Mühlviertler Mittellandweg 150 Tage 2 und 3: Neufelden – Neumarkt im Mühlkreis

Ein paar Tage später gings gleich weiter im Mühlviertel. Diesmal sollte es auch mit den 2 Tagen funktionieren, das Quartier in Oberneukirchen war schon zuvor fixiert. An einer mehr als 2tägigen Fortsetzung hindern zu besuchende Weihnachtsfeiern, sonst wäre die Beendigung des Mittellandweges auch schon im Dezember möglich gewesen. So wirds wohl Jänner werden.

Tag 2 (17.12.2015): Neufelden – Oberneukirchen

Wie zuletzt ging es in der Früh, nach ziemlich wenig Schlaf, vom Westbahnhof über Linz und die Mühlkreisbahn ins Mühlviertel. Um 10.20 Uhr war ich am Bahnhof Neufelden.

Und weiter gehts vom Neufeldener Bahnhof.
Und weiter gehts vom Neufeldener Bahnhof.

Den Weg hinauf in den Ort konnte ich mir sparen, es führt auch ein Weg am westlichen Ufer der Großen Mühl und des Neufeldener Stausees in Richtung Pürnstein. Hätte ich mir somit schon beim letzten Mal den Rückweg nach Neufelden und dann den Steig hinunter zum Bahnhof ersparen können, wußte ich damals allerdings noch nicht.

Mein Weg folgt der Großen Mühl.
Mein Weg folgt der Großen Mühl.

Flach gings an der Mühl entlang hin zur Staumauer und dann weiter am Stausee bis hin zur Straße, die nach Pürnstein führt.

Am Neufeldener Stausee entlang.
Am Neufeldener Stausee entlang.

Die ging ich dann weiter entlang bis eben Pürnstein. Dort war gemeinsam mit der Bahn, die allerdings entgegengesetzt von der östlichen auf die westliche Seite, die Mühl zu übersetzen und weiter gings durch den Ort, über dem rechts oben die Burgruine thront. Hier gäbs auch eine Wegvariante, die an der Ruine vorbei auf anderen Wegen Richtung Osten führt und knapp vor dem Hansberg wieder auf den Hauptweg trifft. Zwischendurch in Pürnstein ‚erwischte‘ mich eine Anwohnerin und mindestens 10 min durfte ich nicht weitergehen, war aber ein nettes Geplauder.

Pürnstein. Ein Teil davon.
Pürnstein. Ein Teil davon.

Das Highlight des Tages folgte dann. Bald nach Pürnstein verläßt man die Straße und geht bis zur Iglmühle direkt am Ufer der Mühl entlang, auf feinen Steigen, mal breiter, mal schmäler, sehr schön. Auf der gegenüberliegenden Seite führen ebenso direkt am Ufer bzw zeitweise durch den Wald abkürzend die Gleise der Mühlkreisbahn. Wunderbar hier.

Irgendwann war aber dieses besondere Stück Weg (ein bißchen vielleicht an die Thayawanderung am 07er bzw am NÖLRWW erinnernd) leider vorbei. Die Kläranlage Iglbach ist das erste Zeichen, bald danach steht, bzw richtiger geht man wieder auf der Straße. Es folgt die Vorbeiwanderung an der Hst Iglmühle und schließlich biegt beim Ghf Bachschmiede die Markierung aus dem Mühltal weg.

Beim Ghf Bachschmiede.
Beim Ghf Bachschmiede.

1/4 1 wars, als ich hier vorbeikam. Es geht ein Stück zu ein paar Häusern, dann hinunter an einen kleinen Bach und über schöne Wiesenwege weiter zu den nächsten Höfen.

Wiesenwanderung.
Wiesenwanderung.

Hier erreicht man wieder Asphalt, es geht ein Stück auf einer schmalen Straße dahin, bis bei einem Haus die Markierung auf einen sehr schmalen Steig wegzweigt. Ab hier gehts dann entlang des Bachmüllerbachs stetig aufwärts, auch sehr nett zu gehen.

Im Hochwald vor Straß.
Im Hochwald vor Straß.

Der Weg dreht nach einer Zeit nach rechts und nach einem etwas steileren Hang im Hochwald und letzten flachen Waldmetern erreicht man den Waldrand, freie Fläche und wieder Asphaltuntergrund bei ein paar zur Streusiedlung Straß gehörigen Häusern.

Raus aus dem Wald.
Raus aus dem Wald.

Aber nicht für lange. Bald zweigt die Markierung wieder ab und es ging leicht bergan zwischen Waldrand und Wiesen. Hier erwischte mich dann der Nebel.

Der Nebel taucht auf.
Der Nebel taucht auf.

Bisher wars zwar trüb und es nieselte zeitweise ganz leicht, aber die Sicht war brauchbar. Die reduzierte sich dann aber auf vielleicht 100 m, viel mehr war das nicht mehr.

Und wird dichter.
Und wird dichter.

Der Weg zog dann nach rechts, bog bei einem Hof nach links weg und bald war ich in St. Peter am Wimberg, 1/2 2 wars da. Ich ging nur durch den Ort, pausierte nicht.

In St. Peter am Wimberg.
In St. Peter am Wimberg.

War ja heute wieder recht knappes Programm, Dunkelheit war mir sicher und es ging auch gut dahin, also auch keine Notwendigkeit von daher. Mein heutiger Vergeher folgte anschließend. Der Mittellandweg zieht hier, jenen, die den Weg gebastelt haben, hoch anzurechnen, nicht direkt auf der Straße nach St. Johann, sondern nimmt auch kurze Umwege über Wiesen und Felder in Kauf. Bei jenem nach St. Peter übersah ich eine Abzweigung, und ging noch weiter zum nächsten Hof, wo mich dann aber doch das Fehlen von Markierungen stutzig machte.

Bei jenem Hof rechts, nicht geradeaus.
Bei jenem Hof rechts, nicht geradeaus.

Kurzer Blick in Karte und Wegbeschreibung und wieder retour. Nach diesem 20 min-Hoppala gings richtig über Feld- und Wiesenwege in einem Bogen wieder zur Straße hin, die dann bei Dorf ein Stück entlang. Hier hieß es dann auf die richtige Abzweigung für den Weiterweg zu achten. Der Nebel ließ keine Voraussicht zu und das in der Wegbeschreibung genannte schmiedeeisene Gedenkkreuz bei dem schräg nach rechts wegführenden Feldweg war wenig hilfreich. Bei jedem rechts wegführenden Feldweg stand so ein Kreuz, und zwei solcher Wege gabs, bevor der richtige kam.

Am richtigen 'schräg nach rechts die Straße verlassenden Feldweg'.
Am richtigen ’schräg nach rechts die Straße verlassenden Feldweg‘.

Also war ich da auch ein Stück querfeldein über ein Feld unterwegs. Der Feldweg mündete bald im Wald, es ging hinunter zu einem Bachgrund und auf der anderen Seite wieder bergan. Wieder den Waldrand erreicht, gings rechts an jenem entlang, bis ein Hof erreicht war, wo der Weg links wegzweigte und nach einem Stück Asphaltgeher wieder die Straße zwischen St. Johann und St. Peter querte.

Mit scharfem Blick lässt sich links der angesprochene Hof erkennen.
Mit scharfem Blick lässt sich links der angesprochene Hof erkennen.

Weiter gings im dichten Nebel in einem Bogen nach rechts über Wiesenwege an Busch- und Baumzeilen vorbei am Petersberg und schließlich wieder hinunter zur Straße.

Nebel. Beim Petersberg.
Nebel. Beim Petersberg.

Die wurde vor St. Johann dann nochmals verlassen, diesmal an die rechte Seite, dort zog der Weg über einen kleinen Hügel parallel und über der Straße führend weiter. Wieder die Straße erreicht, folgte ich dieser bis zum Ortseingang von St. Johann am Wimberg. Also wenn ich der Wegbeschreibung einfach mal glaube, denn infolge des Nebels sah ich von St. Johann gar nichts, auch nicht die in Sichtweite (zit. Wegbeschreibung) liegende Ortstafel. Hier bog die Markierung in einen zum Teil asphaltierten Güterweg, dem ich erst leicht bergan, dann bergab bis zu einer Wegkeuzung folgte.

Jene Wegkreuzung nahe St. Johann.
Jene Wegkreuzung nahe St. Johann.

Über die gings grad drüber und schön langsam ansteigend zu den Häusern von Schlag und weiter zum Hansberg.

Durch Schlag.
Durch Schlag.

Hier war ich schon mal, auf einem Jugendlager oder einer Lernwoche, irgendsowas, als ich 12 oder 13 war. Heimgekommen bin ich damals mit einem gebrochenen rechten Unterarm, ziemlich hohe Wippschaukeln hatten die hier damals. Knapp nach 4 wars hier übrigens schon, zum leidigen Nebel, obwohl die Stimmung ist schon ganz nett ist bei so Nebelwanderungen, bahnte sich die Dunkelheit langsam an. Also weiterhin keine Pause und weiter. Bergab gings erst auf einem Steig relativ steil durch den Wald, bis ich wieder Asphalt unter meinen Füßen hatte und rechts in Richtung an zu Windhag gehörenden Häusern vorbeiging. Ich überquerte dann eine Straße, auf welcher es rechts nach St. Veit im Mühlkreis geht.

Wieder auf Wiesenwegen unterwegs.
Wieder auf Wiesenwegen unterwegs.

Ich verließ hier die Straße wieder und setzte meinen Weg immer leicht bergab über Wiesen, am Waldrand und durch den Wald fort zu ein paar Höfen, wo ich eine Straßenkehre auszugehen hatte und bald in einen Karrenweg links wegzweigte. Hier hatte mich der Wald wieder und dann auch die Dunkelheit endgültig. Fotos waren ab hier keine mehr zu machen.

Letztes anschaubares Foto von unterwegs.
Letztes anschaubares Foto von unterwegs.

Weiter gings bergab, da verschwand dann dafür wenigstens der Nebel. Auf dem matschigen Karrenweg, an dessen Rand ich zwischendurch eine erste und einzige kurze Pause machte, erreichte ich den Hang vor Schiefermühle, auf dem es wieder über Wiesen dort hinging. Bei Schiefermühle zweigte ich rechts weg, und wieder über Wiesenwege gings dahin. Die Stirnlampe hatte ich auch schon parat, außer für die kurzen Blicke in die Karte brauchte ich sie hier aber noch nicht, die Wege waren auch so deutlich zu erkennen. Bald nach einem Hof gings wieder rechts weg und die für heute abschließende Steigung stand an, die hinauf nach Waxenberg. Zum einen steil und erst durch den Wald, zum andren durch das Gewinnen von Höhe wieder in den Nebel eintauchend. So fand ich nach Verlassen des Waldes den Weg über eine steile Wiese weiter nicht, querte die dann nach Gefühl und landete auf der Zubringerstraße eines in der Nähe stehenden Hauses. Die ging ich weiter und bald danach kam von rechts die Markierung wieder daher. Noch ein paar 100 m gings bergan, am Schluß schon flacher werdend auf dieser Straße bis ich um knapp vor 3/4 6 in Waxenberg stand.

In Waxenberg.
In Waxenberg.

Der letzte Anstieg aus dem Tal der Kleinen Rodl waren doch etwas mehr als 150 hm, ergab eine durchaus nicht kleine Menge an Schweiß. Ab hier wollte ich der Dunkelheit wegen nach Oberneukirchen nicht mehr die Markierung entlang gehen, sondern entschied mich dafür, die Straße zu benutzen. War von der Wegsrecke auch gar keine große Ersparnis und waren wenig erbauliche 3 km, eher etwas gefährlich, angesichts des Nebels und des Tempos der Vorbeifahrenden. Aber um 1/4 7 war ich in Oberneukirchen. Und hatte mein Quartier in jenem Gasthof, in welchem ich vor bald 2 Jahren am 09er eingekehrt war.

Bemüht, aber nicht gelungen: Ein letzter Fotoversuch am Ortseingang von Oberneukirchen.
Bemüht, aber nicht gelungen: Ein letzter Fotoversuch am Ortseingang von Oberneukirchen.

(Wegstrecke: 30 km)

Tag 3 (18.12.2015): Oberneukirchen – Neumarkt im Mühlkreis

Der Tag begann bestens – grandios verschlafen. Mein Wecker muss wohl stundenlang geläutet haben, bevor ers dann aufgegeben hat. Jedenfalls kam ich erst um ca 1/4 12, aber nach mehr als 10 Stunden Schlaf und damit frisch ausgeruht weg aus Oberneukirchen.

Ein spätes 'Guten Morgen' aus Oberneukirchen.
Ein spätes ‚Guten Morgen‘ aus Oberneukirchen.

Von der Planung war es recht egal. Mein Ziel Neumarkt im Mühlkreis sollte ich trotzdem leicht erreichen, allerdings damit erst bei Dunkelheit. Das war zuvor nicht vorgesehen, aber ich muss ja in Übung bleiben. Busverbindungen von Neumarkt hinunter nach Linz gibts bis spätabends auch ausreichend. Am Hauptplatz genehmigte ich mir noch ein Leberkäsesemmelfrühstück vom Fleischer nebenan, bevor ich mich auf den Weg machte. Und noch was: die Sonne schien, als ich mein Frühstück am Hauptplatz zu mir nahm. Sehr angenehm.

Rückblick nach Oberneukirchen.
Rückblick nach Oberneukirchen.

Raus aus Oberneukirchen gings am unteren Ende des Hauptplatzes durch ein schmales Straßerl, gegenüber jener Straße von der der 09er vom Sternstein herkommt.

Raus aus Oberneukirchen.
Raus aus Oberneukirchen.

Die ersten Kilometer gehts auf asphaltierten Güterweg dahin, dann zweigt die Markierung in einen Waldweg, den man knapp vor dem Ghf Sonnenhof verläßt.

Gleich gehts links in den Wald.
Gleich gehts links in den Wald.

Der Weiterweg nach Zwettl an der Rodl geht anschließend noch abwärts nur noch auf der Straße. Der Ortseingang zieht sich hier ziemlich, bald aber war ich am Hauptplatz und schlenderte im Ort noch ein wenig herum, bevor ich mich weiter auf den Weg machte.

Zwettl an der Rodl.
Zwettl an der Rodl.

Ein Stück gings an der vielbefahrenen Bundesstraße von Linz nach Bad Leonfelden entlang, bald war ich die Betonschneise aber wieder los. Links gings raus aus Zwettl und einmal einen Hang hinauf, wo ich wieder in den Wald gelangte.

Am Weg zwischen Zwettl und Rudersbach.
Am Weg zwischen Zwettl und Rudersbach.

Ein paar weitere Höhenmeter und ich verließ den Wald wieder und ging auf Feldwegen nach Rudersbach. Alles noch immer ein wenig im Aufwärtsgang.

Gleich in Rudersbach.
Gleich in Rudersbach.

Nachdem ich Rudersbach verlassen hatte, gings auf Wiesen weiter, dann hin zur Straße zwischen Sonnberg und Hellmonsödt.

Über Wiesen.
Über Wiesen.

Dieser folgte ich dann, jetzt im leichten Bergab bis knapp vor Sonnberg. Vor einem Gasthof zweigt der Mittellandweg rechts in einen Weg zwischen Feldern und erreicht bald wieder den Wald. In diesem gings angenehm dahin, wieder mehr bergan als bergab, über eine größere Lichtung drüber und bald raus dann.

Aus dem Wald und nach Oberaigen.
Aus dem Wald und nach Oberaigen.

Man verläßt den Wald in einen Güterweg knapp vor dem Örtchen Oberaigen, das durchquert wird und folgt anschließend einem Weg hinunter zu einer zu querenden Straße. Wieder ein kurzes Stück im Wald und zur nächsten Straße, nämlich jener, die links hinein nach Reichenau führt. Die Markierung folgt dieser Straße aber nicht lange, bald zweigt man nach rechts in die Zubringerstraße zur Ruine Reichenau ab.

Burg Reichenau.
Burg Reichenau.

Von der Ruine dann geht es einen Waldweg steil bergab bis direkt vor Reichenau.

Reichenau im Mühlkreis.
Reichenau im Mühlkreis.

Als ich dann in Reichenau war, fings zu regnen an. Nicht stark, aber aus der Wegbeschreibung wußte ich, dass auf der Strecke danach keine Möglichkeiten bestehen sollen, die Wanderung abzubrechen und öffentlich nach Hause zu kommen. In Reichenau selbst hätte diese Möglichkeit noch bestanden. Es war aber erst knapp vor 1/2 3, also ging ich gleich weiter. Über den Hauptplatz gings, und bald danach durch eine enge steile Gasse hinauf zu einem Gasthof, daran vorbei und an die Straße Richtung Ottenschlag im Mühlkreis. Dieser folgte ich einen guten Kilometer, dann zweigte die Markierung ab und führte mich durch den Wald und bergan zu einem Stadl. Es regnete noch, hier machte ich eine längere Pause und schaute mal nach, ob tatsächlich von und zu den noch kommenden kleinen Ortschaften keine Busverbindungen bestehen. War tatsächlich so, weder in Stiftung, noch in Lamm, auch nicht in Baumgarten war ein Bus unterwegs.

Mein Pausenbankerl.
Mein Pausenbankerl.

Allerdings hörte während meiner Pause auch der Regen wieder auf und der schon aufgetauchte Gedanke ans Retour nach Reichenau war sofort wieder weg. Fast eine halbe Stunde Rast genehmigte ich mir hier. Der weitere Weg war der Anstieg nach Zollerberg, ein schmaler Steig, schön zu gehen, der in einen breiteren Waldweg führt, der dann rechts weg und schon wieder flach zu einer Straße, an ein paar Höfen vorbei und hinunter zur Straße zwischen Wintersdorf und Ottenschlag führt.

Hinunter ins Tal vor Eggerling.
Hinunter ins Tal vor Eggerling.

Hier war ich dann gleich in Eggerling und hier hätte es eine Busstation gegeben und um etwa 1/2 7 auch einen Bus, aber der Regen war weg, kein Thema mehr. Ein wenig später tauchten auch wieder blaue Flecken am Himmel auf.

Eggerling und Busstation.
Eggerling und Busstation.

In Eggerling folgte ich dann der Markierung, die gleich links in die Straße nach Stiftung abzweigte. Im leichten Bergan kam ich zu zu Haid gehörenden Häusern und wich ab hier der Straße über einen Wiesenweg aus, der mich nach Helmetzedt brachte.

Helmetzedt.
Helmetzedt.

Von Hellmetzedt gings auch wieder gleich in einen Wiesenweg und drüber über eine Kuppe in das Örtchen Stiftung.

Über diese Kuppe dann nach Stiftung.
Über diese Kuppe dann nach Stiftung.

Im leichten Bergab und in einem Rechtsbogen in den Ort, wo es übrigens Übernachtungsmöglichkeit in einem Bauernhof gäbe. Ein schöner Bauernhof, im typischen Mühlviertler Stil.

Durch Stiftung.
Durch Stiftung.

Es ging gleich wieder auf die von Eggerling kommende Straße, schon bald aber zweigte ich rechts weg und ging wieder über Wiesen in Richtung Wald. Und hier kam dann die Dunkelheit, ziemlich flott. Bergab gings durch den Wald, ich kam auf eine Lichtung und schon ein kurzes Stück später lag Lamm vor und unterhalb von mir.

Zwischen Stiftung und Lamm.
Zwischen Stiftung und Lamm.
Als ich Lamm erreiche, ist es stockdunkel.
Als ich Lamm erreiche, ist es stockdunkel.

Stockdunkel wars hier dann schon. Die Stirnlampe kam heraus, um im Zweifelsfall Hilfestellung zu geben, und in Lamm brauchte ich sie dann auch gleich, denn in Lamm war wieder rechts wegzubiegen, die entsprechenden Markierungen mussten erst gefunden werden. Raus aus Lamm gings eine steile Wiese aufwärts zu ein paar noch zu Lamm gehörenden Häusern, weiterhin bergan an einem Feld vorbei und durch einen kleinen Waldflecken weiter auf die Anhöhe vor Baumgarten.

Die Anhöhe vor Baumgarten. Bzw.: Dunkelheit.
Die Anhöhe vor Baumgarten. Bzw.: Dunkelheit.

Dorthin führte dann ein Feldweg in einem Bogen hinunter. Nach Baumgarten erreichte ich die Straße nach Schall, auf der es ein Stück entlang ging, bevor die Markierung rechts wegzweigte. Es ging noch am Hang eines Hügels herum, bald wieder im Wald und auf einem schmalen, recht verwachsenem Steig dahin. Und hier tauchte auch wieder ein bißchen der Nebel auf, auch hier war die Stirnlampe wieder sehr hilfreich. Ich erreichte dann freie Fläche und einen Güterweg, auf den ich rechts einschwenkte und schließlich zu einer Straßenkreuzung bei einem zu Zissingsdorf gehörenden Hof kam. Hier verabschiedete ich mich von der 150er-Markierung, nach links gings Richtung Neumarkt, meinem heutigen Tagesziel.

Der 150er zieht nach Trosselsdorf, mich aber ziehts nach Neumarkt.
Der 150er zieht nach Trosselsdorf, mich aber ziehts nach Neumarkt.

Gerade wärs weiter nach Trosselsdorf gegangen. Auf einem asphaltierten Güterweg ging ich flach dahin Richtung Neumarkt, zum Teil auf dem Pferdeeisenbahnweg bis zur Stroblmühle, wo ich dann noch einem Forstweg bergan bis knapp vor Neumarkt folgte. Von der Stroblmühle führt auch ein markierter direkter Weg wieder auf die 150er-Markierung retour – dem werde ich dann bei der Fortsetzung folgen. Als ich den Forstweg verließ, lag dann Neumarkt schon vor mir.

Am Hauptplatz von Neumarkt im Mühlkreis.
Am Hauptplatz von Neumarkt im Mühlkreis.

Um knapp vor 3/4 7 war ich am Hauptplatz, hatte gerade einen Bus versäumt und deswegen 1 1/2 Stunden Zeit. Die nützte ich für ein wenig Herumbummeln und anschließend für die Einkehr bei einem am Hauptplatz gelegenen Wirtn.

(Wegstrecke: ca. 25 km)

 

2 Kommentare zu „Mühlviertler Mittellandweg 150 Tage 2 und 3: Neufelden – Neumarkt im Mühlkreis“

  1. Du hast beim Wetter offenbar das gleich gute Händchen wie die beiden Zentralalpenweg’ler, beigl und gtwo 🙂

    1. Ach, so schlimm kommt mir das gar nicht vor. Habe eher den Eindruck, dass ich mit dem Wetter recht viel Glück habe. Richtig mies wars heuer eigentlich nur am 03er beim Naßfeld bzw wenn man Hitze von über 30 Grad unter ‚Wetter‘ einordnet, dann war ‚Wetter‘ heuer recht häufig 😉

      Jedenfalls war ich an den beiden vergangenen Tagen bei blauem Himmel unterwegs.

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