Oberösterreich-Runde Tage 1 bis 3: Ostermiething – Antiesenhofen

Anfangs gleich wieder die Geschichte vom „Eigentlich hatte ich vor, […]“ – nämlich den Böhmerwaldrundweg weiterzugehen. Dazu hätte ich aber ein Quartier rund um Kollerschlag benötigt, und da war in den spärlichen Möglichkeiten an diesem Wochenende nichts zu kriegen. Der Weiterweg am Böhmerwaldrundweg ist somit auf wahrscheinlich Dezember verschoben.

Dafür: ein neues Vorhaben. Und zwar dachte ich mir schon vor etwa einem Jahr, dass es doch keinen OÖ Landesrundwanderweg gibt, also werde ich mir in näherer oder fernerer Zukunft meinen eigenen machen. Und das Projekt starte ich an diesem Wochenende. Viel bekanntes wird mir dabei unterkommen, Rupertiweg und Nordwaldkammweg auf jeden Fall, auch der Böhmerwaldrundweg oder (noch) unbekannterweise der Donausteig. Den Südteil, also südlich der Linie Innviertel – Strudengau hab ich mir noch nicht genauer angesehen. Für diesmal war die Frage, wo ich eigentlich beginnen sollte? Ganz im Westen kam in Frage, und die Runde im Uhrzeigersinn angehen, oder ganz im Osten und gegen den Uhrzeigersinn – Ostermiething im Innviertel hat eine Bahnstation, auch Sarmingstein im Strudengau. Allerdings wird Sarmingstein nicht gerade oft, und schon gar nicht wanderfreundlich angefahren – also Ostermiething und der Uhrzeigersinn.

Für diesmal ist damit zu einem großen Teil die Rupertiweg-Variante 10A dran. Hin und wieder werde ich meiner Planung gemäß ein wenig abweichen – stückchenweise die Via Nova benutzen und eventuell auch unmarkierte Wege ansteuern. Ziel für die ersten drei Tage ist Antiesenhofen, das auch schon Etappenort bei meiner Begehung der 10er-Variante war.

Tag 1 (18.11.2017): Ostermiething – Überackern

Die nächste „Eigentlich wollte ich“-Geschichte: Ach oder Duttendorf sollte eigentlich mein erstes Tagesziel sein. Dort fand ich aber kein Quartier, bzw. liegen die Achschen Preisvorstellungen über den smekischen, teilweise weit darüber. Womit dann eine Verlängerung der geplanten Etappe bis Überackern notwendig wurde, da fand ich im Ortsteil Mühltal was. Verkürzen, und in St. Radegund über Nacht bleiben wollte ich nicht, aus Wettergründen – für den ersten Tag brauchte ich nicht mit Regen rechnen, für morgen schauts allerdings schlecht aus und sollte daher der morgige Tag eher kürzer gestaltet werden. Zur Folge hatte das Ganze, dass ich früher weg sollte, oder musste, zumindest, wenn ich der Dunkelheit ausweichen wollte. Somit saß ich schon um knapp nach 1/2 6 in der Bahn nach Salzburg. Von Salzburg gings mit der Lokalbahn nach Ostermiething und meine heutige Wanderung konnte um 10 vor 1/2 10 starten. Viel Flußwanderung stand diesmal an, aber ich kannte ja die Strecke schon, und sie war mir gar nicht so schlecht in Erinnerung. Erst musste ich aber vom etwas außerhalb liegenden Bahnhof in den Ort und an der Kirche vorbei.

Durch Ostermiething.

Ein Stück bergab ist man an der nach Obernberg führenden Straße. Die wird gequert, und bald danach verlässt man Ostermiething auch schon.

Trübe Aussichten in Ostermiething.

Noch gehts auf einer schmalen Asphaltstraße dahin, nach einem kurzen gemächlichen Bergabstück zweigt die Markierung in die Au.

Hinter Ostermiething in Richtung der Au.

Ein breiter Gehweg durch die Au führte mich dann hin zum Fluß und schon bald zweigte ich nach rechts an die Salzach ab.

Einbiegen an die Salzach.

Einige Kilometer geradeaus folgten jetzt, es sollten nicht die letzten für heute, und morgen, und übermorgen sein. Bis zur Brücke über die Salzach bei Ettenau gings, zum Schluß auch nicht mehr auf zubetoniertem Weg, sondern unbefestigt.

Nach den ersten Flußkilometern bei der Ettenauer Salzachbrücke.

Angelangt an der Salzachbrücke und dem wenige-Häuser-Ortsteil von Ettenau mit geschlossenem Gasthof, kann man einerseits den Uferweg weitergehen, andererseits ein wenig vom Fluß weg und dann den Damm entlang Richtung St. Radegund.

Geschlossen.

Ich nahm andererseits, und folgte, nachdem ich über die Straße die Salzach verlassen hatte, dem Weg auf dem Damm.

Der Einstieg in den Dammweg.

Da gabs auch nicht viel anderes als geradeaus, ging aber flott dahin und ich hatte bald die Strecke bis zum Hof Schwaiger hinter mich gebracht.

Dammwandern. Rechts auf der Erhebung befindet sich St. Radegund.

Vor mir stellte sich dann die erste Steigung für heute auf – gute 70 Höhenmeter über dem Salzachbett liegt St. Radegund. Da tauchte ich in den Wald ein, und hatte momentan ein Problem, den richtigen Weg zu finden. Markiert ist hier im ersten Waldteil nicht gut. Rechts halten war jedenfalls richtig.

Während der 70 Höhenmeter hinauf nach St. Radegund.

Ich stieß dann auf die nach St. Radegund hinaufführende Straße, der Weg dreht hier nach links in einen Steig, der mich hinauf nach St. Radegund brachte.

70 Höhenmeter sind geschafft.

Punkt Mittag wars, als ich durch den Ort und hinaus aus dem Ort wanderte. Für danach bis nach Werfenau schon wieder an der Salzach hatte ich mir, da war mir hier ein längeres Straßenstück in Erinnerung, vorgenommen, einen nicht bezeichneten Weg durch den Oberen Weilhartforst rund ums Forsthaus Zenshaus zu gehen. Das klappte aber nicht ganz.

Wenige Minuten, dann verlässt man St. Radegund auch schon wieder.

Hinein in den Ort Schwabenlandl fand ich noch, auch noch die Abzweigung hinein in den Wald.

Am Rand der Freifläche rund um Schwabenlandl entlang.

Dann aber landete ich nach einer Wanderung durch den Wald nicht gewollt doch wieder auf jener Straße , die ich vermeiden wollte und an der Markierung des 10A – kartenmäßig konnte ich es nicht nachvollziehen.

Mittendrinnen im Oberen Weilhartforst.

Dazu hätte ich nämlich rechts abzweigen müssen – das tat ich aber nicht, hmmm. Wenigstens ein kurzes Stück Straße hab ich mir erspart, aber mit einem doch recht weiten Umweg.

Wieder weg von der Straße und Richtung Heilbründl.

Also ein kurzes Stück auf der Straße, dann zweigt der 10Aer nach links und geht erst eben, dann im Bergab zum Heilbründl.

Pause beim Heilbründl.

Bißchen mehr als 4 Stunden war ich schon unterwegs, pausiert hatte ich noch nicht, außer einmal ein Semmerl aus dem Rucksack geholt. Das machte ich nun hier – auch nicht lange, wie gesagt, die Dunkelheit lauerte. Vom Heilbründl gehts auf einer Forststraße bergab und wieder ans Salzachufer.

Wieder an der Salzach.

Die Via Nova als mögliche Alternative bleibt noch länger auf der Höhe und kürzt den Bogen, den die Salzach hier macht, über Wanghausen ein wenig ab.

Mehr als die Hälfte der heutigen Strecke warens schon.

Ich war wieder an der Salzach – kannte ich schon, nach dem Versuch vorher, blieb ich jetzt auf bekanntem Weg – und es folgten wieder mehrere lange Kilometer am asphaltierten Uferweg entlang.

Betonplattengehen entlang der Salzach.

Links von mir über dem Fluß tauchte erst die Kirche Marienberg, dann die ersten Türme der Burg Burghausen auf und dann erreichte ich um knapp nach 15 Uhr auch schon Ach.

Links Burghausen, rechts Ach, darüber Duttendorf.

Da musste ich dann wieder aus dem Salzachtal heraus, also in die zweite Steigung für heute. Wieder etwa 70 hm. Am Ende von Ach gehts dazu über steile Stiegen hinauf nach Duttendorf.

Ach und Burghausen von der anderen Seite. Und von oben.

Über kleine Gasserln erreichte ich die nach Braunau führende Straße. Die gings ein Zeiterl entlang. Bei Weng bog ich dann links von der Straße weg und ein.

Am Ortsende von Weng.

Nach der Durchquerung von Weng gehts wieder in den Wald und die kleine Asphaltstraße führt im Wald oberhalb der Salzach leicht bergab. Als ich den Wald verließ, zwischendurch gabs da einen kurzen, aber den einzigen heute, Schütterer, lag dann auch schon Überackern vor mir – und die heftige Dämmerung,

Ich verlasse den Wald und Überackern liegt vor mir.

1/2 5 wars schon. Im Ortsteil Berg nahm ich trotzdem noch auf einem Bankerl Platz, demselben wo ich im Februar letzten Jahres Jausenrast gehalten hatte, ging aber nach wenigen Minuten an den letzten Rest für heute.

Von Berg abwärts nach Überackern.

Hinunter nach Überackern, durch dieses an der Kirche vorbei durch, und schließlich auf einem Feldweg und schon in vollkommener Dunkelheit nach Mühltal.

Durch Überackern.

Kurz musste ich suchen, bevor ich den Hof, in dem ich mein Quartier reserviert hatte, fand – war auch schwierig, lag genau vor meiner Nase, als ich den Feldweg verließ und auf die hier führende Straße traf. Um 17 Uhr war ich da und konnte meine kleine Wohnung beziehen.

(Wegstrecke: 30 km)

Tag 2 (19.11.2017): Überackern – Bogenhofen

Eile hatte ich heute nicht, der Tag war mit 21 km recht kurz geplant, des Wetters wegen. Toll sahs auch nicht aus, es regnete aber in der Früh um 1/2 8, als ich aufstand, noch nicht. Frühstück wurde mir in die Wohnung gebracht, echter Luxus hier. Auch damit ließ ich mir Zeit und verließ erst knapp vor 3/4 9 die gute Stube und zog hinaus in die kühlen Temperaturen. Den Weg bis zum Inn-Salzach-Blickplatz wollte ich heute auf der Via Nova angehen, machte ich auch. Allerdings, so im Nachhinein, der Weg, den der 10A nimmt, ist der schönere.

Anfangs ein paar Schritte bergauf.

Für mich gings am Ende des Ortsteils Mühltal durch einen Durchgang zwischen zwei Häuser und dort in den einzigen heutigen Anstieg. 40 Höhenmeter auf einem Waldweg waren schnell erledigt, dann stand ich an einer Kreuzung der Straßen zwischen Braunau und Ostermiething und Schwand im Innkreis. Ein kurzes Stück gings Richtung Schwand weiter, bald aber zweigte ich nach links in eine Forststraße durch den Unteren Weilharter Forst ein und blieb auf dieser. Lange, sehr lange.

Bald danach kilometerlang geradeaus.

Schnürlgerade, ohne einen Wackler. Die ersten größeren Regentropfen waren dann auch schon immer wieder zu spüren, aber gut, damit hatte ich heute eh gerechnet. Nach ca. 1000 km geradeaus, schlenkert der Weg wieder an die Straße nach Braunau. Ich machte hier einen Abstecher zum Blickplatz, waren nur knapp 100 m ‚in die falsche Richtung‘, aber ein Foto für das Beitragsbild hier, konnte ich mir gut vorstellen.

Rastplatz Inn-Salzachblick.
Und der Ausblick von dort.

Weiter gehts dann oben, wieder der 10A-Markierung folgend, am Hang der Böschung zum Inn entlang weiter. Die erste Abzweigung von der Straße dort hinein, die ließ ich aus, unbeabsichtigt. Da der Weg aber zumindest anfangs nicht weit von der Straße abweicht, machte ich meinen Fehler bei der nächsten Möglichkeit wieder gut und ging nun durch den schmalen Waldstreifen zwischen Straße und Böschung.

Angenehm oberhalb des Inns dahin.

Angenehm gehts da dahin bis man zur Ratzlburg gelangt, ein Ruinenfundament einer Burg, die der Erzählung auf der gscheiten Tafel daneben bereits im 13. Jhdt. verlassen wurde.

An den Fundamenten der Ratzlburg vorbei.

Hinter der Ratzlburg gehts dann wieder hinunter auf das Niveau des Inn, das aber in durchaus sich dem Alpinen annähernder Manier. 40 sehr steile Höhenmeter, kammartig, und durch Laub und Wurzeln noch ein wenig erschwert.

Und an den kurzen knackigen Abstieg an den Damm.

Dann war ich am Beginn des Damms, der mich den Großteil des weiteren Tags begleiten würde.

Am Beginn der Dammwanderung (nicht ganz, bei 66,6 km beginnts) und bei Beginn des Regens.

Und in dem Moment fings auch zu schütten an. 5 lange Dammkilometer gings anschließend dahin, unter Einsatz des Regenschirms, bis zum Kraftwerk Braunau-Simbach, wo es dann auch zu regnen aufhörte.

Lange Dammkilometer. Aber schon nahe an Braunau dran.

Nach dem Schlenkerer um den Werksbereich weiter und die Innviertler Schnellstraße unterquerend, landete ich um 12 am Stadtbeginn von Braunau.

Gleich in Braunau.

Hier ging ich dann nicht der Markierung nach, denn es war erst genau Mittag, und ich wollte nach Braunau hineinschauen. Über eine steile Treppe durch die Stadtmauer kam ich in die Stadt und zog dann etwas ziellos weiter.

Über den Braunauer Stadtplatz.

Über den Kirchenplatz und Stadtplatz wanderte ich eine größere Runde, bis ich nach einer knappen Stunde an den Gleisen der Bahn nach Simbach und in der Nähe des Bahnhofs war. So und dann musste ich den Weg zurück zum Damm finden. Dazu folgte ich den Gleisen und an der Mattig ging ich nach links nach Norden weg.

Entlang der Mattig.

Entlang der Mattig gelangte ich also wieder an den Damm. Die letzten paar Kilometer folgte ich damit wieder dem Damm, der entlang eines Seitenarms des Inn führt.

Wieder am Damm zwischen Braunau und Hagenau.

Ein paar blaue Flecken am Himmel gabs mittlerweile auch schon, der Wind rührte sich allerdings kräftiger. Laufend und spazierend waren da auch schon einige Leute wieder unterwegs.

Rastplatz.

Einen am Wegrand stehenden Rastplatzunterstand nahm ich auch noch rastend mit.

Richtung Hagenau.

Zwischen Au und Feldern gelangte ich dann nach Hagenau, ging am dortigen Schloss vorbei und auf der Verbindungsstraße nach Bogenhofen eben dorthin.

Schloss Hagenau.

Um 3/4 3 war ich damit schon am Tagesziel, schon lange nicht mehr gehabt – und zog ins Schloss ein, wo ich bereits im Februar 2016 übernachtet hatte.

Und schon knapp vor 3/4 3 am Tagesziel in Bogenhofen. Links die Anlage rund ums Schloss.

Und da heute noch genügend Zeit übrig war, machte ich dann noch etwas, was ich auch gerne tue – Bahn fahren nämlich. Ich fuhr um 1/2 4 mit dem Zug nach Ried im Innkreis, und stärkte mich dort, in Bogenhofen selbst gibts nichts. Morgen gehts an den letzten Tag meines ersten Teilstücks meiner Runde um Oberösterreich. Antiesenhofen solls werden und von dort wirds wieder heimwärts gehen.

(Wegstrecke: 21 km)

Tag 3 (20.11.2017): Bogenhofen – Antiesenhofen

Mein heutiges Quartier: das Schloss Bogenhofen.

Früher als ich eigentlich vorhatte, musste ich heute auf. Frühstück gibts wochentags, heute war Montag, in Bogenhofen bloß bis 07.15 Uhr. Und will man nicht nur die Reste von den Tablets abbekommen, sollte man um 7 da sein, wurde mir gesagt. Also zu früh Frühstück, dafür gut und reichlich, und das obwohl ausschließlich in vegetarisch-veganer Form. Aber wie ich, als ich zuletzt hier war, schon geschrieben hatte – das Schloss Bogenhofen ist eine von einer christlichen Freikirche betriebene Einrichtung, mit Schule, Missionschule, theologischen Seminaren und Studien und sowas. Nichts, womit ich sonst auch nur ansatzweise was anfangen könnte, aber ein nettes Quartier gibts hier und auch vegetarisch lässt sich gut frühstücken. Damit war ich um 1/2 8 unterwegs, und hatte heute wieder zum allergrößten Teil bekannte Wege, und zum größten Teil Uferwanderung am Inn vor mir. Ein paar Kleinigkeiten wollte ich anders als der 10A angehen, etwa in Kirchdorf am Inn über Katzenberg nach Katzenbergleithen gehen und am Ende der Etappe von Reichersberg nach Antiesenhofen einen anderen Weg, jenen über die Via Nova einschlagen. Zu Beginn ging ich ein kurzes Stück auf der Straße retour, auf der ich gestern von Hagenau gekommen war, bog aber bald nach rechts und in die Nordrichtung ab.

Durch Aham gehts durch.

Bald war ich in dem kleinen Dörfchen Aham, wo dahinter am Rand einer Wiese der Weg wieder zum Inn führt.

Es geht wieder an den Inn.
Und einige Kilometer am Damm entlang.

Am Damm gings hier etwa knapp 3 km nach Frauenstein, genauer zur Staustufe Ering-Frauenstein und der anliegenden Burg mit Burgschenke.

Staustufe Ering-Frauenstein und Burg Frauenstein.

Nach etwa einer Stunde von Bogenhofen hatte ich die erreicht, hier dreht der Weg dann wieder vom Inn weg, nach Frauenstein hinein. Drinnen im Ort wird dann nicht nach Mining weitergegangen, sondern knapp vor dem Ortsende nach links abgezweigt. Ober- und Untersunzing waren die nächsten kleinen Orte, durch die ich kam.

Durch Ober- und Untersunzing gehts weiter.

In Untersunzing dreht die Straße nach rechts zur Straße zwischen Mining und Mühlheim, an welcher es dann für einige 100 m am nebenan führenden Radweg entlang ging. Bevor aber Mühlheim erreicht würde, gehts nach der Überquerung der Mühlheimer Ache wieder in Richtung Inn.

Über die Mühlheimer Ache.

Erst noch entlang der Mühlheimer Ache, macht der dann erreichte Dammweg einen Bogen nach rechts und zwischen Augebiet und einigen Lacken und alten Flußarmen zieht der Damm ca. 4 km in Richtung Kirchdorf. Die ziehen sich dann schon ziemlich. Mittendrinnen wollte ich da Pause machen, unfairerweise hat man da, wohl nicht bedenkend, dass ich auftauchen könnte, zur kalten Jahreszeit die Sitzflächen der Bänke entfernt.

Man will mich nicht pausieren lassen.

Erst gegen Ende dieses Stücks Weg am Damm war da eine vollständige Bank.

Endlich ein Bank mit Sitzfläche.

Die nahm ich und kaute die mir vom Frühstück mitgenommene Banane. Vom Damm dreht der Weg dann weg und ich erreichte Ufer, nicht das Ufer, sondern Ufer, so heisst dieser Ortsteil von Kirchdorf am Inn.

Rechts weg vom Damm gehts nach Kirchdorf.

Durch Ufer durch war ich um 11  gleich in Kirchdorf selbst.

Kirchdorf am Inn.

Hier hatte ich nun ein Abweichen vom 10A vor – in etwa auf der Via Nova-Route hinauf nach Katzenberg, ist wohl knapp einen Kilometer länger, als der direkte Weg nach Katzenbergleithen. Dazu gehts erst mal auf der Straße raus aus Kirchdorf.

Abzweigung auf den Feldweg beim Hof Friet.

Bei einem Hof, dem Hof Friet, zweigt die Markierung in einen Feldweg, der am Waldrand entlang führt und schließlich auf schmalem Steig die etwa 30 Höhenmeter hinauf auf die Erhebung, auf welcher das Schloss Katzenberg steht, führt. Oben gehts dann noch flach an der Böschung weiter in Richtung des Schlosses, dann versperrt ein Zaun den Weg. Die große Runde nach rechts wollte ich nicht machen, also ein wenig bergab nach links über die Böschung ausgewichen und unterhalb des Zaunes weiter.

Durchs Gemüse erreiche ich dann das Schloss Katzenberg.

Ein Steig ist da in der Karte noch eingezeichnet, aber nicht wirklich vorhanden. Durch recht dichtes Gemüse erreichte ich die das Schloss umgebende Mauer und fand auch einen unversperrten Eingang.

Schloss Katzenberg.

Also kurz durchs Gelände marschiert und dann wollte ich rasch an die andere Seite, wo der Weg wieder hinunter Richtung Inn ging. Da dann aber Pech gehabt: alles zu, Vorhangschlösser en masse. Also den ’normalen‘ Ausgang gewählt und dort über die Absperrung gehopst. Somit kam ich in einer größeren Runde auf den Güterweg, der hinunter nach Katzenbergleithen führt.

Nach der Katzenbergbesteigung gehts wieder an den Inn.

In Katzenbergleithen drehte ich wieder in die Innrichtung, nach einem Hof zweigte ich zum Fluss hin ab und hatte die nächste Dammwanderung bis knapp vor Obernberg vor mir. Erst mal aber pausierte ich hier nochmals kurz, es war 1/4 1.

Kurze Pause am Inn.

Das Kraftwerk Egglfind-Obernberg sah ich schon vor mir, die Länge bis dorthin konnte mich angesichts der schon absolvierten Dammkilometer nicht mehr erschrecken.

Die letzten Dammeter vor Obernberg.

Ging auch ganz flott, nach weiteren knapp zwei Dammkilometern war ich beim Badwirt am Beginn von Obernberg. Da verließ ich den Dammweg und ging über die Straße direkt hinein in den Ort.

In Obernberg am Inn.

Einen Supermarkt wollte ich hier aufsuchen, der am Hauptplatz, der wurde aber verlegt und zu suchen wollte ich aber auch nicht beginnen. Damit kein Nachschub, sondern erst knapp nach Oberberg den Rest aus meiner Essensbox.

Auf einem schmalen Weg oberhalb des Inns dahin. Vorne ist bereits Reichersberg zu sehen.

Hinter Obernberg führt der Weg an einer Industrieruine vorbei wieder an die Böschung zum Inn und an dieser entlang weiter, bevor es wieder abwärts und an den Fluß geht. An einer bevölkerten Kuhweide vorbei kam ich nochmals an den Uferweg und zog weiter Richtung Reichersberg.

Auf den letzten Uferkilometern. Für diesmal.

Die letzten Uferkilometer, bzw. den letzten Uferkilometer für diesmal, nochmals vorbei an einer Kuhweide, hatte ich bald hinter mir. Dann gings scharf nach rechts über eine Wiese und durch die Au an den Hang vor Reichersberg.

Durch die Au vor Reichersberg.

Ein paar Bergaufmeter wieder über eine Wiese brachten mich in den Ort. Am Stift kam ich diesmal nicht vorbei, irgendwie die falschen Gassen erwischt. An der Straße nach Obernberg traf ich dann aber auf die Markierung der Via Nova.

Durch Reichersberg.

Der 10A führt über Minaberg nach Antiesenhofen, den Weg hatte ich schon Anfang 2016 ausprobiert. Diesmal der Versuch über die Via Nova und lange Feldwege und die Ortschaft Münsteuer.

Über Feldwege Richtung Münsteuer und Antiesenhofen.

Nach Überquerung einer weiteren Straße gelangte ich auf Wege zwischen Feldern, wo zu achten ist, dass nicht immer die auffälligsten Wege zwischendurch auch die richtigen sind. Mit einem Hoppala dazwischen kam ich schließlich nach Münsteuer.

Erst erreiche ich Münsteuer.

Gleich daneben liegt Antiesenhofen, das ich über eine kurze Straßenverbindung erreichte.

Und ziemlich genau um 15 Uhr dann Antiesenhofen.

Um 3 war ich damit meinen Zielort. Gut getimed, mein Zug Richtung Attnang-Puchheim ging um 1/2 4. Am Weg zum Bahnhof ging sich daher noch der Abstecher in die Bäckerei und zu einer Topfentasche aus.

Und zum Abschluss der fast schon obligatorische Bahnhof: jener von Antiesenhofen.

(Wegstrecke: 32 km)

Wayne’s interessiert: alpenvereinaktiv.com spuckt mir eine Länge von 83 km, einen Anstieg von 418 hm und im Abstieg 500 hm aus. Nächste Zwischenziele auf meiner Runde sollten dann Wernstein, Kasten an der Donau und Oberkappel sein. Nach Möglichkeit im Dezember, aber quartiermäßig schaut es gar nicht gut aus, soweit es meine bisherigen Erkundigungen ergeben haben. Auch mein anderer Winterplan, die Böhmerwaldrunde wehrt sich gegen meinen winterlichen Besuch, auch da hindert mich kein Quartier in der Gegend von Kollerschlag am Weiterkommen – somit wurde schon das erste Dezemberwochenende unfreiwillig wanderfrei.

Also werden mich die nächsten Touren vielleicht doch nicht nach Oberösterreich führen. Was es sonst wird? Weiß ich noch nicht – eventuell Rundwanderwege in Niederösterreich oder doch der Beginn einer weiteren Landesrunde, die Steiermark lässt sich im Süden wohl auch im Winter ergehen.

6 Kommentare zu „Oberösterreich-Runde Tage 1 bis 3: Ostermiething – Antiesenhofen“

  1. Das war heuer mein „Season Opener“ mit Übernachtung in Obernberg. Wie war die Markierung nach Frauenstein? Das Stück durchs Land war bei meiner Begehung in Gegenrichtung gar nicht so einfach vong Orientierung her.

    1. Es ist meiner Erinnerung nach nicht gerade übermarkiert, aber ausreichend. Diesmal hab ich aber nicht so darauf geachtet – kannte den Weg da ja schon.

      Und was man so erfährt, wo du so überall warst (von wo bis wo warst da unterwegs?) … das darfst jetzt ruhig als kleine Andeutung deuten, dass dein Blog sehr verlassen wirkt 😉

    1. Sehr schön, gefällt mir. Ein gemeinsamer Bekannter hat mir vor ein paar Tagen davon erzählt, konnte deinen Beitrag bisher aber nicht finden … mein Unvermögen, einfach ins Menü zu klicken (◔_◔)
      Ich werd wohl schauen, dass ich immer sehr nahe an der Landesgrenze bleib. Und das Ganze wird bei mir aber sicher mindestens 2 Jahre in Anspruch nehmen 😉

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