Landesrundwanderweg NÖ Tage 29 bis 31: Hochneukirchen – Donnerskirchen

Ran an die letzten Kilometer der NÖ-Runde. Ganz wird es sich sehr wahrscheinlich nicht ausgehen, stehen da doch zwischen Hochneukirchen und Bruck an der Leitha 120 km an Wegstrecke. Für die zweite Übernachtung in Großhöflein hatte ich vor dem Start kein Quartier, einmal telefonisch nach den Worten „für mich“ und „eine Nacht“ eine Absage, auf zwei E-Mails an Privatvermietungen, die die selben Worte enthielten, keine Reaktion bekommen und das dortige Gasthaus sagte mir preislich nicht zu. Mal sehen, so gibts mehrere Möglichkeiten: bloß zwei Tage bis irgendwo zwischen Wiesen und Großhöflein gehen, oder die zweite Übernachtung im Freien, oder zu Hause, so weit ist das ja nicht, und dann noch am 3. Tag bis ins Leithagebirge. Schwierig wirds da allerdings am dritten Tag, gibts doch an der Nordseite des Leithagebirges sonntags keinen öffentlichen Verkehr, da würde ich einen größeren Abstecher ins Burgenland machen müssen/dürfen.

Tag 29 (03.06.2016): Hochneukirchen – Schwarzenbach

Der Start musste am Freitag erfolgen, auch Hochneukirchen ist am Wochenende öffentlich nicht erreichbar. Also um 1/2 9 in die Bahn und nach Edlitz-Grimmenstein und weiter mit dem Bus mit einmal Umsteigen in Krumbach zum Ausgangspunkt. 10 vor 11 angekommen konnte ich dann um 11 Uhr starten.

Abmarsch aus Hochneukirchen.
Abmarsch aus Hochneukirchen.

Eine hügelige Strecke stand mir bevor und bedingt durch die späte Startzeit auch ein erst spätes Ankommen, allerdings sollte es sich mit der Dunkelheit wohl ausgehen. Gleich bei der Konditorei, wo zuletzt vor 2 Wochen meine Eltern auf mich warteten, gehts gleich ein paar Schritte steil bergauf, anschließend wird zweimal die von Krumbach kommende Straße gekreuzt, bevor es an den kurzen Anstieg auf den Hutwisch geht. Durchaus steil, aber angenehm zu gehen.

Die letzten Meter auf den Hutwisch.
Die letzten Meter auf den Hutwisch.

Los war hier heute nichts – gut, wochentags, außerdem war mit vorhergesagten Schauern und Gewittern im Hügelland wohl nicht das ideale Ausflugswetter. Bisher zeigte sich allerdings auch die Sonne, vor allem gegen die Berge hin sah es aber nicht viel versprechend aus.

Hutwisch-Warte.
Hutwisch-Warte.

Etwa eine halbe Stunde braucht man für den Weg von Hochneukirchen auf den Hutwisch, von da gehts dann auf Waldwegen steil bergab nach Wenigreith.

Nach Wenigreith.
Nach Wenigreith.

War auch von den Niederschlägen der letzten Tage recht feucht hier.

Wiesenwanderung Richtung Schützenkasten.
Wiesenwanderung Richtung Schützenkasten.

Von Wenigreith gehts über Wiesen mit einem kurzen Waldstück am Schluß nach Schützenkasten und von hier weiter hinunter in ein schmales Bachtal.

Über die Wiesen rund um Schützenkasten.
Über die Wiesen rund um Schützenkasten.

Eine nächste kleine Steigung stand an, am Gegenhang hinauf zum Ortbauer. Hier ginge es nach Bad Schönau hinunter, mein Weg zog aber rechts weg in Richtung Maierhöfen in einer Landschaft wie man sie sich wohl für die Bucklige Welt vorstellt.

Eine kleine Steigung zum Ortbauer.
Eine kleine Steigung zum Ortbauer.
Zwischen Wiesen und Waldflecken.
Zwischen Wiesen und Waldflecken.

Zwischen Wiesen und Waldstreifen, mal flach, mal ein bißl bergauf und dann am Schluß bergab in den Ort. Hier benutzte ich für ein Stück wieder die Straße, die mich hinauf auf die Kuppe vor Kirchschlag führte.

Auf der Straße wird Maierhöfen verlassen.
Auf der Straße wird Maierhöfen verlassen.

Dorthin gings recht steil bergab zwischen Wiesen. Unten angekommen am Zöbernbach ist man zwar schon bei den ersten Häusern von Kirchschlag, es zieht sich aber noch hinein zum Hauptplatz.

Erster Blick nach Kirchschlag.
Erster Blick nach Kirchschlag.

Dort war ich um knapp vor 1, holte mir ein Eis und was zu Trinken und machte nach einer kleinen, unnotwendigen Runde, retour-rechts-rechts statt bloß nach links, weil ich ja der Markierung folgen wollte, am Ortsausgang Richtung Stang eine längere Pause.

In Kirchschlag.
In Kirchschlag.

20 min Rastbanksitzen, Semmerl essen und einen Liter Flüssigkeit hineinschütten, die Temperaturen waren zwar ganz angenehm, weniger angenehm war allerdings die Schwüle. Dann gings an einen neuen Weg, gewissermaßen, wetterbedingt hatten wir vor etwas mehr als 2 Jahren am 07er den Wegteil zwischen Stang und Kirchschlag im Auto verbracht. Bald nach Kirchschlag gehts recht steil, und heute auch recht feucht durch den Wald.

Aus dem Wald, auf die Wiese.
Aus dem Wald, auf die Wiese.

Ich erreichte dann Wiesenfläche, es wurde flacher und der Weg führte an zwei Bauernhöfen vorbei.

Von der Wiese auf Asphalt. Am Weg nach Stang.
Von der Wiese auf Asphalt. Am Weg nach Stang.

Mittlerweile krachte es von links, der Wechselgegend, schon recht bedrohlich, und die Farben der Wolken von dieser Seite wurden immer dunkler. Knapp bevor ich in Stang ankam, fings auch leicht zu regnen an – aber zu leicht, um Zweifel am Weitergehen aufkommen zu lassen.

Sieht nicht so gut aus. Blick in die Wechselgegend.
Sieht nicht so gut aus. Blick in die Wechselgegend.

Blumau sollte ja bald kommen und dort gäbe es für den Fall der Fälle ein nettes Buswartehäuschen (ohne Busverkehr), also weiter. Raus aus Stang gehts auf der Straße und beim Weg hinunter nach Blumau gabs eine sehr positive Überraschung: der Weg frisch markiert, wie der ganze Weg zwischen Hochneukirchen und Blumau, und frisch ausgeschnitten und gesenst, also kein Kampf mit dem Gemüse wie bei meinen Besuchen hier am 02er und 07er – der 02er begleitet mich seit Stang wieder, vorerst bis Landsee.

Hinunter nach Blumau.
Hinunter nach Blumau.

Den steilen Abschnitt gut hinter mir, hoffte ich auf dieselbe positive Überraschung am Gegenhang hinauf nach Landsee. doch da war alles wie eh und je.

In Blumau.
In Blumau.

Der Anfang des Anstiegs ist nicht schwer zu verfehlen, da gibts auch noch genug alte Markierungen, aber schließlich landet man in der Botanik und weiß teilweise gar nicht mehr weiter. Wohl vor allem jetzt im Frühling, wo alles blüht und gedeiht, und über und über wuchert. Teile des Weges sind nicht mehr bloß verwachsen, sondern zugewachsen, entsprechend gezeichnet sah ich am Ende auch aus, durch und durch naß, voller Grün und ein paar rote Flecken vom stacheligem Grünzeug.

Rechts oder links?
Rechts oder links?
Vor oder zurück?
Vor oder zurück?

Und auch in der Gegenrichtung ist der Einstieg in den Steig bzw. das, was einer sein soll, nach wie vor nicht markiert und somit weiterhin nicht einfach zu finden. Ich hab da ja auch schon mal eine kleine Zusatzrunde im Herbst 2013 gedreht. Erreicht man am Ende des ‚Steiges‘ die Forststraße, hat mans aber geschafft.

Rückblick nach Stang.
Rückblick nach Stang.

Ein wenig bergauf ging ich noch über den Pfefferriegel an den Beginn von Landsee, da wo sich die Niederösterreich- und die Burgenlandroute des 07ers teilen. Ein bißchen regnete es noch, aber heller wurde es schon wieder.

Gleich in Landsee.
Gleich in Landsee.

Als ich Landsee verließ, hatte es dann aufgehört. In Landsee kehrte ich auf ein Supperl ein und ließ meinen Beinen von 5 bis 1/2 6 Zeit zum erholen. 3 Stunden standen mir jetzt lt. Wegschreibung noch bevor, und das auf ganz neuen Wegen. Der 02er führt ja über Kobersdorf zur Rosalia, der 07er verabschiedet sich auch von mir und zieht über Sieggraben zum Neusiedler See. Die NÖ-Runde dagegen geht über Schwarzenbach, meinem heutigen Tagesziel, zur Rosalia. Da gings zunächst einmal hinauf in Richtung Klosterberg, eine Klosterruine soll da oben stehen, die Zeit für einen Besuch hatte ich heute aber nicht mehr, und der Weg führt nicht direkt vorbei.

Über den Klosterberg.
Über den Klosterberg.

Der Weg war ein angenehmer Waldweg, führt hier im Reich der Esterhazys dahin. Nach einer Kapelle gings angenehm hinunter zur Straße zwischen Landsee und Wiesmath, die es dann leider recht lange entlang ging.

An der Straße angelangt.
An der Straße angelangt.

Zum Pauliberg zweigt man auch auf eine Straße ab, noch einmal ein längeres Stück Straßenhatscher. Knapp vor dem Pauliberg mit seinem Basaltwerk zweigte ich dann links weg und es führt die Markierung auf einer Forststraße stetig bergab.

Bergab Richtung Waldsauerbrunn.
Bergab Richtung Waldsauerbrunn.

Nach einer Zeit gings wieder in schmalere Wege und teilweise wiederum recht verwachsen und feucht dahin, aber nicht vergleichbar mit dem Anstieg nach Landsee. Bergab erreichte ich Waldsauerbrunn.

Waldsauerbrunn, bzw. alles was ich davon mitbekam. Ein Gebäude.
Waldsauerbrunn, bzw. alles was ich davon mitbekam. Ein Gebäude.

Der weitere Weg, der letzte Abschnitt für heute, war nach einem langen Tag gerade recht – ein bißchen bergauf auf einer Forststraße. Und war ab hier erstmals auf der ganzen Runde eigens mit blau-gelb markiert, eigentlich ein guter Ansatz für den gesamten Weg.

Wieder aus dem Wald knapp vor Schön.
Wieder aus dem Wald knapp vor Schön.

Knapp vor Schön verleitete mich die Karte dazu, anders als die Markierung zu gehen, es schien mir die Forststraße rechts um den Gupf vor Schön ein wenig kürzer, als jene links herum. Also rechts weg und bald war ich aus dem Wald und auf dem Weg vor Schön. Da stand im rechten Moment noch eine Bank, die ich für 5 Minuten nutzte, 2 Stunden war ich seit Landsee schon wieder unterwegs.

Die kam gerade recht.
Die kam gerade recht.

Es ging durch Schön, von hier weiter auf der Straße nach Alm, und dann noch abseits vom Asphalt, abgesehen vom letzten Stück auf einer Zubringerstraße zu einem Hof, hinunter nach Schwarzenbach.

Auf der Straße nach Alm.
Auf der Straße nach Alm.
Hinunter nach Schwarzenbach.
Hinunter nach Schwarzenbach.

 

Am Ortsbeginn war ich um 1/4 9, bei meinem Quartier dann eine 1/4 Stunde später. Anstrengend wars, aber es ging gut und meines Erachtens auch flott dahin, obwohl ich heute die in der Wegbeschreibung vorgeschlagene Zeit gerade mal so einhalten konnte.

Und am Tagesziel in Schwarzenbach.
Und am Tagesziel in Schwarzenbach.

(Wegstrecke: 33 km)

Tag 30 (04.06.2016): Schwarzenbach – Hst Wiesen-Sigleß

Eh wie fast immer verlief der Morgen – 7 Uhr auf, 1/2 8 Frühstück und um 5 nach 8 war ich dahin.

Raus aus Schwarzenbach.
Raus aus Schwarzenbach.

Für den Weg auf die Rosalia hatte ich mir auf der Karte wieder einen anderen als den markierten herausgesucht. Nicht an der „Keltischen Wallanlage“ samt Aussichtsturm brachte mich mein Weg vorbei, sondern ich ich ging über die Schulau und Eggenbuch, einen Mostheurigen gäbs hier, war aber noch deutlich zu früh, in Richtung Marriegel.

Über die Schulau Richtung Eggenbuch.
Über die Schulau Richtung Eggenbuch.

Ein wenig kürzer sollte das gewesen sein. Ziemlich warm und schwül wars schon in der Früh, und noch gab es viel blauen Himmel.

Noch ein Blick retour. Links die "Keltische Wallanlage", rechts der Pauliberg - da kam ich gestern vorbei.
Noch ein Blick retour. Links die „Keltische Wallanlage“, rechts der Pauliberg – da kam ich gestern vorbei.

Bei den Bergaufmetern zum Marriegel triebs mir schon ordentlich Wasser aus den Poren. Angenehm war der Weguntergrund allerdings nicht, auf der Straße gings bis fast zum Marriegel, aber im schönen, offenen Gelände.

Der Wald kommt näher. Knapp vor dem Marriegel.
Der Wald kommt näher. Knapp vor dem Marriegel.

Knapp vor dem Marriegel erreichte ich den kühlen Wald und bald stieß ich dann bei einem Jagdhaus wieder auf die Markierung.

Wieder markiert unterwegs.
Wieder markiert unterwegs.

Die führte jetzt noch leicht bergan in Richtung Schwarzkogel, wo der Weg nach links dreht und es weiter zur Straße über die Rosalia ging. Zwischendurch eine erste Rast.

Zwischen Schwarzkogel und Rosalia.
Zwischen Schwarzkogel und Rosalia.

Die Straße über die Rosalia erreicht, folgte ich dieser bis zum Scheitelpunkt der Straße, wo es links hin noch zur Rosalienkapelle ginge.

Rosalia.
Rosalia.

Der ehemalige Ghf Wutzlhofer, der allerdings schon seit 2004 zu ist, wurde renoviert, offensichtlich allerdings nicht zu Gasthauszwecken – stünde ihm allerdings gut. Jetzt ist das Haus gut eingezäunt. Gleich nach dem höchsten Punkt der Straße zweigt der Weg hinunter in einen schmalen Steig, noch zwischen Häusern durch, ich kam aber bald wieder in den Wald, wo es zunächst einmal recht steil, und auch feucht, bergab ging.

Am Beginn des Abstiegs von der Rosalia.
Am Beginn des Abstiegs von der Rosalia.

Ca. 20 min des steilen Bergabs folgte ein angenehm flacher Wanderweg am Hang der Rosalia.

Angenehme Hangwanderung.
Angenehme Hangwanderung.

Man erreicht dann die ersten Häuser von Forchtenstein und geht bis hin zur Burg.

Es geht zur Burg Forchtenstein.
Es geht zur Burg Forchtenstein.

Knapp bevor der 01er, die Alternativroute führt ja zwischen Forchtenstein und der Rosalia auch gleich mit der NÖ-Runde, wieder wegzweigt, nahm ich um 1/2 1 ein Bankerl am Straßenrand in Anspruch und jausnete ein wenig.

Blick nach Mattersburg.
Blick nach Mattersburg.

Weiter ging dann der Straßenhatscher durch Schreinermühle steil bergab und dann in den Hügeln zwischen Forchtenstein und Wiesen dahin.

Zwischen Schreinermühle und Wiesen.
Zwischen Schreinermühle und Wiesen.

In Wiesen war ich um 1/4 2 und kehrte ein. In der Zwischenzeit kam aus der westlichen Richtung auch schon Donnergrollen und so fasste ich meinen endgültigen Plan für diese Tage.

Wiesen.
Wiesen.

Nur noch weiter bis zur Bahnhst Wiesen-Sigleß, heim und morgen weiter ins Leithagebirge. Von wo morgen was öffentliches fährt, musste ich noch herausfinden. Frisch gestärkt gings an den steilen Rausweg aus Wiesen, eine enge Gasse, in die gerade die Sonne einheizte.

Jene steile Gasse - die wirkt auf dem Foto bloß so 'harmlos'.
Jene steile Gasse – die wirkt auf dem Foto bloß so ‚harmlos‘.

Dafür zweigte ich anschließend zu früh von der Straße zwischen Wiesen und Bad Sauerbrunn ab in Richtung Festivalgelände. Musste dann ein ziemliches Stück wieder retour zur Straße, damit ich wieder auf den richtigen Weg kam. Erst die nächste Abzweigung wärs gewesen.

Diese Abzweigung ist die richtige.
Diese Abzweigung ist die richtige.

Kurz führt diese Nebenstraße auch in den Bereich der Parkplätze des Geländes, bald aber links in den Wald.

Noch ein Stück im Wald bis zur Bahntrasse.
Noch ein Stück im Wald bis zur Bahntrasse.

An einem Marterl vorbei gings noch an ein paar Bergaufmeter, bevor der Weg mich, teilweise wieder durch saftiges Grün zwischen dem hier sonst recht dunklen Wald, bergab zur Bahnstrecke brachte.

Bahnwandern auf den letzten Metern.
Bahnwandern auf den letzten Metern.

Schluss für heute um bald nach 3, nur noch die 800 m zur Bahnhaltestelle. Ca. um 1/2 6 war ich zuhause.

(Wegstrecke: 28 km)

Tag 31 (05.06.2016): Hst Wiesen-Sigleß – Franz Josef-Warte

Hatte schon was, in den dritten und letzten Tag für diesmal von zu Hause aus zu starten. Denn es reichte der Eintagesrucksack mit fast nix drinnen und das macht schon einen gewaltigen Unterschied. 5 nach 8 fuhr ich von Meidling weg, um 5 vor 9 war ich wieder an der Hst. in bzw. bei Wiesen.

Wieder da.
Wieder da.

Und ging nicht entlang der Bahngleise wieder zur Markierung retour. Ich hatte mir einen anderen Weg herausgesucht, der am Waldrand des Blumauer Waldes zur Brücke über die Mattersburger Schnellstraße hinführte.

Am Blumauer Wald entlang.
Am Blumauer Wald entlang.
Und hin zur Schnellstraßenbrücke.
Und hin zur Schnellstraßenbrücke.

Dort traf ich wieder meine Markierung und ging auf einem wieder gut bekannten Weg in Richtung Pöttsching, erst durch den Pöttschinger Wald, anschließend über Feldwege zur Straße, an welcher etwa 1 km abseits des Weges Pöttsching liegt – bekannt als Tagesschlußort einer Wanderung am Burgenländer-06er mit Bruder und Vater.

Im Pöttschinger Wald.
Im Pöttschinger Wald.
Hinunter zur Straße bei Pöttsching.
Hinunter zur Straße bei Pöttsching.

Das Wetter heute war mir eigentlich ganz recht, keine Sonne bisher, kein Regen und es sah auch noch nicht danach aus und hin und wieder ein erfrischendes Lüfterl. Als ich dann aber durch den Pürstlingwald marschierte, beganns leicht zu regnen, das hielt etwa 20 min lang an.

Aus dem Pürstlingwald heraus.
Aus dem Pürstlingwald heraus.

Hinter dem Pürstlingwald gehts lange Zeit auf Feldwegen dahin, wo ich zwischendurch nach 2 Stunden des Gehens erstmals rastete – das Frühstück daheim hatte ich ausgelassen, wurde langsam Zeit.

Feldweg.
Feldweg.

Bald hörte man auch vom Bereich der Fölligkapelle den Lärm von der Motocrosstrecke. Und als ich dann dem Hügel vor Großhöflein, auf dem sich Kapelle und Motocrosstrecke befinden, näherkam, machte sich auch der Geruch der anliegenden Mülldeponie schiach bemerkbar.

Zum Fölligkapellenhügel (keine Ahnung, wie er wirklich heißt.).
Zum Fölligkapellenhügel (keine Ahnung, wie er wirklich heißt.).

Also flott über den Hügel drüber und weg hier. Auf der anderen Seite tauchte dann vor mir Großhöflein auf, runter gings und über Eisenbahntrasse und Autobahn drüber hinein in den Ort.

Hinunter nach Großhöflein, dahinter liegt Eisenstadt.
Hinunter nach Großhöflein, dahinter liegt Eisenstadt.

Stempel- und Trinkrast machte ich hier um etwa 1, wäre sich also gestern doch noch der letzte Zug von Müllendorf nach Wien ausgegangen. Nach der kurzen Rast machte ich mich auf den Weg ins Leithagebirge, das letzte Gebirge, zumindest namensmäßig, auf meiner NÖ-Runde. Da sind zunächst einige steilere Schritte zu machen bis zum Weißen Kreuz, dumm auch, dass gerade hier sich zeitweise die Sonne zeigte.

Rückblick vom Weißen Kreuz.
Rückblick vom Weißen Kreuz.

Gleich nach dem Weißen Kreuz gings aber in den Wald und in gemäßigterer Steigung zu einem Wegekreuz, das sich „Beim Juden“ nennt, warum, konnte ich nicht herausfinden, hätte mich interessiert.

Wegekreuzung "Beim Juden".
Wegekreuzung „Beim Juden“.

Jetzt gings an die Überquerung des Leithagebirges, nicht des gesamten wie beim Zentralalpenweg, der NÖLRWW zweigt dann bei der Franz Josef-Warte Richtung Norden nach Mannersdorf ab. Sehr angenehm gings hier durch frisches Grün, mal auf Forststraßen, zwischendurch auch schmaleren Wanderwegen. Beim ‚Schönen Jäger‘, einer Lichtung, machte ich knapp vor 1/2 3 eine nächste Rast, und verzehrte den Rest des mitgenommenen Proviants.

Die Lichtung 'Schöner Jäger'.
Die Lichtung ‚Schöner Jäger‘.

Mittlerweile hatte ich auch meinen Plan für den Rest des Tages fixiert. In Frage gekommen wäre ja nur ein Abstieg nach Eisenstadt oder nach Donnerskirchen, beide mit Zugverbindung – in den erreichbaren Orten an der Nordseite des Leithagebirges gibt es wie schon erwähnt sonntags keinen öffentlichen Verkehr. So wird aus der NÖ-Runde eine NÖ-Runde mit Burgenlandeinlage, obwohl in den letzten Tagen einige Wegstücke rund um Landsee schon im Burgenland verliefen. Mich lachte auf der Karte hinsichtlich des heutigen Tagesziels Donnerskirchen und ein markierter Weg von knapp nach dem Jagdhaus Wilder Jäger dorthin an, den würde ich nehmen.

Übers Leithagebirge.
Übers Leithagebirge.

Der weitere Weg führt mich zur Kürschnergrube, einem wohl schon sehr lange aufgelassenen Steinbruch, der aber aussieht, als ob er gut, vielleicht sogar perfekt, als Übernachtungsplatz geeignet wäre.

Kürschnergrube.
Kürschnergrube.

Die Idee hatten wohl schon einige gehabt und auch realisiert.

Nochmals Kürschnergrube.
Nochmals Kürschnergrube.

Wäre aber gestern zu weit bis hierher gewesen, war ja heute schon wieder 6 Stunden unterwegs. Weiter gings in der gleichen angenehmen Tonart wie bisher im Leithagebirge, kühl, grün, schattig. Und schließlich in einem kurzen Anstieg zum Buchkogel mit Warte.

Buchkogelwarte.
Buchkogelwarte.

Da war ich dann nicht mehr weit entfernt von der Straße Loretto – Eisenstadt, an der das bewirtschaftete Jagdhaus Wilder Jäger steht. Ein kurzes Stück bergab, dann parallel zur Straße entlang und um 4 kehrte ich auf einen Drink ein.

Zum Jagdhaus Wilder Jäger.
Zum Jagdhaus Wilder Jäger.

Wirkt sehr symphatisch und man kriegt zu Trinken und auch Jause fassen könnte man hier. 10 Minuten verweilte ich hier, anschließend gings noch ein Stück entlang meiner Markierung und als die dann abzweigt zum Mitterriegel und zum Stotzinger Berg, ging ich gerade weiter und folgte nun einer grün-weißen Markierung nach Donnerskirchen.

Abzweigung nach Donnerskirchen.
Abzweigung nach Donnerskirchen.

Der Weg führte vorerst im dichten Grün dahin, viel begangen dürfte er im ersten Teil nicht sein. Nachdem ich dann eine Forststraße erreichte, blieb das auch so. Einmal links, einmal rechts und dann eine lange hügelige Gerade. Und hier begann es dann über dem Leithagebirge ziemlich zu donnern und die Farben, die ich oberhalb der grünen Walddecke erkennen konnte, waren sehr dunkel.

Dunkle Wolken über dem Leithagebirge.
Dunkle Wolken über dem Leithagebirge.

Aber es donnerte bloß, kein Tropfen kam. Ich erreichte dann den Bereich des Saugarten, stieß dort auf eine Mauer, die es noch eine Zeit entlang ging und bald nach Ende der Mauer hatte ich das Waldende erreicht und die ersten Häuser von Donnerskirchen vor mir.

Entlang einer Mauer.
Entlang einer Mauer.

Recht weit war noch der Weg hinein ins Zentrum, wo ich in einer Konditorei noch ein Eis naschte und dann zur auch noch weit weg gelegenen Haltestelle marschierte.

Donnerskirchen.
Donnerskirchen.

Das Eis hatte aus dem 18.39 Zug den eine Stunde später gemacht. Über Neusiedl gings dann heim nach Wien, das den noch viel dünkleren Wolken als über dem Leithagebirge zufolge, als ich hinkam, wohl gerade noch dem Weltuntergang entkommen war.

Wolkenspiele während der Zugfahrt bei Parndorf (Diese 'Wolkenrolle' war nach links und rechts noch wesentlich länger.).
Wolkenspiele während der Zugfahrt bei Parndorf (Diese ‚Wolkenrolle‘ war nach links und rechts noch wesentlich länger.).

(Wegstrecke: 34 km)

Ein Tag, der Weg von Donnerskirchen über die Franz Josef-Warte und Mannersdorf nach Bruck, der fehlt noch, der lässt sich aber hoffentlich in den nächsten Wochen mal einbauen. Am nächsten Wochenende wird es mich nach Oberösterreich ziehen, bevor ich mir das Wochenende in 2 Wochen fürs Markieren freigehalten habe. Und anschließend sollten mich die hohen Berge wieder sehen.

Ein Gedanke zu „Landesrundwanderweg NÖ Tage 29 bis 31: Hochneukirchen – Donnerskirchen“

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