Zentralalpenweg 02 Tage 58 bis 60: Kappl – Mathon

Weiterweg am Zentralalpenweg, aber über einen Umweg – Ischgl will ich ja auslassen. Und wieder ist Gert mit dabei. Ein wenig zögernd zwar zuerst, denn das Wetter für die geplanten 3 Tage war nicht ganz so gut vorhergesagt. Aber ich wollte nach dem vorwöchigen Verschieben des 02er diesmal nicht wieder zurückziehen – und letzte Woche hätte es ja doch halbwegs geklappt, das Wetter wurde nicht so schlecht wie prognostiziert. Schließlich kam auch von Gert per E-Mail ein „sodale, hab jetzt urlaub angemeldet“ – gut so. Diesmal gings Sonntag nachmittags nach Tirol, mit Bahn und Bus über Landeck nach Kappl, und Montag wollen wir starten.

Wie gesagt, Ischgl will ausgelassen werden, weswegen wir unsere 02er-Route abändern, und es somit statt eines Abstechers in die Verwallgruppe eine größere Runde in der Verwallgruppe wird. Nächtigungen sind in der Darmstädter Hütte und der Konstanzer Hütte geplant und Mittwoch zum Abschluss der Weg über die Friedrichshafener Hütte wieder ins Paznauntal, nach Mathon. Am Dienstag soll das Wetter ganz schlecht werden, da sollten wir froh sein, wenn sich überhaupt der Weg bis zur Konstanzer Hütte ausgeht. Mal schauen, was daraus wird.

Tag 58 (13.08.2018): Kappl – Darmstädter Hütte

Ab Mittag war heute den Wetterfröschen zufolge mit Regen, später auch mit Gewittern zu rechnen, so wurde ich wieder davon überzeugt, ganz früh aus dem Haus zu gehen und uns auf den Weg zu machen. Der Weg zur Niederelbehütte sollte sich jedenfalls ausgehen, alles weitere bis zur Darmstädter Hütte hoffentlich auch noch, und auch trocken. Um 1/4 5 war Aufstehen angesagt, und auch unsere Hauswirtin war schon auf, um uns das Frühstück herzurichten – ganz große Klasse, kein Vergleich mit AV-Hütten. Um 10 nach 5 waren wir schon wieder auf dem Weg.

Kappl bei Nacht (© gtwo).

Zurück in den Ort mussten wir anfangs, etwas oberhalb des Ortes in Gruberau hatten wir unser Quartier. Der 02er zweigt knapp vor dem Dorfplatz an den westlichen Hang des Paznauntals. Da gings erst noch auf einer Straße dahin, schon ein paar Höhenmeter machend. Knapp vor dem Weiler Egg zweigt der Zentralalpenweg von der Straße weg, leider unmarkiert – eher zufällig und zum Glück taten wir da gerade einen Blick auf die Karte. Weiter gehts eine Zeit auf einer Forststraße relativ flach am Hang entlang an einer Kapelle, in einer Kehre an einer zweiten Kapelle vorbei.

Vorbei an Kapelle Nr. 2. Hell wirds auch schon.

Bald danach zieht die Forststraße schon in das Tal des Sessladbaches hinein und unser Weg zweigte nur ein Stück nachher in einen Steig, der parallel zum Bach hinein in die Verwallgruppe zieht. Und der Steig gehts gleich ziemlich scharf an auf seinem Weg zur Unteren Sessladalm.

Hinein in den Steig zur Unteren Seßladalm (© gtwo).

Schön langsam wurde der uns zuerst umgebende Wald lichter, und schließlich ließen wir ihn bis auf noch einzeln herumstehende Baumexemplare hinter uns.

Am Weg entlang des Sessladbachs in Richtung der Unteren Seßladalm.

Hier gabs dann Heidelbeeren en masse. Die waren grad von der Größe und dem Geschmack richtig durch – Grund genug, uns immer wieder zum Stehenbleiben zu animieren.

Laufend Heidelbeeren naschend. Und die Sonne hat uns auch bald.

Nach einem letzten steilen Hang erreichten wir die Untere Seßladalm, und die war zu unserer (positiven) Überraschung bewirtschaftet.

Wir erreichen die Untere Seßladalm.
Die Untere Seßladalm (© gtwo).

So gabs um 1/4 8 Uhr Milch- und Kaffeepause und wir blieben gute 15 Minuten an diesem schönen Platz.

Blick von der Alm ins Paznauntal.
Und in die andere Richtung. Zur Niederelbehütte. Der Gipfel im Hintergrund ist die Rugglespitze.

Das Wetter sah noch tadellos aus, die Niederelbehütte war von hier aus schon zu sehen und durch eine wunderbare Gegend zogen wir zur Hütte weiter.

Es geht weiter in Richtung Niederelbehütte (© gtwo).
Die Niederelbehütte kommt näher.

Zunächst auf der Zufahrtsstraße zur Oberen Seßladalm, ein paar Mal wird dieser über Steige ausgewichen. Als die Zufahrtsstraße Richtung der oberen Alm führt, gehts zur Niederelbehütte noch einen letzten steilen Hang über einen steinigen Steig hinauf.

Ein Rückblick.
Ein Vorausblick – die Niederelbehütte.

Um knapp nach 1/2 9 standen wir vor der Hütte, wo gerade eine Menge Leute in Richtung Darmstädter Hütte aufbrach.

Massenaufbruch von der Niederelbehütte (© gtwo).

Auch unser nächstes Ziel war die Darmstädter Hütte, nur wussten wir noch nicht, welchen Weg wir einschlagen sollten. Der Hoppe Seyler-Weg über die Kieler Wetterhütte und das Schneidjöchli kam in Frage, wie auch der Sepp Jöchler-Weg über das Seßladjöchli und den Kartellspeicher. Der Zentralalpenweg führt über den Hoppe Seyler-Weg, aber wir hatten auch den für Nachmittag zu erwartenden Regen in unsere Überlegungen miteinzubeziehen. Eine erste Vorentscheidung gabs gleich bei den Wegtafeln am bei der Niederelbehütte liegenden Sess-See. 4 1/2 Stunden vs. 6 1/2 Stunden für den Sepp Jöchler-Weg.

Argumente: 4 1/2 vs. 6 1/2 Stunden.

Wir machten aber zunächst Pause in der Hütte, in der grad Putzstunde war und wir verzogen uns mit unseren Getränken auf die Terrasse – herrliche Gegend da.

Hier sind wir richtig.
Balkonausblick in Richtung Rugglespitze und Seßladjoch (© gtwo).

Als wir uns dann um schon nach 9 wieder abwanderbereit machten, interviewten wir noch den Hüttenwirt – und der riet uns dringend davon ab, jetzt noch in den Hoppe Seyler-Weg zu starten. Das ginge sich bis zur Darmstädter Hütte vor dem Regen keinesfalls mehr aus, und bei Regen sollte man tunlichst nicht auf diesem Weg unterwegs sein. Damit war die Entscheidung gefallen und wir zogen los in Richtung des Seßladjochs.

Es geht weiter von der Niederelbehütte.
Dahin, wohin der Pfeil zeigt: Ins Seßladjoch.

Zuerst schön gemächlich anziehend neben dem Sess-See und entlang eines von der Seßladspitze herunterziehenden Kamms.

Niederelbehütte mit Sess-See.

Nach einer guten 1/4 Stunde des angenehmen Bergaufsteigens plötzlich ein lautes „ScheiXX“ hinter mir, und Gert war schon auf dem Rückweg zur Hütte – er hatte sein Telefon dort liegen lassen.

Zuerst geht es gemächlich bergan.

Der Weg entlang des Kamms wurde schön langsam immer steiler und auch schön langsam zog ich weiter, während mir Gert, auch schön langsam, wieder näher kam.

Es wird steiler am Weg zum Seßladjoch.
Noch ein, und nicht der letzte Rückblick – weils so schön ist (© gtwo).

Der Weg zog dann nach links in den vom Seßladjoch herunterziehenden Kessel und nach einer letzten grasigen Geländestufe wurde das Umfeld immer blockiger.

Und wir erreichen das unter dem Joch liegende Blockkar.

Durch ein großes Blockfeld zogen wir also hin zum letzten Anstieg in das Joch, der sehr steil über erdigen Boden hinaufzieht.

Durch das Blockkar kommen wir dem Seßladjoch näher.

Um 10 vor 11 waren wir schließlich im Seßladjoch und mit 2749 m auch auf dem höchsten Punkt unserer diesmaligen Tour.

Ins Seßladjoch.

Der Ausblick vom Joch war ziemlich super, retour Richtung Niederelbehütte, wie auch auf die Gegend rund um die auch schon auszumachende Darmstädter Hütte – Kartellsee, Kartellspeicher, Kuchenspitze, Küchlispitze, usw.

Blick retour zur Niederelbehütte.
Blick voraus: Links Kartellsee, unten Kartellspeicher. Gipfel hinter dem Kartellspeicher von links nach rechts: Küchlspitze, Kuchenspitze, Faslfadspitze. Und wer genau schaut, findet auch die Darmstädter Hütte.

Zeit für genug Pause war auch, und die fiel durchaus lange aus, obwohl ungetrübt wars nicht mehr – Wolken zogen schon herum, das mit dem kommenden Regen dürfte wohl stimmen. Im Joch trafen wir dann die ersten von der Darmstädter Hütte losgegangenen Leute, am Abstieg zum Kartellspeicher sollten uns noch einige mehr begegnen.

Abwärts vom Seßladjoch.
700 Höhenmeter Abstieg zum Kartellspeicher (© gtwo).

Der Abstieg selbst beginnt steil und bleibt weitgehend steil.

Abwärts zum Kartellspeicher.

In vielen Serpentinen gehts bergab, aus dem zunächst steinigen und gerölligen Weg wird schließlich ein Weg über Almflächen und vorbei an ein paar Kuhherden waren wir um Punkt eins bei der am Speicher vorbeiführenden Schotterstraße.

Bald sind mehr als 700 hm Abstieg hinter uns gebracht – bevor es nochmals etwa 350 aufwärts geht.

Mir wars egal, aber Gerts Wunsch entsprechend blieben wir auch auf der Straße auf unserem Weg zur Darmstädter Hütte.

Da hinein ans Ende des Moostals geht es noch.

Rundherum wurde es schon immer dunkler, sollte uns der Regen noch erwischen, wäre das sicher angenehmer, als der am Hang der Faselfadspitze führende Fußsteig. Einen etwas lichteren Moment nutzten wir, vor allem ich, dann noch für einen Kaloriennachschub – ich hatte seit in der Früh nichts mehr gegessen. Was aber nicht so eine gute Idee war – denn bald nachdem wir wieder aufbrachen, gings mit dem Regen los.

Der Regen hat uns mittlerweile erwischt. Der Küchl- und der Kuchenspitze entgegen.

Und das nicht zu knapp, glücklicherweise aber ohne Blitz und Donner. Bald war der Rucksack regenfest gemacht, die Regenjacken übergezogen und wir wanderten auf der Straße der Hütte entgegen.

Schaut nicht mehr weit zur Hütte aus, zieht sich aber noch ein wenig.

Ging ganz flott, bloß die letzten Kehren der Straße zogen sich ein wenig. Um 1/2 3 hatten wir die Hütte erreicht, die war trotz des angekündigten schlechten Wetter so gut wie voll belegt.

Die Darmstädter Hütte ist erreicht.

Bis vermutlich morgen Mittag heissts nun Ruhen, denn bis dahin soll der Regen bleiben. Dann sollte es weitergehen, zumindest bis zur Konstanzer Hütte.

Wegtafeln bei der Darmstädter Hütte.
Rechts der Mitte das Seßladjoch – da kamen wir heute her.
Links der Mitte das Schneidjöchli – da kommt der Hoppe Seyler-Weg von der Niederelbehütte daher (© gtwo).

(Wegstrecke: 16 km)

Tag 59 (14.08.2018): Darmstädter Hütte – Konstanzer Hütte

Zumindest vormittags sollte es heute noch regnen, so machten wir uns keine Eile in der Früh, hatten keinen Wecker gestellt und ließen uns um ca. 1/4 7 von der langsam ins Haus kommenden Aufsteh- und Aufbruchsunruhe wecken. Auch danach hieß es mal eher abwarten – immer wieder gabs draußen ordentliche Schütterer, ringsum sah man nicht wirklich viel.

Abwarten und Herumsandeln.

Es hieß, den richtigen Moment zum Weitergehen zu erwischen – bis zur Konstanzer Hütte hatten wir heute ja nur einen recht kurzen Tag geplant. Und das wieder nicht auf der offiziellen 02er-Route, etwas weiter ausweichen wollten wir: die 02er-Route führt nämlich von der Darmstädter Hütte zurück in Richtung Schneidjöchli und zweigt am Weg dorthin über die Doppelseescharte nach Ischgl ab. Der von uns zuerst angedachte Ludwig Dürr-Weg über das Rautejoch zur Friedrichshafener Hütte kam des schlechten Wetters wegen auch nicht in Betracht – aber auch der angeblichen Schwierigkeiten wegen im Bereich des Übergangs vom Kuchlferner in das Joch ließen wir das in der Schlussplanung lieber bleiben.

Um 9 Uhr gehts dann doch weiter.

Ein paar Leute waren schon im Regen aufgebrochen, wir hielten den richtigen Moment erst um etwa 9 Uhr, aber eh früher als gedacht, für gekommen, der Regen wurde etwas weniger. Also wieder regenfest gemacht und weiter gings. Unser Weg führte uns auf dem sog. Apothekerweg zunächst in Richtung des Kuchenjöchlis, vorerst auch noch mit kaum Sicht.

Um 9 Uhr gehts los von der Darmstädter Hütte.

Aber es wurde besser. Der Regen hörte ganz auf und auch ein bißchen Sicht gabs bald wieder, zumindest in die nähere Umgebung.

Die Sicht wird ein wenig besser. Am Apothekerweg Richtung Kuchenjöchli.

Zwischen Faselfadspitze und Kuchenspitze zogen wir am Apothekerweg ansteigend gegen des Joch hin. Recht gemütlich ansteigend, die wirklich steilen Meter kamen erst knapp vor dem Kuchenjoch. Bis etwa zur Abzweigung des Steigs hinauf zur Faselfadspitze meist noch in grünem Gelände, dann taucht man vor dem Schlussanstieg in das Kuchenjoch in ein Blockfeld ein.

Es wird steiniger und blockiger. Über der kleinen Schneezunge links das Kuchenjoch.

Da gehts in einem Bogen unterhalb des Scheibler flach dahin, bevor sich der Hang aufstellt. Über sehr steile erdig-schuttige, teilweise weiter blockige Passagen gelangten wir an die heutige Herausforderung: eine drahtseilversicherte Stelle, die schon direkt in das Joch führt.

Erdig, schuttig, steil dem Kuchenjöchli entgegen.
Teilweise weiter blockig (© gtwo).

Diese Stelle war doch nicht ganz so leicht, erforderte Handeinsatz und ein bißchen Konzentration, war aber auch bald gemeistert – nicht ohne mir einmal beim Wegstarten in einen weiten Schritt die Kniescheibe am Fels anzuhauen.

Es geht an die seilversicherte Passage.
Gert, der Klettersteigler, zieht vor.
Ich kraxl hinterher (© gtwo).
Mittendrin.

Die Stelle hinter uns gebracht, gings noch ein paar flache Meter ins Kuchenjöchli, das wir um 11 Uhr erreicht hatten. Anders, als es einige Wegbeschreibungen noch bringen, berührt man hier den Großen Kuchenferner auch nicht mehr, der liegt weit weg vom Steig.

Die letzten flachen Meter ins Kuchenjoch.

Gut war bisher, dass auch der Fels schon trocken war, machte das vorhergehende Steigen doch um einiges einfacher.

Gleich gegenüber im Fasultal liegt der Patteriol.

Im Joch blieben wir nicht lange, es zog hier heroben recht kühl, wir gingen gleich den Abstieg in das Fasultal an. Recht steil, aber vollkommen unschwierig, zieht der Weg zunächst bergab, dreht dann nach rechts, Norden, an den Hang des Scheiblerbodens.

An den Hang des Scheiblerbodens Richtung talauswärts.

Recht bald nach dem Joch gabs Jausenpause, recht bald nach der Jausenpause fing aber auch leider wieder der Regen an. Hatten wir ja gestern schon knapp vor der Darmstädter Hütte – vielleicht sollte ich das mit dem Jausnen zwischendurch bleiben lassen …

Ein erster Blick zur Konstanzer Hütte.
Und ein Blick hinein ins Fasultal.

Viele flache Passagen sind auch da nicht dabei, bevor der Weg wieder die Westrichtung einschlägt und es in steilen Serpentinen schon hinein in Erlenwäldchen geht. Einige große Kiefern stehen da auch schon am Wegrand, und halten die Plätze unterhalb gut trocken, ideal für noch eine Rast. Schließlich erreichten wir wieder eine Weidefläche und über diese gelangten wir zum Steg, der über den Fasulbach führt.

Herunten im Fasultal.
Der Steg über den Fasulbach (© gtwo).

3 3/4 Stunden zur Friedrichshafener Hütte waren hier angeschrieben, was uns die kurze Überlegung einbrachte, ob wir vielleicht nicht doch gleich den Weg zur dorthin angehen sollten. Mit etwas mehr an Unterwegszeit sollten wir, ausgehend vom bisherigen Verhältnis zwischen den angetafelten Wegzeiten und unseren Gehzeiten in der Verwallgruppe, schon rechnen.

Rechts oder links? Lieber doch rechts.

Wir ließen es bei der Überlegung, hoben uns den Weg für den morgigen Tag auf, und gingen stattdessen die letzten 20 Minuten zur Konstanzer Hütte an. Bergab über eine Schotterstraße und zuletzt durch ein Waldstück erreichten wir um 3/4 2 die Konstanzer Hütte und waren wieder im Trockenen.

Um 3/4 2 bei der Konstanzer Hütte.

Lagerplatz bekamen wir noch, das in einem wunderbar geräumigen und bequemen Zimmerlager, die Hütte scheint aber ziemlich voll zu werden.

Das sehr bequeme Zimmerlager in der Konstanzer Hütte.

(Wegstrecke:  7 km)

Tag 60 (15.08.2018): Konstanzer Hütte – Mathon

Besser als gestern sah das draußen in der Früh aus – es regnete zumindest nicht mehr. Wolken zogen zwar noch genug herum, das sollte im Laufe des Vormittags aber auch besser werden. Damit stand dem Weg bis Mathon nichts mehr im Weg. Offenbar war die ganze Hütte schon um 1/2 7 frühstücken, da war der Gastraum bis auf den letzten Platz gefüllt. Um 1/4 8 machten wir uns auf den Weg von der übervollen, aber trotzdem ganz netten Konstanzer Hütte (teilweise schliefen die Leute auf Unterlagsmatten im Winterraum) und hatten den Weg in das und ans Ende des Fasultals vor uns.

Morgendlicher Aufbruch von der Konstanzer Hütte.

Zuerst mussten wir also zurück an die Wegkreuzung, von wo wir gestern von der Darmstädter Hütte hergekommen waren.

Durch das kurze Waldstück gleich bei der Konstanzer Hütte (© gtwo).

Dort gings diesmal für uns gerade weiter und den breiten Fahrweg hinein ins Tal.

Blick talauswärts über die Verwallalpe Richtung Arlberg und Lechtaler Alpen (© gtwo).
Hinein ins Fasultal und vorbei an der Abzweigung zur Darmstädter Hütte.
Rechts von uns thront, meist in Wolken, der Patteriol.

Der führte uns mal flach, mal ganz gut anziehend hinauf in Richtung Fasulalm. Bei der Wasserfassung des Fasulbaches wird der Fahrweg schmäler und es geht noch eine Stufe hinauf zur Fasulalm, während welcher nach rechts der Bruckmannweg über das Wannenjöchl zur Neuen Heilbronner Hütte abzweigt. Die Leute, die bisher vor uns hergegangen waren, bogen hier ab, und wir zogen alleine ins Fasultal weiter.

Zur Fasulalm.

Bei der Fasulalm endet der Fahrweg und es geht über einen Steig weiter.

Eine Stufe über der Fasulalm gehts wieder flach dahin.
Ein Rückblick ins Fasultal.

Über die Almflächen gehts stufenweise weiter, an einer großen Zahl von Zottelkuhherden vorbei und teilweise in Begleitung der menschlichen Almbevölkerung, die gerade mit der Zählung der tierischen Almbevölkerung beschäftigt war.

Tierische Begleitung im Fasultal – mal Zottelrind …
… mal Pferd (© gtwo).

Auch die ersten Leute, die von der Friedrichshafener Hütte gestartet waren, kamen uns hier entgegen.

Immer weiter dem Talschluss entgegen.

Gegen Ende des Tals beginnt der Weg stärker zu steigen und zieht in einem Bogen nach links Richtung Schafbichljoch.

Schließlich wirds steiler und steiniger (© gtwo).
Blick zum Schottensee und zum Fasulferner.
Und zurückgeschaut ins Fasultal – zwischen Patteriol und Kuchenspitze (© gtwo).

Das Joch hatten wir um 3/4 11 Uhr erreicht, knapp dahinter gings, schon mit Blick auf die Friedrichshafener Hütte an eine zweite Pause – die erste war bald nach der Fasulalm dran.

Im Schafbichljoch.
Wegtafeln im Schafbichljoch (© gtwo).
Weiterweg vom Schafbichljoch (© gtwo).
Bald dahinter ist die Friedrichshafener Hütte zu sehen.

Auch Blick ins Tal nach Mathon, unserem Zielort, hatte man von hier schon.

Da liegt Mathon. Noch mehr als 1000 Höhenmeter unter uns (© gtwo).
In die Silvrettagruppe hinübergeschaut. Links das Lareintal – über dieses will ich bei der Fortsetzung zur Heidelberger Hütte – rechts das Jamtal oberhalb von Galtür.

Von der Scharte führt der Weg dann relativ steil und schuttig bergab, die Passagen hatten wir aber ohne ein Problem bald hinter uns gebracht – der Übergang war jedenfalls wesentlich gemütlicher als jener über das Kuchenjöchli gestern.

Am schon angenehmeren Wegteil zwischen Schafbichljoch und Friedrichshafener Hütte (© gtwo).

Dann zogs nur noch am Hang entlang im leichten Bergab zu dem Kamm, der von der Hütte hinauf zieht, und wo sich die Wegteilung zur Heilbronner Hütte befindet – da geht der 02A von Mathon aus dem Tal führend an seine weitere Route.

Wegkreuzung oberhalb der Friedrichshafener Hütte (© gtwo).
Dorthin, zur Friedrichshafener Hütte, ists nicht mehr weit.

Bis hinunter nach Mathon hatten wir also nun den 02A als unsere vorgegebene Route. Um 12 waren wir bei der Hütte, und ließen es uns nochmals, weit länger als eine Stunde, ruhend, bei bester Aussicht und bei Gulaschsuppe und Schlutzkrapfen gut gehen. 10 nach 1 machten wir uns wieder auf die Socken hinunter ins Tal.

Nach langer Pause machen wir uns dann auf den Weg ins Tal.
Rückblick zur Hütte. Und rechts der Mitte Richtung Schafbichljoch.
Abwärts nach Mathon.

Der Weg zieht die Kehren der Zufahrtsstraße abkürzend steil bergab, um schließlich schon im Wald auf Höhe von Valzur nach links an den Hang zu führen.

Beim steilen Abwärtsweg ein Blick Richtung Galtür und das Jamtal (© gtwo).
Zuletzt gehts im Wald am Hang Richtung Mathon (© gtwo).

Wir erreichten dann eine Wiese oberhalb von Mathon, und ein Wegweiser wies uns hier direkt hinunter an die alte Straße durchs Tal.

Wir sind wieder herunten im Paznauntal.

Über diese errichten wir den Ort und fanden auch gleich die Busstation.

Und auf dieser Straße gehts die letzten Meter nach Mathon (© gtwo).
Am Ziel.

Knapp vor 3 wars, sehr gut ausgegangen für den vorgenommenen Bus um 15.11. Mit dem anfangs bummvollen Bus kamen wir nach Landeck, und mit dem Zug gings heimwärts. Wien hatte uns knapp vor 10 wieder.

(Wegstrecke: 13 km)

Trotz des nicht ganz so idealen Wetters ist sich alles so ausgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Schön wars, die Verwallgruppe ist jedenfalls einen Besuch wert.

Am letzten August-Wochenende hätte ich wieder vor, weiterzukommen – am Wochenende davor sind mit meinem Bruder Touren in den Hohen Tauern geplant. Diesmal bis Gargellen, das sollte sich in 3 oder 3 1/2 Tagen gut ausgehen. Allerdings wird da das Wetter nicht mitspielen, so wie es aussieht – also wirds wahrscheinlich das Wochenende darauf werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s