Zentralalpenweg 02A Ruster Route Tag 4: Rust – Winden am See

Schon einmal im für mich recht wanderarmen Jänner wollte ich den  einen Restlwandertag auf der Ruster Route am 02A angehen. Da fand ich mir dann eine Wetterausrede, aber eigentlich wars eher Faulheit, weswegen das damals nichts wurde. Wenigstens den einen übriggebliebenen Tag am Wiener Alpenbogen hab ich im Jänner erwandert, womit die Strecke zwischen Rust und Breitenbrunn als letzte eintägige Restlstrecke aus dem Vorjahr übrigblieb – kein gefundenes Quartier, weder in Rust noch in Oggau im Juni letzten Jahres, war damals der Grund dafür.

Tag 4 (15.02.2020): Rust – Breitenbrunn

Ganz flache Kilometer und davon nicht in allzu großer Menge standen mir heute bevor. Somit brauchte ich mich auch nicht zu beeilen, es reichte, wenn ich irgendwann mittags in Rust wäre. Meinem Morgenmuffeldasein entsprechend nahm ich auch wirklich die letzte noch sinnvolle Möglichkeit, ins Burgenland zu kommen. Um 1/2 12 gings mit der Bahn aus Wien weg, in Schützen am Gebirge stieg ich in den Bus und war um 5 nach 1 in Rust. Tadelloses Wetter gabs, wie angekündigt, eine Jacke brauchte ich den ganzen Tag nicht, erst abends, als ich auf den Zug für die Heimfahrt wartete. Gar aufregendes stand mir ja heute nicht bevor, und ich hoffte, wenigstens nicht die ganze Zeit am Radweg dahinwandern zu müssen, sondern wenigstens sohlenschonend auch angenehmeren Untergrund genießen zu dürfen. Insoferne gings eh gut los. Hinausgefunden aus Rust ging der ganze Weg zwischen Rust und Oggau angenehm auf einem Feldweg dahin.

Start aus Rust.
Zwischen Rust und Oggau.
Und dann bin ich auch schon gleich in Oggau.

Nach 35 Minuten war ich in Oggau und da begann einmal die erste lange Asphaltphase. Alleine 20 Minuten brauchte ich durch den Ort, vor allem durch die nicht enden wollende Seegasse bis dorthin, wo einmal die Kaserne in Oggau stand. Da zweigte ich nach links hinein in die Oggauer Heide, die mit einer kurzen Unterbrechung über Beton durchquert wird.

Vor mir liegt Donnerskirchen.

Vor mir kam Donnerskirchen schön langsam näher, der Blick nach links ließ etwas trüb Rax und Schneeberg erkennen, nach rechts konnte ich über Purbach schon mein Tagesziel Breitenbrunn erkennen.

Ein Blick nach rechts Richtung Purbach und Breitenbrunn.
Nach links ein etwas trüber Blick zum Schneeberg. Rechts unten die Kirche von Schützen.

An einem Kanal und einer anliegenden Buschzeile zweigte ich nach links zur Straße, die südwärts Richtung Mörbisch zieht (und über die mich der Bus nach Rust gebracht hatte) und ich musste nun diese ein Stück am anliegenden Radweg entlang in die Nordrichtung gehen. Über die Wulka bis zum Seehof, wo ich nach keinen 2 Stunden einmal kurz innehielt, heißt: Beine für einige Minuten durchhängen ließ.

Über die Wulka, knapp vor dem Seehof.
Kurze Pause beim Seehof.

Da war ich dann auch an der Bahntrasse der Pannoniabahn, die mir für den Rest des Weges grob, teilweise sehr grob die Route vorgeben sollte. So konnte ich auch den großen Bogen auslassen, den mir Radweg und meine Route vorgaben und ging das erste Stück hinter dem Seehof entlang der Gleise, erst noch auf einem Feldweg, dann wars ein Dahinstolpern an einem Ackerrand.

Abkürzer, auf eher keinem guten Weg, bzw. überhaupt keinem Weg.

Ich gelangte dann schließlich wieder auf meine Route, und auf der gings nun weiter asphaltiert bis zur Bahnhaltestelle Donnerskirchen, die sehr weit außerhalb des Orts liegt.

Richtung Donnerskirchen.
Bei der Haltestelle Donnerskirchen. 15.38 Uhr, der Zug fährt Richtung Wien.

Hinter der Haltestelle wechselte ich an die andere Seite der Bahntrasse und es ging angenehmer weiter.

Hinter Donnerskirchen darf ich wieder auf Schotterwegen dahinwandern.

Ein Schotterweg machte die Sache besser, ich kam zu einem Kanal und dann stand ich an – links von mir die Bahntrasse, vor mir der Kanal, der trockenen Fußes nicht zu überqueren war.

Da gehts nicht drüber.

Da gabs aber schon ein Wegerl, das durch den Buschstreifen an der Trasse zu den Gleisen führte, nur fehlte da die Markierung, ob ich denn schon jetzt die Gleise überqueren sollte oder doch erst später. Ich tippte auf zweiteres und lag falsch, wie meistens in solchen Momenten.

An der falschen Seite der Bahntrasse.

Ich blieb also nach dem Bahnbrückerl über den Kanal auf der gleichen Seite und wanderte weiter. Die Karte deutete mir dann doch, dass ich schon längst auf der anderen Seite hätte sein sollen, der Versuch über die Trasse zu gelangen, der aber scheiterte – auf der anderen Seite war da zunächst ein kleines Bacherl, unüberquerbar. Also blieb ich und dachte mir, dass da schon noch eine gscheiter Übergang kommen sollte, wenn nicht sollte ich schon an der Trasse entlang zum Bahnhof in Purbach kommen. So wars dann auch, nach ein paar hundert Metern konnte ich bequem die Trasse übersetzen und war bald wieder auf dem richtigen Weg und knapp vor Purbach.

Knapp vor Purbach.

Jetzt wieder auf dem Radweg zog sich das ziemlich und auch das Fußsohlenbrennen machte sich wenig überraschend nach schon einigen Asphaltkilometern bemerkbar. Knappe 3 km werden das gewesen sein, bis ich im Ort war.

Einwandern in Purbach.

Ganz gut fand ich in dem Gassengewirr durch den Ort und war beim Blick zur Kirchenuhr auch ganz überrascht, dass es erst 10 vor 5 war. Das konnte sich gar noch zum Zug um 17.47 in Breitenbrunn ausgehen, wobei ich eigentlich erst den eine Stunde später im Auge und geplant hatte. Also weiter flotten Schrittes auf dem Radweg.

Am Weiterweg von Purbach nach Donnerskirchen.
Hinter mir Purbach und der Sonnenuntergang.

Etwas hinderlich beim Weiterkommen waren die brennende Fußsohlen, die ein paar Mal Stehenbleiben erforderten.

Noch so ein farbenfrohes Rückwärtsfoto. Schon nach dem Schießstand zwischen Purbach und Breitenbrunn.
Dem Rückwärtsfoto ein Vorwärtsfoto entgegengesetzt.

Und so wurde es doch nichts mit dem früheren Zug. Ich konnte ihn beim Einfahren, Stehenbleiben, Ausfahren gut beobachten, als ich schon in der Dunkelheit knapp vor der Haltestelle war.

Auch wenn man da nicht mehr viel erkennt: in der Mitte die Haltestelle Breitenbrunn und da steht grad der Zug, hmpff.

5 Minuten später war auch ich dann dort. Und eine knappe Stunde Warten wollte ich jetzt auch nicht, also ging ich langsamen Schrittes zur nächsten Station weiter. Die liegt in Winden und ist nicht weit entfernt, so war ich schon um 1/4 7 da.

Ende in Winden am See.

Jois wäre sich vermutlich auch noch ausgegangen, aber zuviel Fleißaufgabe wollte ich auch nicht machen und dann vielleicht dem nächsten Zug nochmals knapp hinterherschauen.

(Wegstrecke: 26 km)

Trotz vielem Asphalt und den brennenden Fußsohlen war das heute schon ganz in Ordnung. Für den ganz guten Eindruck dürften das gute Wetter und die angenehmen Temperaturen gesorgt haben. Beide Varianten des Zentralalpenwegs im Osten habe ich jetzt durch, die Hauptroute über das Leithagebirge ist bei weitem die bessere. Mir fällt nichts ein, was für den Vorzug der Ruster Route sprechen würde. Von der Markierung her war es heute in Ordnung, bei weitem besser, als der Streckenteil zwischen Draßburg und Rust und teilweise auch schon zuvor. Ein wenig Auffrischung würde aber auch nicht schaden.

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