Landesrundwanderweg Steiermark Tage 3 und 4: Leutschach – Bad Radkersburg

Start in die nächsten 2 Tage auf meinem neuesten Landesrundwanderwegprojekt. Am 29.12. holte ich meinen letzten Tag am Burgenland-07er nach und landete in St. Anna am Aigen. Von da wechselte ich öffentlich nach Leutschach und so sollte es an den beiden letzten Tagen des Jahres über Spielfeld und Mureck nach Bad Radkersburg gehen. Wieder entlang der Markierung des Südalpenwegs, wobei ich allerdings am ersten Tag nach Spielfeld über die Weinstraßenroute gehen wollte, nicht wie bei meiner 03er-Begehung über Gamlitz und Ehrenhausen.

Da gehts lang.

Am Freitag kam ich nach einer kleinen Öffi-Odysee um 18.40 in Leutschach an. Mein Quartier lag ca 2 km außerhalb des Orts, nach einem Spaziergang dorthin war ich um 1/4 8 dort und wurde mit einem freundlichen „Sie sind jetzt aber net zu Fuass da?“ begrüsst.

Tag 3 (30.12.2017): Leutschach – Mureck

Morgendlicher Blick nach Leutschach.

Nettes Quartier, die Hausfrau sehr gesprächig in der Früh, somit kam ich erst um 1/4 9 Uhr weg. Waren zwar ein Haufen km heute, aber viele davon vollkommen flach, also machte das gar nichts. Dann gab sie mir noch einen Tipp, wie ich denn schneller nach Fötschach kommen sollte, wo ich wieder in den StLRWW bzw. den 03er einsteigen wollte. Statt rundherum auf der Straße einfach über den Hügel und beim nächsten Bauernhof durch und ich wäre schon da. Passte so auch. Ein schönes Stückerl musste ich trotzdem noch auf der Straße nach und durch Fötschach, dann bog ich links hinein zur Sturmkapelle.

Die Sturmkapelle oberhalb von Fötschach.

Hinauf in die Weinberge musste ich nun doch so an die 150 hm bewältigen.

Im Anmarsch zum Aufstieg in die Weinberge.

Über einen Forstweg erst am Waldrand, dann im Wald und über Wiesen, schließlich wieder am Waldrand gelangte ich in einen Graben, in dem es auf einem schmalen Steig hineinging. Da dreht der Weg dann nach rechts und steil hinauf.

Steil und rutschig bergauf. Da oben wartet aber schon die Sonne auf mich.

Damals vor fast 4 Jahren hats mich da am Weg hinunter einmal auf den Hintern gesetzt, auch heute hinauf rutschte ich ziemlich hin und her in einem Gemisch aus Eis, Nässe und Laub. Die steilen Meter hinter mich gebracht, landete ich auf einer vom Hof Tirsch kommenden Straße, ein paar weitere Aufwärtsmeter brachten mich an die Weinstraße.

Beim Hof Tirsch gelange ich auf Asphalt. Für länger.

Die für die nächsten Stunden zum allergrößten Teil meinen Weg vorgeben würde. Recht bald im Bereich des Wurzenbergs zweigt dann der Hauptweg des 03ers nach links nach Gamlitz und Ehrenhausen ab, ich blieb aber wie vorgenommen auf der Weinstraßenroute 03A.

Und es geht die Weinstraße entlang.
Rückblick. Rechts verschneit die Koralpe, links der Mitte die Hügeln mit der Kirche von St. Pongratzen.
Links der 03er nach Gamlitz, geradeaus über die Weinstraße nach Spielfeld.

Nächster auffälliger Punkt war der Bereich des Lubekogel, wo die Route kurz die Weinstraße verlässt.

Zwischen Wurzenberg und Lubekogel.

Hier gehts um einen kleinen Gupf herum, auch asphaltiert und wird da schon am Beginn dieser Fahrstraße vor dem Vorbeigehen am dort befindlichen Hof gewarnt.

Im Bereich des Lubekogels.

Man möge doch nicht an der am Hof vorbeiführenden Straße gehen, sondern rechts den Wanderweg benutzen, ansonsten Besitzstörungsklage und sonst noch was. Gut und praktisch auch, dass dieser Wanderweg wieder von Zäunen blockiert wird. Schließlich musste ich doch durch den Hof durch, ging nicht anders, Zäune und kein erkennbarer Wanderweg, sehr viel sorry. Von diesem kurzen Abstecher gings wieder bergab an die Weinstraße und weiter dahin an Gebell vorbei (erinnerte mich an Hühnergeschrei, einen Ort im Mühlviertel – in Katzenmiau war ich bisher noch nicht), und war bald beim Ghf. Mahorko.

Aussicht von der Terasse des Ghf. Mahorko.

Der ist bis März in Winterpause, am 19.11. war das Restlessen, wie angeschrieben war. Nach meiner Runde um den Mahorko gings noch ein Stück weiter auf der Weinstraße, bald danach aber rechts in eine schmale Nebenstraße im Hügelland und in die Streusiedlung Sulztal.

Durch Sulztal.

Vorbei am Buschenschank Trunk gings hier bergab mit einer zwischendurch unklaren Markierung. Die hätte mich, bzw. hat mich kurz auch in die Weingärten und in den Wald geführt, allerdings war da dann bald keine Markierung mehr – also wieder retour. Auf der Straße waren wieder welche, somit auf der Straße weiter bergab und in den Graben des Sulzbaches. Von hier musste ich wieder hinauf zur Weinstraße, das ging ich durch die Weingärten an, anstatt der Straße zu folgen. Über Wiesenwege zwischen den Gärten landete ich wieder an der Weinstraße bei Sulz.

Zwischen Weingärten nach Sulz.

Hier holte ich dann um 1/2 12 meinen Frühstücksrest aus dem Rucksack, der Magen rührte sich schon sehr. Auch zogs langsam von Westen her zu, es wurde auch gleich kühler, bis dahin ging ich meistens von der Sonne angelächelt. Regen oder gar Schnee sollten sich aber dann den ganzen Tag nicht rühren.

Von Sulz weiter entlang der Weinstraße.

Wieder gings jetzt einige km an der Straße entlang, einmal nach links über einen Waldweg ausweichend weiter am Wielitschberg vorbei.

Nach einem Abstecher in einen Waldweg wieder retour zur Weinstraße.

Bald danach ein letzter Ausweicher über einen angenehmen Wald- und Waldrandweg und ich landete dann schon in Graßnitzberg.

Richtung Graßnitzberg wird die Weinstraße abgekürzt.

Ab hier gings bergab Richtung Spielfeld. Durch die Siedlung Graßnitzberg durch hatte ich anschließend noch einen kleinen Wald zu durchqueren, an dessen Ende ich das Schloss Spielfeld schon vor und unter mir hatte.

Ich erreiche den Waldrand und habe Spielfeld vor mir.

Nach dem Hof Schopper traf ich wieder auf die von Ehrenhausen herkommende Hauptroute des Südalpenwegs. Dann war ich bald beim Schloss Spielfeld und an diesem vorbei kam ich in den Bereich des Bahnhofs.

Am Schloss Spielfeld vorbei.

Über die Gleise drüber war ich um 3/4 2 dort. Den hügeligen Teil hatte ich für heute nun hinter mir, vor mir lagen noch 14 flache km Flußwanderung. Am Bahnhof vorbei, übersetzte ich die Mur und bog rechts an diese ein.

Einbiegen an die Mur.

Zuerst gings noch auf einer asphaltierten Straße entlang, während welcher ich eine kurze Pause einlegte. Bei der Wisiakmühle hatte ich dann bis Mureck den Asphalt hinter mir gelassen. Die an der Wisiakmühle direkt vorbeiführende Schotterstraße darf wegen ‚Lebensgefahr‘ nicht betreten werden, bzw. dürfte man nicht – außer Kunden und jene, die zur Wisiakmühle gehören, für die besteht anscheinend keine Lebensgefahr.

Bei der Wisiakmühle. Ab hier wirds für 200 m lebensgefährlich.
Hier endet die Lebensgefahr.

Irgendeine Bedrohung konnte ich für mich nicht erkennen – die Markierungen des Murgrenzwegs weichen auch ans Murufer aus, die Markierungen des 03er direkt an der Mühle vorbei sind nach wie vor angebracht. Bald nach der Wisiakmühle gehts rechts in einen Steig direkt ans Murufer, der wird dann bis Murau eigentlich nicht mehr verlassen.

Bald nach der Wisiakmühle gehts ans Murufer.

Angenehm zu gehen, mal schmäler, mal breiter, mal durch typische Augegend, mal durch Wald, mal an ein paar Äckern vorbei und als einzigen markanten Punkten an der etwas vom Murufer entfernten Lichendorfer Mühle vorbei und zur Murfähre bei Weitersfeld.

Entlang der Mur.
Noch immer entlang der Mur. Nicht mehr weit zur Murfähre bei Weitersfeld.

Dann schon auf Höhe von Weitersfeld bei Poklitsch und hinter der Weitersfelder Murfähre dreht der Weg kurz nach links Richtung Weitersfeld, um den Schwarzabach und den Mühlbach zu überqueren, biegt aber gleich wieder entlang der Mur ein.

Bei der Weitersfelder Murfähre.
Kurzer Schlenker weg von der Mur bei Poklitsch.

Schön langsam wurde es dann dämmrig, schön langsam wurden meine Beine auch schon schwer, was kurz vor Mureck nochmals die Inanspruchnahme einer der mehreren entlang des Murwegs stehenden Rastbänke notwendig machte.

Letzte Kilometer an der Mur.

Zum Schluß schon auf einer breiteren Forststraße gehts in Richtung der Murecker Schiffsmühle und kurz vor dieser nach links hinein nach Mureck, das ich um 17 Uhr erreicht hatte. Einen gröberen Umweg machte ich noch, bevor ich zum Quartier gleich beim Bahnhof latschte – ich brauchte noch Essensnachschub fürs Frühstück, in meinem Quartier würde ich keines bekommen. Um knapp nach 1/2 6 bezog ich dann mein, wiederum gut erwischtes, und günstiges Quartier.

(Wegstrecke: 35 km)

Tag 4 (31.12.2017): Mureck – Bad Radkersburg

Auch heute waren keine Guten-Morgen-Außergewöhnlichkeiten notwendig. Einen Zug um 1/4 3 in Bad Radkersburg wollte ich erreichen, was sich mit dem ganz üblichen 8-Uhr-Abmarsch sicher ganz locker schaffen ließe.

Über den Mureck Hauptplatz.

Recht frisch war es in der Früh noch, auch war der Himmel noch wolkenverhangen, das sollte sich aber noch ändern, milde Temperaturen und Sonne waren angekündigt. 20 km standen mir heute bevor, den größten Teil davon an der Mur entlang bzw. durch die den Murauen anliegenden Dörfer und vor Bad Radkersburg am Hochwasserdamm. Also suchte ich mir in der Früh meinen Weg hinaus aus Mureck und wechselte knapp vor dem Grenzübergang an die Mur. Da gehts zunächst noch an einer Kläranlage vorbei, bald danach aber weg von breiteren Wegen und zwischen dem Austreifen und einem Acker und an einem Hof vorbei direkt hin an den Fluss.

Ich bin wieder an der Mur.

An dem gehts dann längere Zeit sehr angenehm dahin, u. a. vorbei am Zaun zum links von mir gelegenen Campingplatz beim Röcksee.

Weiterhin angenehmer Murspaziergang.

Schließlich dreht der Weg dann aber doch nach links von der Mur weg und bei einem Rastplatz trifft man auf einen breiten Wirtschaftsweg.

Abgang vom Direktweg an der Mur.

Der bleibt dann auch wieder länger die Wegunterlage. Bald kommt man vorbei am Murturm, ein derzeit abgesperrtes Metallungetüm, und weiter vorbei an einer Schottergrube und zu mehreren Baggerseen, den Maierteichen.

Zum Murturm.

Und mittlerweile rührte sich die Sonne auch, die Wolken waren gen Osten abgezogen und von Westen kam nichts außer blauer Himmel nach.

Vorbei an den Maierteichen.
Doppelt sonnenbeschienen.

Hinter dem letzten Baggersee war ich dann in Fluttendorf. Hier schwenkt der Weg gleich wieder in die Murrichtung und zieht weiter zwischen Wiesen, Äckern und Auwäldern dahin bis zur verfallenden Meinlmühle.

Durch Auwälder und über die Grießwiesen Richtung Donnersdorf.
Zur Meinlmühle.

Hinter der Mühle war ich dann gleich in Donnersdorf und hatte einen langen Straßenhatscher vor mir.

Donnersdorf. Gleich bei der Kapelle gehts wieder rechts und Richtung Dietzen.

Den ich mir allerdings recht bald unterbrach, und mich nach etwa 2 1/2 Stunden einmal für eine Kurzjause auf ein zur rechten Zeit und in der Sonne stehendes Bankerl knapp vor Oberau platzte.

Knapp vor Oberau. Flach und asphaltiert dahin.

Weiter gehts dann durch kleine Siedlungen beim Hof Binder und beim Madlhof vorbei bis nach Unterau und weiter nach Dietzen, wo ich knapp davor auch nochmals kurz rastete.

Das da vorne ist Unterau.

In Dietzen schwang ich mich auf den erst kürzlich sanierten Hochwasserdamm, der dann bis Bad Radkersburg führt.

Schon am Damm hinter Dietzen.

Ich kam am Badesee vorbei und kurz vor Bad Radkersburg wich ich nochmals nach rechts ans Murufer aus, wesentlich netter zu gehen als auf Straßen und Dämmen.

Vorbei am Badesee Bad Radkersburg.
Und nein, trotz heutiger Wärme war das keine gute Rastgelegenheit.

Am Ende der Muruferausweiche gehts über den Damm drüber und über Fußwege hinein nach Bad Radkersburg.

Nochmals auf einem Steig Richtung Bad Radkersburg.

1 Uhr wars, als ich in Bad Radkersburg einwanderte.

Um 13 Uhr erreiche ich den Beginn von Bad Radkersburg.

Durch den Kurbereich durch schaute ich einen Sprung beim Hermannschen Weitwanderstein vorbei – der erstrahlt im Vergleich zu meinem vorherigen Besuch hier ja fast in neuem Glanze.

Hermannscher Weitwanderstein.

Im Bereich des Kurparks waren bei Temperaturen von 14 Grad auch die Schanigärten gut besucht. Durch die Altstadt durch suchte ich mir meinen Weg zum Bahnhof, der mir vom Abschluss des 07ers hier vor fast schon 4 Jahren aber eh bekannt war. Zeitig genug für den geplanten Zug um 14.16 war ich am Bahnhof und über Spielfeld und Graz gings zurück nach Wien.

(Wegstrecke: 20 km)

Am zweiten Wochenende im Jänner werde ich wieder in die Wanderschuhe schlüpfen, und kann durchaus sein, dass ich da dann zurück nach Bad Radkersburg komme und den Weg Richtung Fürstenfeld und Hartberg angehe. Kommt darauf an, ob die milden Temperaturen den Böhmerwald schon wanderbar gemacht haben – die Fortsetzung der OÖ-Runde wäre die andere Möglichkeit.

3 Kommentare zu „Landesrundwanderweg Steiermark Tage 3 und 4: Leutschach – Bad Radkersburg“

    1. Naja, das glaub ich zwar nicht, aber trotzdem ein Preis, oder mehrere: Mitgehen bei den nächsten Etappen am StLRWW, 7 Tage Rupertiweg, ein paar Tage 02er hinter dem Kaunertal, je nach Wunsch, … 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s