NÖ Mariazellerweg 06 Tage 5 bis 7: Krems a. d. Donau – Friedersbach

Nachdem wir vor kurzem den oberösterreichischen Ast der Mariazeller Weges beendet hatten, steht für mich als nächstes der niederösterreichische an. Ganz fertig werde ich diesmal aber nicht werden. Drei Tage hatte ich zur Verfügung, zu wenig, um bis nach St. Martin zu gelangen. Tautendorf und Krumau als Nächtigungsorte standen fest, wie weit es am dritten Tag dann noch genau gehen sollte, wollte ich mir offen lassen. Friedersbach vor Zwettl wurde es dann.

Tag 5 (07.12.2016): Krems an der Donau – Tautendorf

Dem Bericht für diesen Tag kann ich wieder mal ein „Was für ein Tag“ voranstellen. Zuerst hatte mein Zug nach St. Pölten eine halbe Stunde Verspätung, was bedeutete, dass ich meinen geplanten Kremser Zug nicht erreichte. So war ich erst um 3/4 10 in Krems, eine Stunde später als gedacht. Um gleich bei dem zu bleiben, was heute alles schief ging: Richtung Egelsee wollte ich nicht über den 06er wandern, also nicht retour nach Stein und über die Donauwarte hin, sondern, schlau gedacht, auf den Spuren des Gr. Tullnerfelder Rundwanderwegs und damit Egelsee auf einer auch schon begangenen Strecke erreichen. Das ging aber komplett in die Hose. Ergebnis war, dass ich nicht nach knapp einer Stunde, sondern erst nach mehr als 1 1/2 Stunden in Egelsee eintraf. Das vorgenommene Frühstück im dortigen Gashof musste daher entfallen, war doch heute sowieso schon Dunkelheitswandern einkalkuliert und noch weiter verlängern wollte ich mir den Tag nicht.

Durch die Kremser Altstadt.
Durch die Kremser Altstadt.

Jedenfalls begann der Tag mit einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt von Krems. So 10 nach 10 begab ich mich in Richtung des Flusses Krems, dahin wo ich in Erinnerung hatte, daß ich damals am Tullnerfelder Weg nach Krems gekommen bin. Bloß eine entsprechende Markierung tauchte nicht auf.

Dann raus aus dem Kremstal.
Dann raus aus dem Kremstal.

So zweigte ich bei erster Gelegenheit hinaus aus dem Kremstal hinauf in Richtung Wachtberg und Kuhberg und zog bergan am Gasthof Schwarzalm vorbei.

Rückblick nach Krems und die südliche Donauseite.
Rückblick nach Krems und die südliche Donauseite.

Oftmals gings durch tiefe Hohlwege durch und ich gelangte dann zwischen Weingärten, wo mit dem Weg plötzlich Schluss war.

Oberhalb von Krems zwischen Weingärten hindurch.
Oberhalb von Krems zwischen Weingärten hindurch.
Da wo war dann Ende. Retour.
Da wo war dann Ende. Retour.

Retour, bei einer Wegabzweigung in einen ‚Privat’weg nahm ich Kurs Richtung unten und gelangte auf teilweise abenteuerlichen Wegen bzw. teilweise querfeldein nach Alauntal.

Alauntal.
Alauntal.

Der Aushang an der dortigen Busstation verriet mir, dass der Bus weiter nach Egelsee bloß eine Minute benötigt, weit konnte es daher nicht sein und so ging ich auf der Straße nach Egelsee.

Egelsee.
Egelsee.

Um 10 vor 12 hatte ich es erreicht und hier kam von rechts der Weg daher, den ich eigentlich nutzen wollte – ich war etwas ratlos, wie das denn gehen konnte. Aber ich dürfte den markierten Weg schon auch gekreuzt, aber nicht entdeckt haben. Seis drum, weiter gings in Richtung Senftenberg. Und auf dieser Strecke begann das, was schließlich zu meinem „Was für ein Tag“-Fazit führen sollte. Ganz miese Markierung – Wegekreuzungen, die eher nur ausnahmsweise bezeichnet waren – vielleicht gehts ja in die Mariazeller Richtung besser, aber auf die Gegenrichtung wurde schlicht vergessen. Die Wege selbst waren ja durchaus schön, oft tief laubbedeckt in Hochwäldern, dann wieder durch schöne Föhrenwälder, aber die Nichtmarkierung an Wegekreuzungen machte mich schön langsam unlocker und ließ mich für die Dauer der heutigen Wanderung Ungutes befürchten.

Markierungstafel bei der Schießstätte hinter Egelsee.
Markierungstafel bei der Schießstätte hinter Egelsee.

Von Egelsee gings jedenfalls zuerst bergab auf der Straße zur Schießstätte, hier dann in einer schönen Waldwanderung über eine Kuppe zum Forsthaus Waldhof.

Vorbei am Fh Waldhof.
Vorbei am Fh Waldhof.

Steil bergab in und steil bergauf aus dem Graben des Frauenbachs gings anschließend zu eben so einer Kreuzung und bald danach in die nächste.

Bergab in den Graben des Frauenbachs.
Bergab in den Graben des Frauenbachs.

Jeweils tauchten die nächsten Markierungen erst mehrere 100 m danach wieder auf, eine Wegbiegung war da auch jeweils dazwischen. Da gings an den beiden Kreuzungen für mich vor und zurück, rechts und wieder schüchtern vor. Die Karte verriet mir ja an sich die Richtung, wenn aber lange nichts kommt, wird man unsicher und schaut dann halt doch lieber.

Beide Wege führen nach Senftenberg. Am Beginn des Kamms über die Schatzwand.
Beide Wege führen nach Senftenberg. Am Beginn des Kamms über die Schatzwand.

Diese beiden Hindernisse bewältigt, erreichte ich schließlich die vor Senftenberg liegende Schatzwand, die Wanderung über diesen kleinen Kamm stimmte mich ein wenig besser.

Über die Schatzwand.
Über die Schatzwand.

In Senftenberg war ich 10 nach 1 und wollte eigentlich kurz einkehren, die trotz schönen Wetters recht tiefen Temperaturen machten nicht Lust, am Wegrand die Proviantbox zu leeren.

Und hinunter nach Senftenberg.
Und hinunter nach Senftenberg.

Die Suche war erfolglos, Gehsteige großteils heraufgeklappt, der eine Wirt, der Betrieb hat, sperrt in der Wintersaison um 13 Uhr zu – Pech, und wieder einige Zeit für die Suche gebraucht.

Senftenberg.
Senftenberg.

Um 1/2 2 also wieder raus aus Senftenberg, das nächste nicht weit entfernte Zwischenziel war Droß. Steil bergan, etwa 200 hm waren da erst zu bewältigen, erst auf der Straße, dann auf einem Kamm im manchmal hohen Laub.

Bergan aus Senftenberg in Richtung Droß.
Bergan aus Senftenberg in Richtung Droß.

Oben erreichte ich eine freie flache Ackerfläche und die nächste nicht, bzw. nicht ausreichend bezeichnete Wegkreuzung. Links statt rechts war ich unterwegs, und handelte mir so eine schöne Zusatzrunde und ein Wandern über Äcker ein.

Über Äcker nach Droß.
Über Äcker nach Droß.

In Droß war ich 10 nach 2 und hatte auch hier kein Glück, was ein offenes Gasthaus betrifft. Hier war heute Ruhetag, also wieder nichts mit Pause. Auf der Straße zum Schäferhof wird Droß verlassen, beim Hof gehts über eine Wiese und dann, ja, an eine Wegekreuzung.

Zum Schäferhof.
Zum Schäferhof.
Rückblick nach Droß.
Rückblick nach Droß.

Grün und Blau ist gut markiert, der 06er aber nicht. Ein Stück weiter fand ich eine rot-weiß-rote Markierung, die hätte mich aber in einer Runde retour nach Droß gebracht.

Eine jener Wegkreuzungen.
Eine jener Wegkreuzungen.

Zum Glück kam da bald ein älterer Herr auf seinem Spaziergang vorbei, der nahm mich nach meiner Nachfrage fast an die Hand – ich muß wohl schon einen leicht verzweifelten, sichtlich säuerlichen Ausdruck gehabt haben – und führte mich, mit dem Versprechen, die Gemeinde wegen einer besseren Markierung in Richtung Norden hin anzusprechen, zur nächsten, von der Wegekreuzung her nicht sehbaren 06er-Markierung. Der Weiterweg führte mich nun auf einem schmalen Steig an einem Hang entlang an den Ortsbeginn von Lengenfeld und zur dort führenden Kremser Straße, deren Lärm und Ausdünstungen mir über die nächsten paar km immer wieder das Wandervergnügen beeinträchtigten. Schön führte der Weg jetzt aber am Lengenfelder Bach entlang, der schon Ansätze des Zufrierens zeigte.

Im Tal des Lengenfelder Bachs.
Im Tal des Lengenfelder Bachs.

Der Weg zieht dann am Galgenberg langsam bergan bis zu einer Forststraßenkreuzung, die tatsächlich gut markiert war, und anschließend wieder flacher auf Waldwegen und näher an die Kremser Straße heran.

Schön zu gehen. Leider die vielbefahrene Kremser Straße gleich daneben.
Schön zu gehen. Leider die vielbefahrene Kremser Straße gleich daneben.

Die wird dann überquert und man gelangt zur von Langenlois kommenden Zubringerstraße. Gleich nach der Überquerung machte ich erstmals doch ein paar Minuten Pause, nach etwa 5 1/2 Stunden des Gehens waren Hunger und Durst und auch das Verlangen der Beine nach ein paar Minuten Unterbrechung doch schon zu groß. Weiter gings dann um den Spießberg herum, teilweise wieder in schönen Föhrenwäldern.

Im Bereich des Spießbergs.
Im Bereich des Spießbergs.

Und hinter mir machte sich um ca. 4 schon der Sonnenuntergang bemerkbar. Das hinderte mich aber nicht, nochmals einen mehrere 100 m-Vergeher einzubauen, an dem ich heute aber mal ausnahmsweise selbst schuld war. Im erst Ab, dann Auf gings weiter im Wald, dann erreichte ich die offene Fläche vor Mittelberg.

Knapp vor Mittelberg. Den Sonnenuntergang im Rücken.
Knapp vor Mittelberg. Den Sonnenuntergang im Rücken.

Um 1/2 5 startete ich meinen nächsten Einkehrversuch, und der war erfolgreich, der Wirt hier sperrte gerade auf. Würstel und 1 l Getränke waren schnell vernichtet.

Hinein nach Mittelberg.
Hinein nach Mittelberg.
In Mittelberg.
In Mittelberg.

Um 5 machte ich mich unter ungläubigem Blick der Wirtin, waren ja doch noch 13 km, wieder auf die Socken und das jetzt in vollkommener Dunkelheit. Stirnlampe war aber schon auf die Kappe montiert und meiner mittlerweiligen Routine beim Nachtwandern wegen hatte ich keine weiteren Bedenken. So mit höchstens 3 1/2 Stunden rechnete ich noch. Und ja, wie man sich irren kann. Schon bald nach Mittelberg nahm ich eine falsche Abzweigung, und als ich schließlich an diese zurückkehrte, waren 1 1/2 Stunden vergangen. Lange hoffte ich, auf meiner Runde zwar mit einem Umweg, aber doch auf den richtigen Weg zu stoßen – war auch so, aber ich glaubte nicht, dass die Markierungen, auf die ich traf, die richtigen waren, ich konnte sie auf der Karte keinem Punkt zuordnen. Und kehrte also um, um nach dem Neustart und schon auf dem Weg hinunter nach Kronsegg wieder auf dieselbe Stelle zu stoßen. Steil bergab gings von hier in keinen 20 Minuten hinunter und ich erreichte die Straße in Kronsegg, die direkt nach Schiltern führt. Den markierten, durch den Wald führenden etwas kürzeren Weiterweg ließ ich aus, war zuviel des weiteren Vergehensrisikos, und ging nach Schiltern auf der Straße. Aber mit Hoppalas und Ärgernissen war es das auch für heute, es sollten keine mehr folgen. Durch Schiltern spazierte ich knapp nach 7 bloß durch und drückte jetzt, seit Kronsegg eigentlich, ziemlich aufs Tempo – mein Bruder wäre zufrieden mit mir ;). Das Gelände um Schiltern war auch ideal dafür, erst leicht bergan, dann flach führte der Feldweg dahin zur Straße bei Reisert. Bald danach gings in den Wald und nach einer längeren flachen Passage abwärts in Kehren in das Tal des Kaltbaches. Dessen Übersetzungsstelle, eine Brücke bzw. einen Steg gibts nicht, musste ich ein wenig suchen, danach war ich bald bei der Teilung des 06ers und der A-Variante hinauf Richtung Tautenberg. Ich nahm den A-Weg, der Normalweg ist ein schmaler Steig mit laufend Furten über den Kaltbach und nachher den Stiefernbach – eher nichts fürs Nachtwandern. Mein Weg führte auf einer Forststraße recht ansprechend steil in einer großen Kehre aus dem Kaltbachtal hinaus. Da hatte ich dann bald wieder Ackerflächen vor mir und marschierte mit einer kurzen Pause, nach der meine Beine schon recht dringend verlangten, auf Feldwegen an Sechshütten und zwei weiteren Höfen vorbei. Bald nachdem der Normalweg von rechts daher kam, erreichte ich die nach Tautendorf führende Straße. Den letzten ca. km gings auf dieser entlang und ziemlich froh über das Tagesende erreichte ich mein Quartier um 20 nach 9. So spät wars bisher auch nur einmal in den letzten Jahren, und so rasch braucht das auch nimmer vorkommen. Toast und Radler bekam ich noch.

Endlich.
Endlich.

Morgen werde ich dann bei Rosenburg auf den Kamptalseenweg treffen, gute Aussichten, dass das dann mit den Markierungen auch in meine Richtung besser hinhaut.

(Wegstrecke: 30 km)

Tag 6 (08.12.2016): Tautendorf – Krumau am Kamp

Heute dann mal kein Streß. Schon in der Früh konnte ich mir Zeit lassen, erst um 8 Uhr war ich frühstücken – auch weil ich dem Wirt nach meiner gestrigen späten Ankunft nicht noch weiter mit frühen Frühstückswünschen nerven wollte. Allerdings nahm er es mir offenbar eh nicht krumm. Auch sonst sollte sich die heutige Wegstrecke leicht so ausgehen, dass ich nicht allzu spät in Krumau ankomme, vorausgesetzt die Markierungen sind auch nur eine Spur besser als am gestrigen Tag.  Außerdem lag in Krumau der Schlüssel für mein Quartier in einem Zeitungsfach bereit, somit konnte ich gar nicht vor verschlossenen Türen stehen.

Hinaus aus Tautendorf. Hinein in den Nebel.
Hinaus aus Tautendorf. Hinein in den Nebel.

Um 5 vor 1/2 9 machte ich einen Abgang und zog in den Waldviertler Morgennebel hinaus. Bis nach Rosenburg wars wenig erbaulich. Zu einem Großteil auf Straßen gings dahin, bloß zwischen bald nach Tautendorf und knapp vor Wolfshof wurde die Straße erst im Wald, dann über Feldwege zwischen Äckern und Höfen abgekürzt.

Richtung Wolfshof.
Richtung Wolfshof.

Hinter Wolfshof kam ich noch durch Etzmannsdorf, und eine 1/4 Stunde später tauchte dann schon auch die Rosenburg vor mir auf.

Die Rosenburg.
Die Rosenburg.

Es gusterte mich sehr nach Kakao, so ließ ich schließlich meine Nobligkeitsbedenken fallen und schlürfte im anliegenden Restaurant einen solchen. Um 10 nach 10 ging ich weiter, folgte aber nicht der Route nach Rosenburg hinunter, sondern ging an der Südseite des Kamp bis zur Rauschermühle.

Am Kamp entlang zur Rauschermühle.
Am Kamp entlang zur Rauschermühle.

Knapp vor der Rauschermühle gelangte ich dann direkt an den Kamp, der mein Begleiter für den Gutteil des heutigen Tages blieb. Bei der Rauschermühle übersetzte ich den Fluß und eine schöne Flußwanderung folgte.

Bei der Rauschermühle.
Bei der Rauschermühle.

Eine große Schleife rund um den sich an der Südseite des Flusses befindlichen Umlaufberg wurde jetzt direkt am Fluß ausgegangen.

Am Ende der Schleife stieß ich auf eine Forststraße, die brachte mich dann, durchaus steil, wieder aus dem Kamptal heraus.

Raus aus dem Kamptal.
Raus aus dem Kamptal.

Oben führte die Forststraße dann in Richtung flußaufwärts weiter, bis ein Steig wieder hinunter nach Steinegg wegzweigte.

Forststraßenwanderung. Und die Sonne zeigt sich.
Forststraßenwanderung. Und die Sonne zeigt sich.

Der Weg war einer der guten, ein breiter Gehweg, der mich gemächlich nach unten führte. Auch die Sonne erwischte mich hier, der Nebel war schon vor Rosenburg wieder verschwunden. Sie blieb aber nicht Dauergast, gänzlich durchsetzen konnte sich die Sonne heute nicht.

Hinunter nach Steinegg.
Hinunter nach Steinegg.

In Steinegg gabs einmal einen Gasthof, seit Anfang 2016 aber nimmer. Schade, der Zeitpunkt wäre der richtige für einen Mittagssnack gewesen, 1/2 1 wars gerade. Zu einer Draußen-Pause konnte ich mich noch nicht durchringen, war aber bald nach Steinegg soweit.

Da kam ich her. Da will ich hin.
Da kam ich her. Da will ich hin.

Nachdem ich die Straße in Steinegg entlang gewandert war, gings hinter ein paar Gärten vorbei und dann war ich wieder direkt am Kamp.

In Steinegg gehts wieder Richtung Fluss.
In Steinegg gehts wieder Richtung Fluss.

Erst noch auf einer Wiese dahin, gelangte ich bald in einen schmalen Steig, der mich in vielem Auf und Ab, mit der verdienten Mittagsjause zwischendurch, endlich zu einer Erhöhung brachte, wo ich wieder auf eine breitere Schotterstraße stieß.

Achtung, Zwischensteigung.
Achtung, Zwischensteigung.

Da gings bergab zur verfallenen Reithmühle und bald wieder in einen schmalen Pfad direkt am Fluß entlang.

Die verfallene Reithmühle.
Die verfallene Reithmühle.

Vor und über mir lag die Ruine Schauerstein, an dieser gings dann schließlich darunter vorbei.

Bald danach erreichte ich ein verfallenes Haus, wo ich meinen Beinen ein paar Minuten Ruhe gönnte. Über ein kleines über den Betzbach führendes Brückerl gelangte ich dann auf eine Forststraße, die mich bis schon fast bis nach Wegscheid brachte.

Das Brückerl über den Betzbach.
Das Brückerl über den Betzbach.
Wie lange der wohl noch steht?
Wie lange der wohl noch steht?

In Wegscheid war Einkehrpause dran, eine knappe halbe Stunde nahm ich mir Zeit.

Hinein nach Wegscheid.
Hinein nach Wegscheid.

Um 3/4 4 gings an den nächsten Straßenhatscher, erst durch Thurnberg und weiter etwa 10 min auf der Straße Richtung Tiefenbach im Bergauf bis auf die Höhe der Sperre des Thurnberger Stausees. Vor mir breitete sich der Stausee aus, der mit dem im Hintergrund gerade stattfindenden Sonnenuntergang ein schönes Bild ergab.

Auf einer Forststraße hinunter zum Thurnberger Stausee.
Auf einer Forststraße hinunter zum Thurnberger Stausee.

Länger gings ab da, links von der Straße weg, eine Forststraße bergab hinunter zum See und schließlich noch durch die Schattauersiedlung durch.

Thurnberger Stausee.
Thurnberger Stausee.

Beim letzten Haus der Siedlung endete die Straße und wieder gings in einen schmalen Steig. Auch bei Dunkelheit gut zu gehen, insbesondere da ich heute doppelt mondbeschienen wurde – von oben, wie auch aus der Spiegelung vom See her. Ich erreichte am Ende des Steigs wieder eine Siedlung, vor mir machte sich schon die Burg in Krumau breit. Ich hatte nicht mehr weit. Der Schlußweg nach Krumau bereitete mir dann das einzige Mal heute Schwierigkeiten, er sollte auf Wegen zwischen Äckern in den Ort hineinführen, da fand ich aber den Einstieg nicht. So ging ich die etwas weitere Runde über die Straße.

Krumau abends. Hauptplatz und Burg.
Krumau abends. Hauptplatz und Burg.

Um 1/4 6 war ich am Hauptplatz, ein Stück weiter bei meinem Quartier, wo der Schlüssel wie ausgemacht hinterlegt war. Bloß ein warmes Abendessen konnte mir Krumau nicht bieten – alles war zu.

(Wegstrecke: 32 km)

Tag 7 (09.12.2016): Krumau am Kamp – Friedersbach

Das ganze morgens. Hauptplatz und Burg.
Das ganze morgens. Hauptplatz und Burg.

Dritter und letzter Tag für diesmal. Bis wohin es genau gehen sollte, wußte ich wie gesagt noch nicht. Zwettl war etwas weit, Peygarten-Ottenstein etwas kurz, würde es wohl Friedersbach werden. So kam es dann auch. Heute ging ichs wieder um 8 Uhr an, hatte ich doch keinen Wirten milde zu stimmen. Einen kleinen Einkauf im Nahversorger später war ich dann auch schon am Weg hinauf zur Burg.

Rückblick zur Burg Krumau.
Rückblick zur Burg Krumau.

Dahinter gings wieder an den Kamp, vorbei am Krafthaus des Dobrastausees, und auf dessen Höhe in einen schmalen Steig direkt am Wasser entlang.

An den Kamp.
An den Kamp.

Nach einigen Metern des flachen Dahinwanderns dann etwas, womit man hier wohl eher weniger rechnet: eine kleine Klettersteigeinlage. So überraschend wars für mich dann aber doch nicht, gipfelrast-Gert war kürzlich am Kamptalseenweg hier und hatte sein Erstaunen schon kund getan, damit war ich vorgewarnt.

Klettersteigeinlage bei Krumau.
Klettersteigeinlage bei Krumau.

Bald nach dieser Einlage ging der Weg weg vom Fluß und über einen unangenehmen, weil von den Resten von Forstarbeiten noch voll verlegten Hang hinauf zu einer Forststraße, die dann im steten Bergauf nach Schmerbach führte.

Auf der Forststraße Richtung Schmerbach.
Auf der Forststraße Richtung Schmerbach.

Schmerbach war ebenfalls im leichten Bergauf zu durchqueren.

Durch Schmerbach.
Durch Schmerbach.

Bis zum Schloss Wetzlas gings weiter auf der Straße und nach einer kurzen nicht befestigten Passage an die Ortsdurchquerung von Reichhalms.

Schloss Wetzlas.
Schloss Wetzlas.

Schon vor dem Schloss Wetzlas, wie auch auf während der Feldwegwanderung hinter Reichhalms zog der Wind ganz schön – allerdings war es nach dem noch frostigen Morgen und auch im Vergleich zu den beiden letzten Tagen relativ warm geworden.

Auf Feldwegen hinter Reichhalms.
Auf Feldwegen hinter Reichhalms.

Ich tauchte dann wieder in den Wald ein und es ging hinunter in das Tal des Schloteinbaches. Da drinnen hatte sich die Kälte allerdings noch gehalten. Vor mir tauchte nach einer Zeit wieder der Kamp in Form des Dobrastausees auf.

Dobrastausee.
Dobrastausee.

Der Besuch am Kamp war hier allerdings ein kurzer.

Rastplatz.
Rastplatz.

Bald nach einer Erhöhung, die ich mir angesichts des dortigen Rastbankerls knapp vor 1/2 11 für meine erste Rast heute aussuchte, gings wieder ins Hinterland und hinauf zum Schloss Waldreichs.

Am Schloss Waldreich vorbeispaziert.
Am Schloss Waldreich vorbeispaziert.

Bald hinter dem Schloss zweigte der Weg wieder in den Wald und führt mich über eine Stufe steil hinunter in den Pfaffengraben und in diesem wieder an den Stausee. Daran entlang gings dann bis zur Ottensteiner Brücke über den Kamp.

Am Dobrastausee entlang hin zur Ottensteiner Brücke und der gleich dahinter gelegenen Ottensteiner Sperre.
Am Dobrastausee entlang hin zur Ottensteiner Brücke und der gleich dahinter gelegenen Ottensteiner Sperre.

Hinter der Brücke stellt sich der Hang ziemlich auf, auf einem schmalen Steig, schon oben auch über ein paar wohl schon vor langer Zeit in den Hang gelegte Stufen, geht’s da steil hinauf bis zur Wiese vor dem Hotel Ottenstein.

Steil heraus aus dem Kamptal, hinauf nach Peygarten-Ottenstein.
Steil heraus aus dem Kamptal, hinauf nach Peygarten-Ottenstein.

An dem geht’s anschließend vorbei bzw. durch die Anlage durch. Kein Platz für mich – Nobligkeitsgründe, mal wieder. Ein paar Schritte weiter kam ich drauf, dass ich hier eigentlich nach rechts und gleich wieder zum Kamp hätte abbiegen sollen, jetzt war ich allerdings schon auf dem Straßenweg nach Peygarten-Ottenstein, also blieb ich hier. War auch nicht mehr weit hinein in den Ort.

Hinein nach Peygarten-Ottenstein.
Hinein nach Peygarten-Ottenstein.

Das erste, und auf meinem Weg auch einzige mir unterkommende Lokal beehrte ich dann mit meinem Besuch. Um 3/4 12 kehrte ich ein und blieb ein bissl länger. Nicht unbedingt gewollt, aber mein Essen musste anscheinend erst eingeflogen werden. Knapp nach 1/2 1 kam ich wieder los, und es ging an den Ottensteiner Stausee. Noch kurz durch den Ort, dann steil hinunter und ich war wieder am Wasser.

Wieder am Kamp und dem Ottensteiner Stausee.
Wieder am Kamp und dem Ottensteiner Stausee.

An dem gings jetzt einige Zeit und sehr angenehm dahin. Bis dann die Brücke der Kremser Straße über den Stausee auftauchte.

Blick über den See zur Ruine Lichtenfels.
Blick über den See zur Ruine Lichtenfels.

Auf dieser Brücke überquert auch der Mariazeller Weg den Kamp und ein Stück geht’s anschließend auch an der Straße entlang. Lange zum Glück nicht, allerdings führt der Weg danach parallel und nicht weit von der Straße weiter. Erst ein Stück später geht’s wieder in Richtung eines Seitenarms des Stausee, dort hinunter wo der Friedersbach in den Stausee mündet.

Wieder unten an einem sumpfig-dreckigen Seitenarm des Stausees.
Wieder unten an einem sumpfig-dreckigen Seitenarm des Stausees.

Am Friedersbach geht’s dann auch auf einer Forststraße entlang wieder hinauf zur in den Ort Friedersbach führenden Straße. Auf der absolvierte ich meine letzten Meter für diesmal.

Gleich am Tagesziel Friedersbach.
Gleich am Tagesziel Friedersbach.

Knapp vor 2 war ich an der ersten Busstation im Ort. Keine Überlegung mehr, ob es noch nach Zwettl weitergehen sollte. Heim gings dann mit dem Bus nach Zwettl und weiter nach Krems, und von dort mit der Bahn heim.

Warten auf den Bus.
Warten auf den Bus.

Kein günstiges Vergnügen so eine Busfahrt, wäre wohl besser gewesen, ich wäre von Zwettl mit dem Bus hinauf nach Göpfritz zur Franz Josefsbahn gefahren. Für das nächste Mal Zwettl weiß ich es dann.

(Wegstrecke: 23 km)

Es bleiben dann etwa anderthalb Tage auf dem Weg nach St. Martin bzw. zum Nebelstein. Für diese werde ich wahrscheinlich nicht extra ins Waldviertel fahren, sondern gleich an einem der vielen am oder um den Nebelstein beginnenden Wege fortsetzen. Was, hab ich auch schon im Auge, mehr dann, wenn es soweit ist. Meine nächsten Wandertage wird es entweder in der Woche vor oder der Woche nach Weihnachten geben.

3 Kommentare zu „NÖ Mariazellerweg 06 Tage 5 bis 7: Krems a. d. Donau – Friedersbach“

  1. Keine Sorge, die Markierungen zwischen Autendorf und Senftenberg sind von Norden kommend auch nicht viel besser… 😉

    Kleine Ergänzung: Der Weg am Stiefernbach ist kein „schmaler Steig“ mehr sondern durchgehend ein Karrenweg/Traktorspur. Trotzdem nix fürs Nachtwandern, da gibt’s garantiert nasse Füße – wir waren froh über den zugefrorenen Bach.

    P.S. Respekt für diese Tagesetappe!

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