Zentralalpenweg 02 Tage 35 bis 37: Grünsee – Kürsingerhütte

Auf in den Weiterweg am Zentralalpenweg, und zwar vom Grünsee weg. Eine kurze Lücke bleibt damit zwischen der Amertaler Scharte und dem Grünsee, aber der Aufstieg zum Grünsee über die Amertaler Scharte würde vermutlich 5 Stunden oder mehr in Anspruch nehmen, dafür waren die Zeitreserven am Einstiegstag zu knapp. Insgesamt war der Weg bis zum Krimmler Tauernhaus geplant, ganz so weit kamen wir allerdings nicht.

Tag 35 (26.08.2016): Grünsee – St. Pöltner Hütte (und Zustieg vom Felbertauerntunnel Südportal)

Wie angekündigt, strahlte das Wetter heute, somit beste Voraussetzungen für den Zentralalpenweg. Eine lange Anreise stand vor uns, und die haute nicht wie vorgesehen hin. Ein Triebwagenschaden beim IC Richtung Schwarzach-St. Veit bei Hallein bewirkte, dass wir 1 Stunde später als gedacht in Mittersill waren, somit war für uns heute kein Bus zum Matreier Tauernhaus mehr erreichbar. Also mussten wir von Mittersill mit dem Taxi durch den Felbertauerntunnel.

Zusammenpacken beim Felbertauerntunnel Südportal.
Zusammenpacken beim Felbertauerntunnel Südportal.

Aus dem Taxi stiegen wir beim Südportal des Tunnels, konnten so aber einige Höhenmeter über dem Matreier Tauernhaus starten – als kleine Entschädigung gewissermaßen für die Taxirechnung.

Auf den ersten Metern.
Auf den ersten Metern.

Um 1/2 5 starteten wir zunächst in der prallen Sonne in weiten Kehren über dem Tunnelportal auf einer Forststraße bis zum Venedigerblick, wo, der Name verräts, der Großvenediger am Ende des Gschlößtals auftauchte.

Der Großvenediger taucht auf.
Der Großvenediger taucht auf.

Hier verließen wir die Forststraße, zogen flach über eine Alm und weiter über eine Steilstufe vor dem Grünsee.

Über Almfläche zur Steilstufe zum Grünsee.
Über Almfläche zur Steilstufe zum Grünsee.

Dann die böse Überraschung: bei der dortigen Hütte, auf der wir übernachten wollten und die im Hüttenverzeichnis als Selbstversorgerhütte mit AV-Schloss (den hatten wir mit) war bzw noch immer als ganzjährig geöffnete Selbstversorgerhütte ausgewiesen ist, waren 4 Leute, die uns sofort erkennbar machten, dass wir hier nicht erwünscht wären, und uns zu schleichen hätten, denn sie hätten die Hütte für diese Woche exklusiv gebucht und machten hier Party.

Grünseehütte.
Grünseehütte.

Nach einem doch heftigeren Wortwechsel, und wir hatten nicht Lust auf zwidere Leute und weiteren Wickel, zogen wir also um 1/2 7 noch in Richtung St. Pöltner Hütte weiter.

Ungeplant gehts weiter.
Ungeplant gehts weiter.

Kühler wars in der Zwischenzeit schon, der Wind meldete sich auch.

Am Grünsee.
Am Grünsee.

Am Grünsee vorbei führte der Weg dann steiler zum Schwarzsee hinauf, an diesem angenehm flach vorbei und es ging an die nächste Steilstufe zum Grausee.

Vorbei am Schwarzsee.
Vorbei am Schwarzsee.
Und schon über dem Grausee.
Und schon über dem Grausee.

Dort drehte der Weg nach links und nochmals steil gings in die Messelingscharte, wo uns mein Bruder telefonisch noch bei der hier schon sichtbaren St. Pöltner Hütte ankündigte.

In der Messelingscharte.
In der Messelingscharte.

40 Minuten sollte es von hier noch hinüber dauern.

Der Weiterweg von der Messelingscharte. Zwischen links Tauernkogel und Mitte Weinbichl liegt die St. Pöltner Hütte.
Der Weiterweg von der Messelingscharte. Zwischen links Tauernkogel und Mitte Weinbichl liegt die St. Pöltner Hütte.

Flach zog der Weg weiter in den Alten Tauern, bei der dortigen Wegkreuzung zweigten wir links auf den Weinbichl.

Der Gupf des Weinbichl liegt noch vor uns.
Der Gupf des Weinbichl liegt noch vor uns.

Dort hinauf waren es noch ein paar Schritte durch felsiges Gelände steil bergauf. Nach der Überquerung der kleinen Hochfläche, von der man einen wunderschönen Ausblick auch in den Norden zu den Kitzbühler Alpen hatte, gings nochmals schottrig bergab zum Tauernkreuz und zur knapp darüber liegenden Hütte.

Ausblick Richtung Norden.
Ausblick Richtung Norden.

Die 40 Minuten hatten gepasst, um 20.20 Uhr waren wir angelangt und bekamen noch ein köstliches Gröstl serviert.

Bei der St. Pöltner Hütte.
Bei der St. Pöltner Hütte.

Der morgige Tag bis zur Neuen Prager Hütte hat sich mit dem heutigen unvorhergesehenen Tagesabschluß schon bei der St. Pöltner Hütte um einiges verkürzt.

(Wegstrecke: Zustieg vom Felbertauerntunnel Südportal und 4 km)

Tag 36 (27.08.2016): St. Pöltner Hütte – Neue Prager Hütte

Frühstück gibts auf der St. Pöltner Hütte erst um 7, das war aber wegen der heute nicht allzu langen Etappe, eben durch die Verlängerung der gestrigen Tour, dann nicht weiter tragisch.

Aufbruch von der St. Pöltner Hütte.
Aufbruch von der St. Pöltner Hütte.

Knapp nach 1/2 8 kamen wir weg, sollte sich bis zur Neuen Prager Hütte alles locker ausgehen. Die ersten Schritte am Tauernkreuz vorbei und hinunter zu einem kleinen See verliefen noch im Schatten, warm wars aber trotzdem bereits in der Früh.

Noch, aber nicht mehr lange, im Schatten.
Noch, aber nicht mehr lange, im Schatten.

Knapp vor dem See ging links der Abstiegsweg zum Matreier Tauernhaus weg, wir bogen rechts an den Hang unterhalb des Tauernkogels ab. Bald danach erwischte uns die Sonne und sollte für den Rest des Tages, an dem keine einzige Wolke am Himmel auftauchte, auch nicht, bzw kaum mehr weggehen. Leicht bergan gings zu dem vom Fechtebenkogel herabführenden Grat und in das nächste Kar unterhalb des Dichtensees.

Hinein in das Kar unterhalb des Dichtensees.
Hinein in das Kar unterhalb des Dichtensees.

Der erste Teil des im Kar bergab führenden Weges lag noch im Schatten, einer der kleinen Sonnenausnahmen heute, etwa beim Abfluss des Dichtensee, der oberhalb einer Steilstufe über dem Kar liegt, machten wir um 9 eine erste Rast und tankten Flüssigkeit nach. Schon bis jetzt war genug Schweiß geflossen, und auf den nächsten Metern hatten wir wieder mit viel Wasserverlust zu rechnen. Zum einen waren wir schon wieder in der Sonne, zum anderen hatten wir im Kar unter dem Dichtensee etwa 200 Höhenmeter verloren, die galt es jetzt am Weg zum vom Dichtenkogel herabkommenden Grat wieder aufzuholen. Auf einer kurzen Strecke sehr steil, schmal und teilweise ein wenig versichert war dieser Höhenverlust aber bald wettgemacht.

Steil hinauf und über den Gratausläufer vom Dichtenkogel.
Steil hinauf und über den Gratausläufer vom Dichtenkogel.

Der Weiterweg zog meist mäßig bergan, führte unter den Karen der Keespölach und der Sandeben zum Zeigerpalfen.

Am Weg in Richtung Zeigerpalfen.
Am Weg in Richtung Zeigerpalfen.

Hier zweigt nach Norden der Weg über das Sandebentörl zur Neuen Fürther Hütte weg.

Wassernachschub.
Wassernachschub.

Wasser gabs auf dem ganzen Weg zum Glück ausreichend, was wir wegen der Temperaturen und des dauernden Gehens in der prallen Sonne auch reichlich nutzten.

Wegekreuzung beim Zeigerpalfen.
Wegekreuzung beim Zeigerpalfen.
Rückblick vom Zeigerpalfen auf die vergangene Karwanderung. Und zum Glockner.
Rückblick vom Zeigerpalfen auf die vergangene Karwanderung. Und zum Glockner.

Vom Zeigerpalfen gings weiter durch den/das (?) Viltragennöcker an einer weiteren Abzweigung zur Neuen Fürther Hütte vorbei, bald danach, um etwa 1/4 1 war Zeit für Mittagspause.

Ausblick nach gegenüber und den weiteren Weg am Hang des Vorderen Kesselkopfs.
Ausblick nach gegenüber und den weiteren Weg am Hang des Vorderen Kesselkopfs.

Da trödelten wir neben einem kleinen Bach sehr angenehm herum, gingen erst knapp vor 1 wieder weiter. Noch kurz als Wanderung in den schon seit der St. Pöltner Hütte begangenen Karen unter dem Kamm zwischen Felbertauern, Sandebentörl und Rotebentörl, bald aber, nach einer Wegkreuzung zur Neuen Thüringer Hütte, gings bergab.

Gleich gehts abwärts ins Tal des Viltragenbaches.
Gleich gehts abwärts ins Tal des Viltragenbaches.

Steil hinunter ins Tal des Viltragenbaches, und obwohl ich mich beim Bergabgehen schon fast überschlug, um Tempo zu machen, rannte mir mein Bruder da mal wieder davon. Unten beim Bach angelangt, führte der Weg kurz flach talauswärts bis wir über eine Brücke den reißenden Gletscherabfluß überquerten und uns daran machten, jene Höhenmeter wieder gutzumachen, die wir beim Abstieg zum Viltragenbach verloren hatten.

Zur Brücke über den Viltragenbach.
Zur Brücke über den Viltragenbach.

Den Weg hatten wir von der Gegenseite schon betrachten können, der führte hinauf an den Hang des Vorderen Kesselkopfes in die sog. Gamsleiten und war ziemlich steil.

In den ersten steilen Metern an den Hang des Vorderen Kesselkopfs.
In den ersten steilen Metern an den Hang des Vorderen Kesselkopfs.

Schließlich flachte der Weg wieder ab und hier kamen wir dann in den Genuß eines kurzen Schattenstücks – war echt erfrischend.

Hangwanderung in der Gamsleiten.
Hangwanderung in der Gamsleiten.
Schattige Abwechslung.
Schattige Abwechslung.

Nach einem letzten versicherten Wegstück für heute wurde es eben und schon wieder in der Sonne endete die Umrundung des Vorderen Kesselkopfes mit dem Einlangen bei der Alten Prager Hütte.

Zur Alten Prager Hütte. Und Blick zur Schwarzen Wand rechts und Kristallwand links.
Zur Alten Prager Hütte. Und Blick zur Schwarzen Wand rechts und Kristallwand links.

Die ist geschlossen und wird nur noch als Kulturdenkmal erhalten.

Die Alte Prager Hütte.
Die Alte Prager Hütte.
Ausblick ins Gschlößtal.
Ausblick ins Gschlößtal.

3/4 3 wars, die Neue Prager Hütte hatten wir schon 300 Höhenmeter über uns im Blick, und Zeit war wieder genug für eine ausgiebigere Pause.

Und ein Vorausblick zur Neuen Prager Hütte.
Und ein Vorausblick zur Neuen Prager Hütte.

1 Stunde sollte es zur Neuen Prager Hütte noch dauern, das ließ uns erst knapp nach 3 wieder wegziehen. Etwas unangenehm brannten und stachen mir ab hier Zehen am rechten Fuß, müssen ja nicht immer die Knie sein, über die ich mich beschweren kann. Die restliche Strecke zur Neuen Prager Hütte war dann aber auch in nicht ganz einer Stunde geschafft.

Und dann sind wir auch schon gleich da.
Und dann sind wir auch schon gleich da.

Um 4 eingelangt, mussten wir noch ein wenig warten, bis wir ein Lager zugeteilt bekamen – die Hütte war voll ausreserviert, unsere Reservierung hatte nicht mehr geklappt. Aber alles gut, Platz für uns fand sich trotzdem, ausreichend sogar. Morgen steht dann die längste Etappe unseres 02er-Wochenendes an, bis zur Warnsdorfer Hütte sollte es gehen.

(Wegstrecke: 16 km)

Tag 37 (28.08.2016): Neue Prager Hütte – Kürsingerhütte

Im Osten geht die Sonne auf.
Im Osten geht die Sonne auf.

Der morgendliche Ablauf haute auch heute wieder gut hin. Um 3/4 7 gingen wir, angesichts der nahen Gletscherstrecke schon den Hüftgurt umgeschnallt, von der Hütte los.

Los gehts von der Neuen Prager Hütte.
Los gehts von der Neuen Prager Hütte.

Vor uns ließen wir jede Menge Leute ziehen, wir wollten nicht als erste über den Gletscher marschieren.

Neue Prager Hütte und Glocknergruppe.
Neue Prager Hütte und Glocknergruppe.

Von der Hütte gings über grobes Blockwerk erst noch flach weg, bald begann die weiter über Blöcke und einzelne eingestreute Schneefelder führende Steilstufe hinauf zum Beginn des Schlatenkees.

Über Blöcke und Schneefelder zum Schlatenkees.
Über Blöcke und Schneefelder zum Schlatenkees.

Am Gletschereinstieg war gerade Massenauflauf, alle vor uns Weggegangenen waren gerade damit beschäftigt sich gletscherfest zu machen – also dauerte es lange, bis wir dann weiterkamen.

Am Einstieg in das Schlatenkees.
Am Einstieg in das Schlatenkees.

Um 1/2 9, nach einer halben Stunde des Abwartens, wars dann soweit. Als Letzte zogen wir den anderen Seilschaften hinterher. Das anstrengendste Stück beim Hinaufweg zur Venedigerscharte war gleich der Beginn der Gletscherwanderung. Ziemlich steil, aper, eisig war der Einstieg in den Gletscher. Aber über die ersten Meter drübergekämpft, gings am Ende der Richtung Großvenediger ziehenden Karawane gut dahin.

Gletscherkarawane.
Gletscherkarawane.

Der Himmel über uns war nach wie vor strahlend blau, allerdings lagen über den nördlich und östlich gelegenen Gipfeln, auch dem Glockner, schon Föhnhauben. Wohl ein erstes Zeichen, dass es heute nicht ganz beständig sein würde.

Weiter Richtung Großvenediger bzw rechts davon Venedigerscharte.
Weiter Richtung Großvenediger bzw rechts davon Venedigerscharte.

Ein paar breite Spalten wurden umgangen, die Spur am Gletscher führte abwechselnd mal flacher dahin, mal zogs wieder mehr an.

Spalte am Schlatenkees.
Spalte am Schlatenkees.

Von der Richtung her ging die Spur relativ lange in Richtung Rainertörl zwischen Rainerhorn und Hohem Aderl, hier ginge es dann weiter zum Defreggerhaus. Schon fast auf Höhe der Venedigerscharte wendete die Spur zum Großvenediger, wo wir uns aber von dieser Spur trennten und zur Scharte hinzogen. Den Gipfel des Großvenediger hatten wir nicht vor, mein Bruder war schon zweimal oben, und ich hege ja eher nur sporadisch Gipfelamibitionen. Jedenfalls war der Gipfel aber grade heftig belagert – ein ziemlicher Auflauf aus allen Richtungen und in alle Richtungen, auch im Abstieg waren schon einige Seilschaften unterwegs.

In der Venedigerscharte.
In der Venedigerscharte.

Wir gelangten dann um etwa 1/4 11 zur Venedigerscharte und pausierten kurz, bevor wir uns an den Abstieg machten. Wir waren damit auch am Top of 02, dem mit 3413 m höchsten Punkt des Zentralalpenwegs. Von nun an gehts bergab ins 458 m hoch gelegene Feldkirch, quasi.

Der Abstieg von der Venedigerscharte beginnt - die eine Richtung.
Der Abstieg von der Venedigerscharte beginnt – die eine Richtung.
Der Abstieg von der Venedigerscharte beginnt - die andere Richtung.
Der Abstieg von der Venedigerscharte beginnt – die andere Richtung.

Recht viel Schnee lag auch noch auf dem Venedigerkees, so war der Abstieg gut zu meistern. Bei aperen Verhältnissen, wie es sie in den Vorjahren gab, soll der Abstieg Richtung Kürsingerhütte recht anspruchsvoll, im Bereich der Venedigerscharte auch gefährlich sein. Auch die Leitern, die im letzten Jahr zur Spaltenbewältigung ausgelegt waren, liegen heuer noch unter dem Schnee.

Leitern unterhalb der Venedigerscharte.
Leitern unterhalb der Venedigerscharte.

Nach dem ersten kurzen steilen Abstieg von der Scharte wurde es flacher, die Spur zog anschließend unterhalb des Venedigernordgrats dahin. Eine breite Spalte tauchte zwischendurch auf, die war mit einem weiten Schritt gut zu erledigen.

Nochmals in die Venedigerscharte zurückfotografiert.
Nochmals in die Venedigerscharte zurückfotografiert.

Meist gabs eine gute Spur, hin und wieder aber schwamm man richtiggehend in der sulzigen Auflage dahin. Achtsamkeit war trotzdem dauernd gefragt, denn gerade in diesen sulzigen Bereichen versteckten sich Löcher in der Gletscherdecke. Mein rechtes halbes Bein machte einmal Bekanntschaft mit so einem Loch. Vorbei am Zwischensulzbachtörl kamen wir in ein Spaltensystem, der Weg da hindurch glich einem kleinen Labyrinth.

Jenes Spaltensystem. Und die Spitze des Kleinvenedigers.
Jenes Spaltensystem. Und die Spitze des Kleinvenedigers.

Nach einem letzten aperen Hang erreichten wir um etwa 12 das Ende des Venedigergletschers und endlich wieder den Felsbereich.

In den letzten Hang der Gletscherwanderung.
In den letzten Hang der Gletscherwanderung.

Endlich, denn es ist schon ein langer und mühsamer Weg über den Gletscher. Seil, Pickel und Steigeisen verstauten wir, ich ließ meinen Gurt in Voraussicht dessen, dass wir heute am Weg zur Warnsdorfer Hütte nochmals Gletscherkontakt haben würden, um die Hüften geschnallt. Nach einer kurzen Pause aber gings mal weiter zur Kürsingerhütte.

Wieder Fels unter den Füßen.
Wieder Fels unter den Füßen.

Noch einmal ein Stück bergauf, bevor es in einer Hangstufe nach links in den Hang des Obersulzbachtals ging.

Am Weg zur Kürsinger Hütte. Links das Krimmler Törl, der Übergang zur Warnsdorfer Hütte.
Am Weg zur Kürsinger Hütte. Links das Krimmler Törl, der Übergang zur Warnsdorfer Hütte.

Eher mäßig bergab folgten wir diesem Weg und wieder zog mir mein Bruder im Bergab davon, obwohl ich schon meinen Bergabturbo eingeschalten hatte.

Gleich bei der Kürsingerhütte. Im Hintergrund die Schlieferspitze.
Gleich bei der Kürsingerhütte. Im Hintergrund die Schlieferspitze.

Um 1 waren wir dann bei der Hütte – und dann kam es anders als geplant. Lt. Hüttenwirt sollten wir, wenn wir gleich weitergingen, bis etwa 7 oder später rechnen, dass wir auf der Warnsdorfer Hütte ankommen würden. So wäre aber keine längere Pause und keine ordentliche Stärkung drinnen gewesen, die besonders mir aber mal recht notwendig erschien. Also die Frage: heute noch weiter zur Warnsdorfer Hütte, morgen weiter zur Warnsdorfer Hütte und hinaus nach Krimml, heute gleich runter oder morgen dann runter. Wir entschieden uns vorerst einmal für heute nirgendwo mehr hin und unsere Beine erst morgen wieder in Wanderbewegung zu versetzen.

Blick auf den Weiterweg: Hinunter zum Obersulzbachsee und hinauf zum Krimmler Törl.
Blick auf den Weiterweg: Hinunter zum Obersulzbachsee und hinauf zum Krimmler Törl.

Am Nachmittag dann um knapp vor 4 beganns zu gewittern und schütten, also war das jedenfalls die richtige Entscheidung – wir wären zu diesem Zeitpunkt mitten am Weg zur Warnsdorfer Hütte gewesen, und so ein Gewitter und starker Regen ist nicht gerade das feinste, wie wir erst vor 5 Wochen bei der Amertaler Scharte erneut feststellen konnten.

Es schüttet.
Es schüttet.

Und der bald in der Hütte ausliegende Wetterbericht für morgen half uns bei der nächsten Entscheidung: Regen ab vormittags, daher gehts morgen in der Früh nur noch runter und heim.

Abendliche Stimmung bei der Kürsingerhütte.
Abendliche Stimmung bei der Kürsingerhütte.

(Wegstrecke: 10 km)

Zeitig gings am Montag trotzdem los in den langen Weg das Obersulzbachtal hinaus, auch der Vormittagsregen sollte uns nicht unbedingt erwischen.

Start in den Abstieg.
Start in den Abstieg.

Um 3/4 7 bei eigentlich ganz passablem Wetter verließen wir die Hütte und machten uns an den Abstieg.

Das Hüttendorf der Kürsingerhütte.
Das Hüttendorf der Kürsingerhütte.

Der führt durchs sog. Klamml hinunter zur Talstation der Materialseilbahn der Hütte.

Durchs Klamml.
Durchs Klamml.

Gut angelegter Weg in einem Hang, wo man nicht unbedingt einen gehbaren Weg erwartet. Unterwegs kam uns der Hüttenwart entgegen, mit dem plauderten wir kurz.

Am Ende des Klammls zur Talstation der Materialseilbahn.
Am Ende des Klammls zur Talstation der Materialseilbahn.

Etwa 1 1/2 Stunden brauchts hinunter zur Schotterstraße bei der Seilbahnstation, anschließend gings dann über eine Steilstufe in einigen Serpentinen an der Obersulzbachhütte, einer Bergrettungshütte vorbei und schließlich flach das Tal hinaus.

Da geht's raus.
Da geht’s raus.
Obersulzbachhütte.
Obersulzbachhütte.

An der Postalm kommt man vorbei und gelangt weiter zur Berndlalm.

Rasten zwischen Postalm und Berndlalm.
Rasten zwischen Postalm und Berndlalm.
Zur Berndlalm.
Zur Berndlalm.
Und ein letzter Blick zurück mit dem Großen Geiger in der Bildmitte.
Und ein letzter Blick zurück mit dem Großen Geiger in der Bildmitte.

Recht steil wird die Straße anschließend auf dem Weg zum Hopffeldboden, wo sich der Parkplatz befindet – weiter hinein ins Tal außer zu Fuß kommt man nur mit den diversen Hüttentaxis. Etwa 4 Stunden benötigten wir bis hierher.

Am Hopffeldboden. Schluß für diesmal.
Am Hopffeldboden. Schluß für diesmal.

Die restlichen etwa noch 2 Stunden zur Bahn, die ließen wir dann auch bleiben, und fuhren von hier mit dem Taxi zur Haltestelle Sulzbachtäler der Pinzgauer Bahn. Erwischten wir ganz gut, die Bahn fährt zwar regelmäßig jede Stunde, wir mussten allerdings bloß 5 Minuten auf die nächste warten.

Und heimwärts gehts.
Und heimwärts gehts.

Gut, dass wir auch noch vor dem Regen ins Tal hinunterkamen und ihn hinter uns ließen, in der Zwischenzeit wars über dem Zentralalpenkamm schon sehr dunkel aufgezogen.

Somit bleibt als Brüdertour für nächstes Jahr der Weg von der Kürsingerhütte ins Krimmler Achental, was wir allerdings als gemeinsame Tour bis nach Mayrhofen verlängern werden. Damit geht’s für mich, falls sich heuer noch etwas ausgeht, mit dieser Lücke von Mayrhofen  weiter, wofür ich einmal das zweite Septemberwochenende vorgesehen habe.

Ein Gedanke zu „Zentralalpenweg 02 Tage 35 bis 37: Grünsee – Kürsingerhütte“

  1. Die Verhältnisse in der Venedigerscharte können natürlich auch ganz andere sein, wie z.B. hier zu sehen (aus 2015):

    Interessante Spaltenüberquerung bei 3:52 und 6:27 …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s