Grenzlandweg 07A (Wechselvariante): Tauchen – Vorau

Endlich mal wieder ein Wandertag. Einiges kam mir in letzter Zeit dazwischen, so ging sich seit der letzten längeren Tour Anfang Februar lediglich ein Markiertag vor knapp zwei Wochen aus. An diesem Wochenende war auch nur ein Tag drinnen, und da sollte es mich neuerlich auf eine noch nicht begangene Alternativroute am 07er führen. Und zwar rund um den Wechsel, somit von Tauchen nach Vorau. Mit einem vorhersehbar schlimmen Ende – denn in Vorau geht, fast erwartbar hierzulande, kein öffentlicher Verkehr am Wochenende. Was bedeutete, dass als Tagesabschluss ein mehr als 12 km langer Straßenhatscher hinaus zur Wechselbahn und zur Hst. Rohrbach-Vorau anstand.

Wechselvariante (19.03.2017): Tauchen – Vorau (und Weiterweg zur Hst. Rohrbach-Vorau)

Und der letzte Zug ging sich dann heute auch nur ganz knapp aus. Aber mal von Beginn: Die erste Verbindung aus Wien in die Wechselgegend ging um 1/2 9 weg, mit einmal Umsteigen in Wr. Neustadt war ich 10 vor 10 in Tauchen.

Angekommen in Tauchen.

Berühmt war das Wetter nicht, leicht nieselte es, so wie es mit nur wenigen Nichtnieselunterbrechungen und auch mit einigen wenigen Zwischendurchschütterern fast den ganzen Tag über weiterging. Ein paar blaue Flecken gabs erst, als ich schon knapp vor Vorau war. Die Markierung führt gleich vom Bahnhof weg, diesmal aber anders als bei meiner Begehung der Hauptroute nicht Richtung Schaueregg und weiter hin zum Hochwechsel, sondern die ersten Meter mal an der Bahn entlang.

Entlang der Wechselbahn.

Bald gings rechts weg in den Wald und in 2 Kehren mit zwischenzeitlichem Rückblick nach Tauchen zur Wechselbundesstraße und unter dieser durch.

Rückblick nach Tauchen.
Rückblick nach Tauchen.

Dahinter gings ein paar Meter entlang der Bundesstraße, aber bald wieder ab in den Wald und auf einem Weg hinunter in den Graben der hier noch ganz schmalen Pinka.

Über die Pinka.

Auf einer schmalen, nicht ganz den besten Eindruck vermittelnden feuchten Holzbrücke gings über den Bach drüber und dahinter auf Forststraßen bzw. -wegen wieder hinauf.

Über Wiesenflächen knapp vor Baumgarten.

Vor Baumgarten gehts aus dem Wald auf eine Wiesenfläche und zur Straße nach Baumgarten.

Baumgarten wird rechts liegen gelassen.

Knapp vor dem Ort, der rechts liegen gelassen wird, zweigt die Markierung nach links und es geht wieder hinunter, weiter über Wiesen zur Hundsmühle.

Auf dem Weg zur Hundsmühle.

Da erreichte ich wieder eine schmale Straße und dieser folgte ich dann hinaus in Richtung Pinggau.

Hundsmühle.

Unter der Wechselbahn gehts durch und dann unterhalb der Trasse entlang bis in die Ortschaft.

Pinggau ist erreicht.

Gleich nebenan liegt Friedberg, auch dieses beehrt der 07er. Eine schmale steile Gasse brachte mich hier hinauf wieder zur Bahntrasse und hinter dieser war ich dann bald am Hauptplatz. 2 Stunden brauchte ich bisher. Die lange Wanderabstinenz war inzwischen auch vergessen, gut gings voran und vor allem: Es machte trotz bescheidenem Wetter viel Freude.

Friedberg, schon im Rückblick.

Hinter Friedberg wurde es dann noch besser – ein schmaler Weg führte mich in den Bärengraben.  Klammartig und an einigen alten Wasserbehältern und Quellen gings durch und vorbei.

Hinein in den Bärengraben.
Durch den Bärengraben.

Am Ende des Grabens stellte sich der Weg ein wenig steiler auf und nach ein paar Metern ziemlich steilen Pfades war ich auf den Wiesenflächen vor Schwaighof.

Hinaus aus dem Wald vor Schwaighof.

Über die Wiesenflächen drüber war ich bald in der kleinen Ortschaft und machte dort in einem Buswartehäuschen (1* täglich wochentags) um 1/2 1 ein paar Minuten Sitzpause.

In Schwaighof.
Und nochmals und ein letzter Rückblick nach Friedberg.

Weiter gings durch den Ort durch, am Ortsende dann links weg und folgend immer der schmalen Straße am Hang des Wechsels entlang. An mehreren großen Höfen vorbei, mal auf, mal ab, nie wirklich langweilig werdend.

Entlang der Ausläufer des Wechsels. Hier beim Hof Lehner.
Und ein Stück weiter beim Bierbauern.

Zwischendurch im Bereich der Streusiedlung Hohenau gabs dann mal auch wieder einen Abstecher ins Grüne und auf angenehmeren Untergrund, allerdings tauchte ich hier ein wenig in den Nebel ein, war ich doch bei etwa 900 m im höchsten Bereich meiner heutigen Tour.

Neblig ists.

Nach Durchquerung eines Grabens  machte ich knapp vor dem Hof Schützenhofer wieder eine kurze Pause.

Aus dem Graben heraus und zum Schützenhöfer. Und um die Ecke eine Rastbank zur rechten Zeit.
Aus dem Graben heraus und zum Schützenhöfer. Und um die Ecke eine Rastbank zur rechten Zeit.

Ab dem Schützenhofer gings wieder auf Asphalt an den verstreuten Häusern von Auerbach vorbei und ins ‚Zentrum‘ von Auerbach.

Durch die Streusiedlung Auerbach.

Auerbach verließ ich dann auf einem lehmigen Weg und war bald danach, um 1/4 3, auf der Anhöhe vor St. Lorenzen.

Auf die Anhöhe vor St. Lorenzen.

Die dortige Rastbank ließ ich wieder nicht aus, verdrückte mein letztes mitgenommenes Semmerl, bevor ich mich hinunter in den Ort begab. Da hatte ich mal wieder Orientierungsschwierigkeiten beim Hinausweg, der 3. Versuch war dann erfolgreich.

St. Lorenzen. Vom 07er-technisch gesehen falschen Ortsausgang.
Richtiger Ortsausgang.

Über einen Wiesenweg gelangte ich zu dem nach Wilfing führenden asphaltierten Güterweg. Vorau war noch weit entfernt im trüben Wetter auch schon ausmachbar.

Hinunter nach Wilfing. Und voraus in der trüben Suppe Vorau und der Masenberg.

Hinter Wilfing gelangte ich wieder auf eine Wiese, über die ich, wieder mit Orientierungsschwierigkeiten, in das Waldstück gelangte, in welchem es dann steil hinunter ins Lafnitztal ging.

Orientierungsprobleme. Nicht geradeaus, links weg gehts ab ins Lafnitztal.
Im Lafnitztal.

So steil wie es in das Lafnitztal hinunterging, gings aus diesem wieder heraus. Ich war dann auf dem Höhenzug zwischen Lafnitztal und dem Graben des Ofenbaches, somit gings gleich nach dem Hof Lindenbauer und Überquerung einer Straße wieder bergab.

Wieder heraußen aus dem Lafnitztal und vorbei am Lindenbauer.

Anfangs wieder mit leichten Orientierungsschwierigkeiten, aber bald angenehm hinunter in den Graben des Ofenbachs. Was hinunterging, musste wieder hinauf.

Im Graben des Ofenbachs.

Nach einer kurzen Steigung war ich auf einem Feldweg, der mich, ein angenehmes Rastbänkchen zwischendurch, in die Ortschaft Kottingdorf brachte.

Am Feldweg Richtung Kottingdorf.
Durch Kottingdorf.

Hinter Kottingdorf und einem kurzen Stück Weg über Wiesen hatte ich noch einen Graben vor mir. Hinunter gings in den Graben des Weißenbachs, der wurde über eine metallene Brücke übersetzt, und schon gings wieder hinauf.

Über den Weißenbach.

Über breite Waldwege gelangte ich an den Waldrand und hatte hier dann schon Vorau vor mir.

Noch ein paar Meter bergan.
Und schon liegt Vorau und der Masenberg vor mir.

Ein paar Minuten nach 5 wars schon, noch machte ich mir aber keine Gedanken darüber, ob ichs denn eiliger angehen sollte und schlenderte über Feldwege durch eine erste Siedlung hindurch und hinunter an den Ortsbeginn von Vorau. Nach einer kurzen Steigung schon auf einer Straße war ich dann in Vorau drinnen.

In Vorau.

Und der erste Straßenwegweiser nach Rohrbach verhieß nichts Gutes: 12 km und es war schon 1/2 6 vorbei. Mein Zug ging wie geschrieben um 19.50 – das hieß ab jetzt Beine unter die Arme nehmen und flotten Schrittes die Straße hinaus nach Rohrbach.

Letztes Foto – Stift Vorau im Rückblick vom Beginn des langen Straßenhatschers.

Mühsam, lang, viel Verkehr – und für einen Teil der Blechkübler wohl Rennstrecke. Dann, es war schon länger dunkel geworden, tauchten vor mir die Bahnbrücke und die Lichter von Rohrbach auf, und ich sah erstmals nach dem Aufbruch aus Vorau auf die Uhr. Ooops, 19.35 wars schon, meine Aussichten, den letzten Zug noch zu erwischen, schätzte ich in diesem Moment ganz schlecht ein, würde ich mich wohl noch auf Quartiersuche begeben müssen. Aber ich legte nochmals einen Zahn zu, fragte im Vorbeigehen an einer Tankstelle nach dem Weg zum Bahnhof, der mir zuvor auch nicht bekannt war, und war dann teilweise laufenden Schrittes um 19.52 beim Bahnhof. Zwei Minuten später, und mit zum Glück Verspätung war der Zug da und ich wie geplant um1/2 10 wieder in Wien.

(Wegstrecke: 29 km und ca. 12 km zur Hst. Rohrbach-Vorau)

2 Kommentare zu „Grenzlandweg 07A (Wechselvariante): Tauchen – Vorau“

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