als 2 Stunden des Unterwegsseins bei der Fobisalm.

Am Weg ins Androthtörl.
Hinter dem Androthtörl geht es unterhalb des Brandstein über die Brandwiese.
Im Fobistörl.

Zumindest die dortige Jagdhütte verfällt entgegen der Kennzeichnung in der amap nicht, Almwirtschaft dürfte es hier aber nicht geben.

Abwärts vom Fobistörl zur Almhütte.
Die ich nach 2 Stunden des Unterwegsseins erreiche.

Wenigstens gibts hier einen auch zur jetzigen Jahreszeit noch rinnenden Brunnen, den ich gerne in Anspruch nahm und meine Wasserreserven auffüllte.

Weiter gehts über die Fobisalm.

Nach ein wenig Pause gings nach den schmalen Steigerln bisher auf einem Karrenweg weg, der noch ganz gemütlich dahinging. Mal kurze Abwärtspassagen, dann wieder längere flache Wegteile.

Der Fobisbach taucht aus der Erde auf, und diesem entlang folge ich einem Karrenweg.

In den Wald war ich kurz nach der Fobisalm endgültig eingetaucht und folgte dem kurz vor der Alm aufgetauchten Fobisbach, der immer wieder mal wieder in der Erde verschwand.

Blick abwärts ins Tal des Fobisbaches und den Weg in den Hinterseeaugraben. Einige 100 hm tiefer, und entsprechend steilte sich der Weg bald ab. Ziemlich.

Ja, es ging gemütlich dahin, bis es auf einmal ziemlich, also sausteil wurde.

Das sieht jetzt harmlos aus, aber da gings echt steil hinunter.

Werden so etwa 300 oder mehr hm sein, die man auf kurzer Strecke verliert, recht kleingeröllig war die Unterlage zum Teil, zum Teil dürfte es hier einmal Bemühungen gegeben haben, diesen Forstweg zu betonieren. So ging es die letzten Meter in der Westrichtung unterhalb des Kollmannstocks entlang, dann dreht der Weg in Richtung Süden und noch ging es weiter steil bergab. Dazwischen gönnten nach langer Kniemörderei dann auch schon flachere Passagen etwas Leidensmilderung, und der Weg führt durch erst den Schuss, dann den Hinterseeaugraben und schließlich die Klamm in die Seeau.

Das Gröbste an Steilheit ist geschafft. Im Hinterseeaugraben.

Dazwischen machte ich nach bald 4 Stunden kurze Mittagsrast, anschließend erwartete mich in der Klamm eine kurze Gegensteigung, dann gelangte ich abwärts auf die Höhe der Seeau.

Durch die Klamm. Der Gipfel im Hintergrund dürfte der Strenitzkogel sein.
Von der Klamm geht es weiter in die Seeau. Die Gipfel vor mir sind Kaiserschild und Kaiserwart.

Da erreichte ich nach einer Rechts- und einer Linksbiegung den Zaun, der das Gelände abgrenzt – sehr sympathisch mit den diversesten Verbots- und Maßregelungstafeln drauf – und ging weiter ganz flach im Seeboden dahin in Richtung des Leopoldsteiner Sees. Aber ich verließ bald die Normalroute des 01ers und auch des Steirischen Landesrundwanderwegs, die zuerst zum See und dann erst aufwärts zum Blauen Herrgott, einem Marterl, führen. Ich sollte mir da einmal den in der Karte verzeichneten anderen Weg ansehen, hatte mein AV-Chef gemeint, und das machte ich und das war mir nicht ganz unrecht, ist doch dieser Weg der kürzere.

Leicht, aber stetig aufwärts über eine Forststraße von der Seeau zum Blauen Herrgott.

Der zweigt vom flachen Weg zum Leopoldsteiner See nach links ab und geht auf einer Forststraße gemütlich bergan mit Ausblicken zum Leopoldsteiner See und zu den Abbrüchen des Strenitzkogels zum Blauen Herrgott.

Unterhalb von mir der Leopoldsteiner See.

Da war ich dann wieder auf der Normalroute, auf der ich auch fortsetzte, obwohl hier weiterhin ein Weg als 01A über die Niedere Prossen angeschrieben war.

Wegkreuzungspunkt Blauer Herrgott (damit ist das Marterl im Hintergrund gemeint.).

Ich kam nochmals leicht bergan zum Urlaubskreuz, und bog hier nach rechts in den Prossenweg und erreichte nach noch einem kurzen Waldstück bebautes Gebiet.

Fesche und fleissige Burschen auf einer Infotafel beim Urlaubskreuz.
Dann tauchen unter mir die ersten Industrieanlagen von Eisenerz auf. Rechts dahinter der Kaiserwart, recht unauffällig links davon die Donnersalpe – da waren Bruder und ich vor 1 1/2 Jahren mit den Schneeschuhen.
Angenehm dahin, bevor es durch Plank und letztmals steiler bergab geht.
Nochmals geht es etwas steiler bergab, bevor ich Eisenerz erreiche.

Letztmals steiler bergab war der Weg in die Stadt Eisenerz, die ich um 1/4 3 erreichte. Genug Zeit hatte ich zu meinem Bus um 16.55 zum Bahnhof Hieflau, die ich mit einem Rundgang durch die Altstadt und einem Besuch des hiesigen Bahnhofs verbrachte – Personenverkehr gibts hier schon seit den 90ern nicht mehr.

Güterverkehr gibt es hier noch, Personenverkehr nicht mehr – da muss man mit dem Bus Vorlieb nehmen.

Etwas früher hätte ich einen Bus nach Leoben nehmen können, und wäre auch etwas früher zurück in Wien gewesen, allerdings wollte ich wieder mit der nur an Wochenenden und Feiertagen verkehrenden Gesäusebahn fahren und nahm so den Heimweg über Hieflau.

(Wegstrecke: 22 km)

Mir schwebt ja noch vor, vielleicht in 2 Wochen – sollte da nichts mit Schnee und extremer Kälte dazwischenkkommen – weitere Tage am Steierischen Landesrundwanderweg anzuhängen. Vielleicht bis Johnsbach, vielleicht bis gar Rottenmann.

Sonst wars eine sehr gelungene, wenn auch sehr gemütlich angegangene Tour. Traumhafter Herbst (mit ein bissl gar viel Wind) mit Fernsicht und Farbenpracht, wie man es sich vorstellt. So ein Wochenende könnte es auch am nächsten wieder geben. Denn entgegen meinen ursprünglichen Vorhaben soll es doch noch heuer auf der Alternativroute des Niederösterreichischen Landesrundwanderwegs über Schneeberg und Rax gehen, und zwar gemeinsam mit meinem Bruder.  Er will heuer nochmals weiter rauf kommen, für mich wäre es damit das letzte Teilstück am Niederösterreichischen Landesrundwanderweg.

Ein Gedanke zu „Landesrundwanderweg Steiermark Tage 14 bis 16: Seewiesen – Eisenerz“

  1. Sehr schön, tolle Fotos (vom Wind sieht man ja nix)! Den Weg habe ich auch in bester Erinnerung (war ja 2021 zwei mal „Hochschwabüberschreiten“)

    Den Großglockner kann man m.E. (und auch der Panoramarecher bestätigt das) vom Hochschwab nicht sehen. Da sind wohl die hohen Gipfel der Schladminger Tauern im Weg.

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