Mödlinger Rundwanderweg 448 Tag 4: Sulz im Wienerwald – Weissenbach a. d. Triesting

Geplant hatte ich, die Reststrecke des Mödlinger Rundwanderwegs gemütlich einzuteilen und die restlichen 37 km auf 2 Tagestouren zu verteilen. Wie es aber hierzulande so ist, lässt sich das öffimäßig am Wochenende nicht so bewerkstelligen, wie ich mir das gedacht hatte. Somit nahm ich mir für diesen Sonntag den ganzen Restweg von Sulz nach Weissenbach vor, mit dem Hocheck als höhenmäßigen Höhepunkt dieses Rundwanderwegs.

Tag 4 (26.03.2017): Sulz im Wienerwald – Weissenbach a. d. Triesting

In der Früh klappte alles tadellos, aber eher zufällig. Zum Glück war einer meiner Wecker so gescheit, und berücksichtigte die Zeitumstellung und läutete zur rechten Uhrzeit. An mir selbst war die Tatsache, dass die Uhren heute um eine Stunde vorgestellt werden, spurlos vorübergegangen. Nun gut, alles war paletti und so gings mit dem Bus um 08.53 von Liesing nach Sulz – der nächste wäre erst 1 1/2 Stunden später gegangen, zu spät für die vorgenommene Strecke. Auch das Wetter versprach das Beste, und hielt auch, es blieb den ganzen Tag über blau. Ein bißchen frisch wars und ein kühler bis kalter Wind machte sich immer wieder bemerkbar. Um knapp vor 1/2 10 gings mit dem Wandern los. Nachdem das Finden des Weges aus Sulz hinaus gut geklappt hatte, war erstes Zwischenziel nach Sulz Buchelbach. Gleich hinter Sulz war ich bald im Wald und folgte kurz einer Forststraße, von der ich bald links abbog, und einen schmalen, streckenweise verwachsenen Waldweg nahm. Der brachte mich auf eine Wiese, und dahinter war ich gleich wieder auf einem schmalen Weg im dichten Geäst. Eine freie Fläche überquerte ich noch, dann gings steil hinab nach Buchelbach. Eine knappe Stunde benötigt man bis hierher. Durch Buchelbach gehts auf der Straße, die dann weiter nach Klausen-Leopoldsdorf führt. Knapp vor dem Ortsende zweigt die Markierung dann aber in das Tal des Münichbaches. Weiterhin auf Asphalt und es ging recht weit hinein in das Tal. Vor einem größeren Hof brachte mich eine …

… an die andere Seite des Münichbaches und auf einem schmalen Weg gings das Bacherl entlang. Nochmals die Seite gewechelt war ich nach einer kurzen Steigung wieder auf einem breiteren Weg, den ich beim nächsten alleine stehenden Haus wieder verließ und rechts in Richtung Wald abzweigte. Die hier führende Steigung war eine ziemlich rutschig-gatschige Angelegenheit, auch führte die Markierung knapp abseits des schön breiten Forstwegs auf einem mit Gehölz verlegten Weg – für Nachwanderer: man kann hier ohne Bedenken einfach gerade auf dem breiten Weg bleiben. Ich stolperte da halt hinauf, war schließlich auf einer Forststraße, die, Blick auf den Schöpfl voraus, mich wieder ein Stück bergab brachte. Nach einer Zeit gings wieder in einen schmalen Steig, der brachte mich hinunter nach Weidenbach, einem einsam im Wald stehenden Haus. Gleich hinter Weidenbach gings spitz rechts weg und über eine kurze steile Steigung in einen Graben, wo ich, nachdem ich den Graben nach links hin verlassen hatte, bald wieder auf einer Forststraße war. Die brachte mich dann bergab nach Hainbach und der Straße folgend weiter nach Klausen-Leopoldsdorf, wo ich um Punkt 12 war.

Hinter Klausen-Leopoldsdorf führte der Weg weiter unter der Autobahn durch in das Örtchen Dörfl und weiter in das Tal des Großkrottenbachs und durch die langgezogene Siedlung Großkrottenbach. Am Ende des langen Tals wartete wieder der Wald auf mich, wo ich an dessen Beginn eine erste längere Pause heute machte. Die Flachwanderung war dann auch bald vorbei, von der Forststraße zweigte ich nach links an den Hang des Rauchkogels. Am Ende der Steigung durch den Hochwald wurde es wieder gestrüppig. Richtung Kleinmariazell und das davor liegende Reitel-Graben gings auf einem teilweise sumpfigen Weg hinab. Die letzten Meter zur breiten Forststraße waren dann wieder gemütlicher und ab knapp vor Reitel-Graben war der Untergrund auch wieder betoniert. Durch Reitel-Graben gings durch und bald dann tauchte vor mir schon die Kirche von Kleinmariazell auf. Bei der ursprünglich vorgesehenen Teilung der heutigen Etappe in zwei wäre übrigens Kleinmariazell der geplante Teilungspunkt gewesen. Die nächste Pause hatte ich für Altenmarkt vorgesehen, also gleich durch Kleinmariazell durch und an die Straße zwischen Altenmarkt und St. Corona, die es die ca. letzten beiden Kilometer bis nach Altenmarkt ging. Dort dann die mir versprochene Pause um knapp vor 1/2 3.

Ein bißchen überlegt hatte ich hier dann schon, ob ich denn tatsächlich noch heute auf das Hocheck und dann hinunter nach Weissenbach gehen sollte, oder gleich nach Weissenbach hinaus. Gäbe es hier noch eine Bahn, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich den Gedanken in die Realität umgesetzt hätte – gibts aber nimmer und somit war der Gedanke nur kurz und ich nach 15 Minuten Rast auf dem Weg aufs Hocheck. Dazu ging ich zunächst an der Straße zur Kirche von Thenneberg und von dort über die bereits entgleiste Trasse der Leobersdorfer Bahn an den Hang des Hochecks. Nach dem letzten Haus, dem Fh Doppelhof, schraubte sich eine Forststraße mit bloß einer kurzen abkürzenden Unterbrechung eines schmalen Steiges den Hang hinauf in den Sattel zwischen Hocheck und Mittagskogel. Zwischendurch kam von links und von einer anderen Stelle im Tal ausgehend auch der Voralpenweg zu mir. Den Wildenauer Brunnen nutzte ich unterwegs nochmals für Wassernachschub. Vom Sattel gings dann nach rechts den Kamm teilweise ansprechend steil entlang bis hinauf zum Hocheck und dem anliegenden Schutzhaus. Das ist derzeit mal wieder unbewirtschaftet – falls wer Interesse haben sollte, es wird neu verpachtet. Nach einem Blick in den immer offenen Vorraum war ich um 1/2 5 wieder dahin, ging bis zum Sattel wieder retour und folgte anschließend neuen Wegen. Unterhalb des Mittagskogels über eine Wiese vorbei, gings anschließend auf einem Forstweg auf die Höhe der Prinzwiese. Dort drehte der Weg nach links und führte steil bergab durch einen Graben zur nächsten Forststraße. Die führt dann schon hinaus nach Eberbach, wird von der Markierung aber nochmals über einen schmaleren Steig abgekürzt. Bald langte ich dann in Eberbach ein und hatte dann noch einen weiteren Straßenhatscher bis hinaus ins Triestingtal zu absolvieren. Um knapp vor 3/4 7 war ich am Bahnhof in Weissenbach und hatte bis zu meinem Zug noch temperaturmäßig ziemlich frische gute anderthalb Stunden zu warten.

(Wegstrecke: 37 km)

Wieder einen Weg zu Ende gebracht. Schöne Wanderung durch den südlichen Wienerwald, gerade richtig für Großstadtleute wie mich, die im nahen Wienerwald nur recht selten unterwegs sind, um ein bißchen die nähere Umgebung zu erkunden. Und sicherlich auch ein Weg für jene, die mal ein wenig ins Weitwandern schnuppern wollen – ich kann mir vorstellen, dass man Lust auf mehr bekommt.

Für mich gehts an den nächsten Wochenenden dann wieder mit Mehrtagestouren weiter. Am nächsten Wochenende hat sich mein Bruder für mich Zeit genommen und wir werden am Voralpenweg fortsetzen. Alternatives Programm für das ursprünglich vorgehabte zweite Schneeschuhtourenwochenende. Die warmen Temperaturen haben die Schneeschuhe aber schon in den Sommerschlaf verabschiedet.

2 Kommentare zu „Mödlinger Rundwanderweg 448 Tag 4: Sulz im Wienerwald – Weissenbach a. d. Triesting“

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