Grenzlandweg 07A (Burgenland-Variante) Tag 4: St. Martin an der Raab – St. Anna am Aigen

Die heurige Weihnachten-Silvestertour sollte mich in den Süden führen -in den letzten beiden Jahren war ich ja jeweils im Norden unterwegs – im Mühlviertel und auch im Waldviertel. Diesen Winter wollte ich auf jeden Fall noch den letzten Tag der Burgenlandroute des 07ers nachholen. Das ist sich über das Jahr nicht ausgegangen, vor allem, da sich die An- und Heimreise für die eintägige Tour eher mühsam gestaltet hätte. Mittlerweile habe ich aber ja eine neue Unternehmung in der Steiermark im Laufen, den Steirischen Landesrundwanderweg, und da sollte sich Restlwandern am 07er und ein paar Tage Fortsetzung auf der Steiermark-Runde doch verbinden lassen. Gesagt, getan – am Donnerstag wollte ich nach St. Martin an der Raab anreisen, am Freitag nach St. Anna am Aigen wandern und anschließend öffentlich nach Leutschach kommen, von wo dann Samstag und Sonntag zwei weitere Tage Steirischer Landesrundwanderweg anstehen.

Am Donnerstag gings also mit der Bahn über Wr. Neustadt und Fehring nach Jennersdorf. Ein halbstündiger Fußmarsch nach St. Martin stand mir da noch bevor, aber glücklicherweise blieb da gleich am Stadtende von Jennersdorf wer stehen und nahm mich nach St. Martin mit. Auch gut so, da das Wetter heute nicht besonders war und ich mir ein erstes Naßwerden erspart habe. Morgen solls dann zwar kälter, tagsüber niederschlagsmäßig aber besser bis sehr gut werden.

Tag 4 (29.12.2017): St. Martin an der Raab – St. Anna am Aigen

Ganz früh musste ich heute raus, noch in der Dunkelheit war Losmarsch. Ich hatte in St. Anna am Aigen einen Bus um 1/2 3 zu erreichen, 29 km und laut Wegbeschreibung 7 1/4 Stunden vor mir. Ein klein wenig Reserve wollte ich auch noch haben. Also um 6 Uhr auf, und um 3/4 7 mit kleinem Frühstück aus der Konserve im Magen und der Stirnlampe in Lauerstellung gings los. Obwohl ich die ja vermutlich eh nicht brauchen würde, ging doch ein Anfangsteil der heutigen Etappe über Straßen. Vom Wetter her sah es in der Früh auch schon ganz gut aus – die Straßen waren zwar recht glatt, aber von Niederschlag keine Spur und es wirkte durchaus so, also ob sich da heute der blaue Himmel durchsetzen würde – war dann auch so. Es wurde ein traumhafter Tag, den nicht zu nutzen sehr schade gewesen wäre. In der Früh gings einmal hinein in den Ort St. Martin und zum Hauptplatz und dann, des Eises wegen, am Geländer hangelnd hinauf zur Kirche.

St. Martin an der Raab frühmorgens.

Dahinter dann noch ein paar Meter im Ort und ich ging auf der Straße in Richtung Eisenberg an der Raab. Das Ganze noch nicht auf der 07er-Markierung, dazu hätte ich gleich im Ort weiter Richtung Neumarkt und dann erst nach rechts in den Süden abbiegen müssen – wäre ein wenig ein Umweg gewesen. Auf der Straße gelangte ich im ganz sanften Bergan dann beim Rosenkreuz an die Kreuzung der beiden Straßen, hatte die 07er-Markierung bzw. vor allem die des Burgenlandweitwanderwegs wieder und war in Eisenberg.

Durch Eisenberg an der Raab.

Die auf einem Höhenrücken gelegene Ortschaft zieht sich nun ziemlich in die Länge, gute 2 km geht es entlang und trotz Kälte und Eis war es nicht glatt. Ein bißchen Rollsplitt, das Eis war recht rau und das gab ausreichenden Grip. Am Ende des Ortes zieht die Straße dann nach rechts hinunter in das Tal des Drosenbaches. Man könnte hier am Ortsende auch nach links abzweigen und, so sagts die Karte, auf Waldsteigen zum Dreiländereck gelangen. Da ich nicht wusste, wie der Weg beeinander war, und ich doch auch ein wenig Eile hatte, ging ich der Markierung nach.

Durch Oberdrosen.

Im Drosenbachtal gehts wieder an der Straße in Richtung Süden weiter, bald ist man in Oberdrosen und bald hinter dem Ort zweigt nun der 07er zum Dreiländereck von der Straße weg.

Abzweigung zum Dreiländereck.

Gleich landet man da im Wald und auf Forstwegen im Bergan gelangt man zu den Grenzsteinen.

Auf Forststraße Richtung Dreiländereck.

Dort angelangt, zieht der Weg gleich rechts weiter, ich machte aber den nicht allzu weiten Abstecher hin zum Dreiländereck. Eine kurze Runde um den großzügig angelegten Rastplatz, dann gings wieder retour auf meine Route.

Am Dreiländereck-Rastplatz.

Hier am Dreiländereck endet auch der Burgenlandweitwanderweg, der, wenn sie auch schon etwas verblasst sind, ausreichend Markierungen auch für 07er-Wandernde bietet. Ab dem Dreiländereck bis St. Anna wird der 07er alleine gelassen, ist auf dem Weg dorthin aber auch gut bezeichnet.

Es geht wieder in die andere Richtung.

Der Weiterweg war dann sehr angenehm zu gehen und da kamen mir auch einige Leute entgegen. Entlang des Kamms und der Grenzlinie gings entlang, fast immer schön flach und ich gelangte dann an den Waldrand, links Wald, rechts Wiese.

Zum Gh. Lang.

Gleich danach befindet sich das Gh. Lang, ein (aber erst ab 15 Uhr) betriebenes Gasthaus in ziemlicher Einsamkeit. Gut, Kölbereck befindet sich in der Nähe, aber das besteht auch nur aus wenigen Häusern. Da marschierte ich jedenfalls um knapp nach 3/4 10 vorbei. Die Markierung führt hier mit einem Haken auch nach Kölbereck hinein, ich blieb aber auf meinem Weg entlang der Grenzsteine. Wenige 100 m später kommt die Markierung dann wieder von rechts daher.

Von rechts kommt der Schlenker nach Kölbereck wieder her.

Weiter gings entlang der Grenzlinie, erst weiter auf einem Forstweg, und man trifft auf einen Grenzübergang. Ab knapp davor gings wieder auf Asphalt und ich kam bald hinter dem verlassenen Zollhäuschen in den kleinen Ort Matjaševci, der wohl schon drüben liegt, gemerkt hab ichs nicht.

Es geht in den Ort Matjaševci.

Die Markierung ginge jedenfalls rechts am Ort auf einem Wiesensteig vorbei, den ließ ich aus und ging durch den Ort. Weiter auf der Straße kam ich dann beim Pelzereck zu einem Hof, wo der 07er rechts wegzweigt – ist hier nur recht zaghaft und unscheinbar markiert.

Richtung Pelzereck und Schneiderkogel.

Es geht hier jedenfalls wieder in einen breiten Waldweg um den Schneiderkogel herum, dem später noch, nicht unbedingt nötig, rechts in einen schmalen Steig ausgewichen wird.

Zwischen Pelzereck und Ghf. Mertschnigg.

Sobald sich Weg und Steig wieder treffen, ist es nicht mehr weit zum Ghf. Mertschnigg, der ebenfalls an einem Grenzübergang liegt – und auch geöffnet gehabt hätte, aber mein Bus um 1/2 3 ließ mich daran vorbeigehen. Und zwar 07technisch falsch – sogar die Markierungstafeln habe ich fotografiert und bin trotzdem nicht nach rechts abgezweigt.

Jener Wegweiser gegenüber dem Ghf Mertschnigg.

Aber eine Ausrede habe ich: in den von mir schon vor knapp einem Jahr ausgedruckten amap-Ausschnitten ist der 07er über Bonisdorf bezeichnet, tatsächlich geht er aber über Edelsbach, so auch die Wegbeschreibung des AV. Seit damals wurde die amap zwar richtiggestellt, ich hatte aber keine aktuellen Auszüge, sondern bloß im Kopf, geradeaus gehen zu müssen. Von der Distanz wars wohl egal.

Richtung Bonisdorf.

Ich ging jedenfalls die Straße nach Bonisdorf, wobei der in der amap bezeichnete Weg zwischendurch auch ein Stück links in den Wald wegführt, auch wieder ein angenehmes Stückerl.

Rein nach Bonisdorf.

Schließlich kam ich wieder auf der Straße nach Bonisdorf, wo ich um 1/4 12 war und mich sonnenbeschienen auf einem Bankerl auf dem ‚Hauptplatz‘ niederließ und Kalorien nachtankte. 10 Minuten Pause und ich war wieder auf dem Weg, jetzt hinunter nach Krottendorf (genau: Krottendorf bei Neuhaus am Klausenbach – wäre dafür, da noch ein ‚im Burgenland‘ anzuhängen), wieder auf der Straße.

Von Bonisdorf abwärts nach Krottendorf bei Neuhaus am Klausenbach (im Burgenland).

An der Kreuzung vor Krottenbach kam die ‚richtige‘ 07er-Markierung von rechts daher. Von Krottenbach, an dessen Ortsbeginn auch wieder einer der unzähligen geschlossen Gasthöfe verkümmert, gings hinauf auf den erhöhten Hügelrücken, der zwischen dem Tal des Klausbachs und dem des Limbachs liegt.

Über den Höhenrücken beim Wachtriegel.

Oben auf der Höhe zweigte ich von der Straße an den Waldrand und ging wieder auf knirschendem Eis weiter leicht bergan auf den Wachtriegel.

Abwärts in Richtung Kalch.

Dort zweigte ich nach rechts und es ging abwärts nach Kalch im Tal des Limbachs. Einen Höhenzug hatte ich hier noch vor mir, bzw. 2, da St. Anna selbst ja wieder auf einem solchen liegt.

In Kalch.

Von Kalch ginge der 07er auf der Straße hinauf nach Sichauf, ich ließ mich von einem in der Karte eingezeichneten Weg im Wald überreden, der Straße auszuweichen und in einem Rechtsbogen vorbei am Rotterberg hinauf zur nächsten Dreiländerecke zu kommen.

Nach ein paar steilen Schritten gelange ich auf den vom Rotterberg herkommenden Kamm.
Die nächste Dreiländerecke.

Ein paar steile Schritte waren da dabei, dann war ich wieder bei meinen heutigen häufigen Wegbegleitern, den Grenzsteinen und knapp hinter dem Dreiländereck bei den ersten zu Sichauf gehörenden Häusern.

Die ersten Häuser von Sichauf.

Da gings nochmals bergab in einen Graben und wie es kommen muss, raus aus dem Graben und nochmals und letztmals für heute bergan – auf die Höhe, auf der St. Anna liegt.

Von Sichauf noch einmal grabenwärts, dann gehts zuletzt hinauf nach St. Anna.

Um 1/2 2, also dann doch viel zu früh war ich in St. Anna – hätte ich mich noch mehr beeilt, wäre sich um 10 nach 1 sogar noch die vorletzte Möglichkeit, heute noch nach Leutschach zu gelangen, ausgegangen. So schlenderte ich noch durch Ort und dann abwärts zur Busstation. Da lag gleich ein Gasthaus daneben, wo ich meine heute noch nicht gemachte Einkehr nachholte.

St. Anna am Aigen.

Danach klappte alles wie gewollt, und ich fuhr heute noch nach Leutschach, von wo es dann morgen und übermorgen 2 Tage am Steirischen Landesrundwanderweg weitergehen soll.

(Wegstrecke: 29 km)

Damit sollte ich dann den Ostösterreichischen Grenzlandweg samt aller seiner Varianten geschafft haben. Und die Burgenlandroute kann ich dabei durchaus empfehlen, für schöne Herbst- oder Wintertouren, oder fürs Aufwärmen für die diversen Sommerprojekte. Viele schöne Waldwanderungen, vor allem aber die ‚Besteigung‘ von Burgenlands Höchstem, dem Geschriebenstein und den jetzt absolvierten ganz südlichen Teil möchte ich da hervorheben. Einige lange und wenig berauschende Straßenhatscher sind halt auch dabei, die langen Geraden hinter Rechnitz oder die Durchquerung des Punitzer Waldes waren nicht gerade die Highlights.

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