Zentralalpenweg 02 Tage 21 bis 23: Breitlahnhütte – Südwiener Hütte

Um es in den nächsten drei Tagen auch bestimmt bis zur Südwiener Hütte zu schaffen, entschloß ich mich zur Anreise zur Breitlahnhütte schon am 24. Juli, also am Donnerstag nachmittags. Andernfalls wäre ich erst am Freitag nachmittags um 1/2 4 dort gewesen und hätte dann noch den Weg zur Preintaler Hütte vor mir gehabt. In 3 Tagen sollts bis zur Südwiener Hütte gehen, Obertauern wäre zwar ein von der Hin- und Rückfahrt her vielleicht praktischeres Zwischenziel gewesen, aber von der Planung der nachfolgenden Etappen war das Erreichen der Südwiener Hütte vorteilhafter.

Also war ich nach der Wegfahrt von Wien um 1/2 3 dann um 1/2 8 abends bei der Breitlahnhütte, zuletzt im Bus mit einer nicht ganz erfreuten Lenkerin, die nicht mehr annahm, dass sie abends noch ins Kleinsölktal hineinfahren muss, aus ihren Anrufen zwecks Terminverschiebung nach meinem Einsteigen in Stein an der Enns zu schließen.

Stein an der Enns Hauptbahnhof (Grimming im Hintergrund)
Stein an der Enns Hauptbahnhof (Grimming im Hintergrund)

Am Freitag wollte ich ziemlich früh auf, stand doch gleich am ersten Tag der lange Weg bis zur Gollinghütte an, mit 2400 zu machenden Höhenmetern auf dem Weg bis dorthin.

Tag 21 (25.07.2014): Breitlahnhütte – Gollinghütte

Geschlafen habe ich nicht gut. Erst irgendwann nach 1 eingeschlafen, aber es klappte mit dem früh aufstehen. 1/2 6 war ich auf und es wurde ein langer Tag. 2400 Höhenmeter warens bergauf, die gehen rein, mehr aber noch die insgesamt 1800 Höhenmeter bergab. Aber auch gröberer Vergeher spielte eine Rolle. Wie gewollt kam ich also um 1/2 7 weg, auch die 6er-Gruppe, die ebenfalls hier im Lager übernachtet hatte, war zu dieser Zeit schon beim Frühstück.

Bei der Breitlahnalm. Frühmorgens.
Bei der Breitlahnalm. Frühmorgens.

Geregnet hatte es in der Nacht, also wars sehr feucht. Gleich nach der Alm gings links weg, noch ein Stück flach dahin, das änderte sich aber bald. Rechts weg zogs in den Wald, steil auf einem Steig bis die Zubringerstraße zur Lassachalm erreicht war. Die wurde dann noch 2mal abgekürzt und ich erreichte auf diesem Fahrweg die Alm.

Lassachalm.
Lassachalm.

Dort wurde aus dem Fahrweg ein Fußsteig, der noch kurz hinein am Hang entlang in Richtung Talschluß führte. Dann zweigte die Markierung rechts steil weg.

Steil wirds wieder.
Steil wirds wieder.

Wie gesagt, naß wars und im oft kniehohen Gemüse dahinsteigend schwamm ich bald in meinen neuen Schuhen. Lange Zeit ging es so im hohen Gras und Grünzeug dahin. Und steil. Bis ich zu einer kleinen, offenen Hütte kam, wo ich nach 2 1/2 Stunden das erste Mal kurz rastete und meine Schuhe ausleerte. Gamaschen wären auf dem Weg das richtige gewesen.

Am Weg Richtung Karlkirchen.
Am Weg Richtung Karlkirchen.

An der Baumgrenze war ich hier schon, es ging weiter steil bergauf und der Weg wendete sich bald nach links weg und führte hangwärts Richtung Karlkirchen, eine Scharte mit einer größeren Höhle nebenan.

Karlkirchen.
Karlkirchen.

Ein Stück gings jetzt bergab, während welchem Stück ich nochmals meine Schuhe ausleerte, war dann aber nimmer notwendig, die hoch verwachsenen Wege waren vorbei für diesmal. Am Hang des Hohen Scharecks entlang oberhalb des Stummerkessels gings weiter. Am Ende dieser Querung sah man dann schon in Richtung Trattenscharte.

In den Hang unterhalb des Hohen Scharecks.
In den Hang unterhalb des Hohen Scharecks.

War aber noch ein ordentliches Stück Weg dorthin. In die Richtung gings jetzt ganz flott bergauf an unzähligen kleinen Bacherln und Quellen vorbei, vorbei an der Abzweigung zum Stierkarsee, bei den Goldlacken vorbei und dann über Blockfelder und ein paar Schneefelder zur Scharte, die auf einem solchen Schneefeld erreicht wurde.

Richtung Trattenscharte.
Richtung Trattenscharte.

1/2 11 wars ca.. Schon ab da hatte ich zeitweise ein bißl Probleme mit der Markierung, den Weg zur Wildlochscharte, ebenfalls über Schnee- und Blockfelder gemischt fand ich aber noch ganz gut.

Trattenscharte.
Trattenscharte.

Und dann kam die Abzweigung zur Hochwildstelle. Ja, und die nahm ich, ging rechts statt links. Keine Ahnung, warum, markiert wars eh deutlich. Ging bergan und ich wunderte mich (mal wieder). Nach geschätzten etwa 150 hm, und der Gipfel und die dorthin führende Scharte waren schon ganz nah, nahm ich dann doch mal die Karte zur Hand.

Schon knapp dran an der Hochwildstelle.
Schon knapp dran an der Hochwildstelle.

Und, eigentlich keine Überraschung: ich war falsch. Wieder zurück zu dieser

Abzweigung
Abzweigung

und diesmal dann richtig weiter. Hinunter. Der Abstecher dauerte wohl, auch geschätzt, ne knappe Stunde. Über mehrere Steilstufen, anfangs noch blockig und über harmlose Schneefelder, gings im Trattenkar bergab, wurde dann ein schmaler Almsteig daraus. Begleitet wurde ich von einer ganzen Menge an Schafen, die ein regelrechtes Mäh-Konzert veranstalteten. Bei manchen rätselte ich sowieso, wie die an ihre eingenommenen Plätze auf Graten, Hängen und Gipfeln kamen.

Schafkonzert auch von der Wildlochhöhe.
Schafkonzert auch von der Wildlochhöhe.

Am Hang des Schneider gings dann entlang, während dem dann die Preintaler Hütte in den Blick kam. Ich traf dann auf einen Bach, ab welchem der Steig steil direkt hinunter zur Hütte wegzweigte.

Zur Preintaler Hütte.
Zur Preintaler Hütte.

Um 1/2 2 war ich da, machte eine 3/4 Stunde Pause in der sehr angenehm und sympathisch wirkenden Hütte. Pofesen gönnte ich mir, kannte ich eigentlich noch nicht, sollte man aber kennen. 1400 Höhenmeter hatte ich heute schon am Weg zur Trattenscharte erledigt, die restlichen 1000 standen jetzt am Nachmittag auf dem Weg zum Greifenberg an, mit 2618 m der höchste Punkt auf der diesmaligen Teilstrecke.

Und auf der anderen Talseite wieder bergan Richtung Lämmerkar.
Und auf der anderen Talseite wieder bergan Richtung Lämmerkar.

Leicht bewaldet gings bergan in das Äußere Lämmerkar, durch dieses recht flach hindurch und dann wieder steil bergan das Innere Lämmerkar ausgehend an den Abbrüchen der Steinkarhöhe entlang, besonders die letzten Meter in die Untere Klafferscharte.

Rückblick zu Hochwildstelle, Trattenscharte und Hohem Schareck.
Rückblick zu Hochwildstelle, Trattenscharte und Hohem Schareck.

Einige Leute kamen mir hier entgegen, wegen des doch unsicheren Wetters war aber nicht allzu viel los. Aber das Wetter hielt den ganzen Tag, kam sogar einige Male die Sonne heraus und kalt wars den ganzen Tag nicht.

In die Untere Klafferscharte.
In die Untere Klafferscharte.

Von der Scharte gings in den Klafferkessel, eh bekannt und das zurecht. Schön ist es hier und ich durchwanderte ihn jetzt zur Gänze, bis zum Anstieg zum Greifenberg, der die ganze Zeit schon zu sehen war.

Und der Anstieg dorthin über die Obere Klafferscharte hatte es schon durchaus in sich. Ein paar Schneefelder, blockig wieder, unterbrochen von feinem gerölligem Untergrund.

Obere Klafferscharte.
Obere Klafferscharte.

Und das ziemlich steil, und ich spürte dann doch schon die vielen heute gemachten Höhenmeter. Besonders ab der Scharte am Steig zum Gipfel, wo ich meinem Eindruck schon recht langsam unterwegs war. Um 3/4 6 war ich aber oben, machte eine 1/4 Stunde lang Pause und dann gings an das letzte Stück heute.

Am Greifenberg.
Am Greifenberg.

Nur noch bis zur Gollinghütte, das ’nur‘ allerdings unter Anführungszeichen. Denn das zog sich. Erst über Blockfelder und einen gerölligen Steig in den Greifenbergsattel zum Sattelsee und dann steil hinunter. Ziemlich direkt in schmalen Serpentinen, zwischendurch durch ein paar Zusatztritte und Stahlseile ein wenig versichert. Bis ich dann die Gollinghütte sah.

Erster Blick zur Gollinghütte.
Erster Blick zur Gollinghütte.

Dann aber zog sichs weiter, denn erst gings den Hang Richtung Norden entlang, quasi in die falsche Richtung und auch der Weg wurde mühsam. Feucht, gatschig, teilweise wieder versichert. Der Weg wendete sich dann links weg, führte in engen rutschigen Serpentinen bergab und dann endlich wieder links weg in Richtung Hütte. Um 1/4 9 war ich da, doch um einiges später eigentlich, als ich gerechnet hatte.

(Wegstrecke: 23 km)

Tag 22 (26.07.2014): Gollinghütte – Oberhütte

Guten Morgen von der Gollinghütte.
Guten Morgen von der Gollinghütte.

Ziemlich Pfuuhh heute wieder. Wieder ein mehr als 13 Stunden-Tag mit etwa 2000 hm, und mit den mehr als 13 Stunden hatte ich auch wieder nicht gerechnet. 1/2 6 Uhr war wieder Aufstehen angesagt, nach dem Frühstück kam ich wieder um 1/2 7 weg. Und bald stand eine ordentliche Steigung an. Nachdem ich von der Gollinghütte in den Talschluß, den Gollingwinkel hin zur N-Wand des Hochgolling gegangen war, gings rechts weg Richtung Gollingscharte.

In den Gollingwinkel.
In den Gollingwinkel.

700 hm durchgehend steil bergauf, erst im Grünen, dann über Block und Geröll, bloß der ganz letzte Aufschwung war weniger steinig.

Knapp 2 Stunden brauchte ich zur Scharte und machte mich sehr bald wieder an den Weg zur von hier schon zu sehenden Landwierseehütte. Nach dem ersten Schneefeld in einer gut gestuften Spur, kam mir ein Papa mit seinen beiden Kindern entgegen, der davon erzählte, dass in der Landwierseehütte bis etwa 2 Uhr nachts Party war. Da wars auf der Gollinghütte angenehmer.

Landwierseehütte oberhalb des Göriachwinkels.
Landwierseehütte oberhalb des Göriachwinkels.

Recht anstrengend über feuchtes Geröll, zwischendurch gabs anfangs noch ein paar kleine Schneefelder, kam ich aber ganz zügig bergab, bis es dann wieder grüner wurde, ein paar Serpentinen noch zu machen waren und schließlich schon im Talschluß des Göriachbachtals, dem Göriachwinkel über Wiesen zur Zubringerstraße zur Landwierseehütte gequert wurde. Hier war ich übrigens dann das erste Mal in Salzburg. Einmal musste/durfte (wie auch immer :)) ich nochmals in die Steiermark zurück, bei der Akarscharte, wo ich dann abends war, gings endgültig nach Salzburg. Noch ein Detail: Der direkte Höhenweg zwischen der Gollingscharte und der Trockenbrotscharte und der dazwischenliegende Aufstieg zur Samspitze sind gesperrt,

Gesperrter Höhenweg.
Gesperrter Höhenweg.

mit ein Grund, neben den gehtechnischen Schwierigkeiten angesichts eines noch vorhandenen abschüssigen Schneefeldes und fehlender Seilversicherungen, soll sein, dass der Hüttenwirt der Landwierseehütte um seine Umsätze fürchtet, wenn die Leute dort oben marschieren. Der Wirt der Keinprechthütte will ihn aber bald öffnen, nachdem bald die fehlenden Seilversicherungen gebaut werden sollen. Mal sehen, wer den auch hier angekommenen Wettbewerb ums Geld gewinnt 😐

Auf der Zubringerstraße zur Landwierseehütte kamen mir dann einige Leute entgegen, ein paar wirkten tatsächlich noch nicht ausgenüchtert, ineinander eingehakt, gestützt, mit wirrem Blick. Dürfte tatsächlich eine längere Nacht gewesen sein. Ein Stück gings auf dieser Schotterstraße bergan, dann war ich um bald nach 10 Uhr da und machte Trinkpause.

Und weiter gehts zur Trockenbrotscharte.
Und weiter gehts zur Trockenbrotscharte.

Um 1/2 11 gings weiter den Hang hinauf zur Trockenbrotscharte, eben die ca. 200 hm, die man sich mit der Begehung des vorher erwähnten Höhenweges ersparen könnte.

Von der Trockenbrotscharte ins Schladminger Obertal.
Von der Trockenbrotscharte ins Schladminger Obertal.

Von der Scharte gings erstmal steil bergab, bis die Querung am Hang des Pietrach zur Keinprechthütte begann. Erst auch noch bergab, dann als die Hütte schon zu sehen war, immer flacher werdend hinüber.

Am Weg zur Keinprechthütte (Rechts oben Krukeck und Krukeckscharte).
Am Weg zur Keinprechthütte (Rechts oben Krukeck und Krukeckscharte).

Auf dem Weg jausnete ich was und nach der Hangquerung gings das letzte Stück zur Hütte wieder über die Zubringerstraße. Um 3/4 1 war ich dort, machte Suppen- und Trinkrast, plauderte ein bißl mit dem Hüttenwirtn, u. a. über denStreit um den Höhenweg und die Umsätze und ging um 1/2 2 Uhr weiter.

Keinprechthütte.
Keinprechthütte.

6 1/2 Stunden warens noch laut der Wegbeschreibung, also war für heute wieder der Abend verplant, quasi. Der nachfolgende Weg zur Krukeckscharte war übrigens der Weg, wo mein Vater und ich vor vielen Jahren wegen Schneefalls umdrehen mussten. Danach gings beim 1. 02er-Versuch, mit Ausnahme des Stücks von Gschnitz zum Brandenburgerhaus nicht mehr weiter, weswegen es ja letztes Jahr den Neustart gab. Steil gings hinauf Richtung Scharte, erst in Serpentinen, dann links hinüber über gemischt grasiges und blockiges Gelände am Hang oberhalb der Keinprechthütte entlang. Zu regnen fings hier erst Mal nur kurz an, war aber noch vor der Scharte zu Ende.

Krukeckscharte.
Krukeckscharte.

Am Weg dorthin überholte mich dann ein Wanderer bzw eher Läufer, der grad zur Keinprechthütte kam, als ich weg ging und der auch schon auf der Gollinghütte übernachtet hatte, ein paar Minuten vor mir gestartet war, aber zwischendurch auch noch den Hochgolling bestiegen hatte. Der Weg zog dann nach hinten zur Krukeckscharte.

Und von der Krukeckscharte weiter zur Rotmandlspitze.
Und von der Krukeckscharte weiter zur Rotmandlspitze.

Von dort gings hinüber zur Rotmandlspitze, eine reine Blockfeldwanderung mit ein paar Schneefeldern dazwischen und ein paar Leuten, die entgegenkamen und damit gabs ein paar kurze nette Plaudereien. Bei der Scharte vor der Rotmandlspitze traf ich jenen wieder, der mich überholt hatte, er machte hier Pause und war ins Kartenstudium vertieft. Überholte ich ihn jetzt, sozusagen, er hatte als Tagesziel die Ignaz Mattis-Hütte.

Selbes Stück Weg. Zur Krukeckscharte zurückfotografiert.
Selbes Stück Weg. Zur Krukeckscharte zurückfotografiert.

Hinüber gings noch zum Gipfel der Rotmandlspitze und beim Bergabgehen von dort wurde ich dann wieder überholt. Und dann fings zu donnern an, und als ich den steilen Hang hinter mir hatte und im Vetternkar war, es flacher in Richtung Giglachseen ging, fings zu schütten an.

Im Vetternkar Richtung Giglachseen. Und es schüttet.
Im Vetternkar Richtung Giglachseen. Und es schüttet.

Und schüttete durch die nächste etwa 3/4 Stunde, die ich noch zur Ignaz Mattis-Hütte brauchte. Wenigstens war die anfänglichen Gewitteranzeichen verschwunden. Die Pause bei der Hütte um 3/4 5 war nötig, aber gleich nachdem ich dort war, hörte der Regen auch auf.

Ignaz Mattis-Hütte. Es schüttet noch immer.
Ignaz Mattis-Hütte. Es schüttet noch immer.

Also gings nach etwas mehr einer 1/2 Stunde Pause weiter.

Und weiter von der Ignaz Mattis-Hütte.
Und weiter von der Ignaz Mattis-Hütte.

Erst am See entlang zur Giglachseehütte, von dort links weg, auf einem Steig leicht ansteigend zum Znachsattel und von diesem dann Richtung Akarscharte weg, nochmals auf 2300 m hinauf. Einen recht breiten Fußweg gings zügig, aber nicht allzu steil bergan und wendete sich dann der Weg Richtung rechts zur Scharte zwischen den beiden Kalkspitzen, der war dann recht flach und führte oberhalb der Seen entlang. Durch den herumziehenden Nebel hier, teilweise war er auch ziemlich dicht, nette Stimmungen und Bilder rundherum.

Im Herumziehenden Nebel zur Akarscharte.
Im Herumziehenden Nebel zur Akarscharte.

Recht erledigt war ich dann langsam und der anstrengende Abstieg zur Oberhütte wäre diesbezüglich nicht mehr notwendig gewesen, die 2 langen Tage ließen dann schon ordentlich die Oberschenkel und die Sohlen brennen.

In der Akarscharte.
In der Akarscharte.

Der Weg war aber eh ganz ok. Recht flach und gerade weg von der Scharte, karstiges Gelände, kleingerölliger Weg, bis es dann in langen Serpentinen schon den Latschenbereich erreichend schließlich in den Oberhüttensattel ging und endlich die Oberhütte samt See auftauchte.

Am Weg zum Oberhüttensattel.
Am Weg zum Oberhüttensattel.

Am See entlang gings weg von der Markierung und zur Hütte, die ich um 10 nach 8 erreichte. Gerechnet hatten sie dort angesichts der späten Stunde und des starken Regens am Nachmittag nicht mehr mit mir.

Oberhütte und Oberhüttensee.
Oberhütte und Oberhüttensee.

(Wegstrecke: 24 km)

Tag 23 (27.07.2014): Oberhütte – Südwiener Hütte

Nach 2 langen Tagen heute nur noch ein kurzer. Bis zum frühen Nachmittag wollte ich bei der Südwiener Hütte sein, um dann hinunter zur Busstation bei der Gnadenalm zu gehen, und per Bus und dann ab Radstadt mit der Bahn heimzufahren.

Wegweiser am Oberhüttensattel.
Wegweiser am Oberhüttensattel.

Etwas länger schlafen wäre heute drinnen gewesen, ja wenn im Lager nicht ein Schnarcher gewesen wäre, der mich um 1/4 6 aufweckte und nicht mehr einschlafen ließ. Um 6 dann halt auf, um 7 gabs Frühstück und 1/4 nach 7 ging ich weg. Ein bißchen schwer waren meine Beine von den beiden letzten Tagen zu Beginn, ging dann bald aber wieder recht gut. Retour am See entlang zur Markierung und dann zweigte ich rechts weg Richtung des Sattels zwischen Rosskogel und Sonntagskarhöhe. Der letzte längere Anstieg für diesmal,

Bergan. Gemütliche Sorte.
Bergan. Gemütliche Sorte.

ganz gemütlich zu gehen, nicht allzu steil auf einem schmalen Steig, und wie auch nachher dann bis zur Seekarscharte dauernd durch Kuhherden durch. Der Weg von der ersten Scharte hinüber zur Seekarscharte war dann recht flach und ging auf Wiesenflächen dahin.

Zur Seekarscharte.
Zur Seekarscharte.

Und von der Seekarscharte dann sah man bereits Obertauern. Ein Stückchen wars aber noch, erst steil hinunter, weiter die Straße zu den letzten Häuser auf den Schihängen hier abkürzend und schließlich auf der Straße am Seekarhaus vorbei.

Obertauern.
Obertauern.

Danach machte ich kurz Rast, wechselte von langer in kurze Hose und ging auf der Straße weiter in den Ort. 1/4 10 war ich ca. da, suchte mir eine Konditorei und angesichts der nur 10 Grad fand ich dieses Mal wieder einen Kakao für angebracht. Um etwa 10 ging ich wieder weiter, folgte noch der 02er-Markierung am Hang über dem Ort auf der Seite der Zehnerkarspitze entlang,

Am Hang ober Obertauern entlang.
Am Hang ober Obertauern entlang.

immer leichtes Bergauf und Bergab mal auf Wiesen, mal im gestrüppigen, teilweise auch bewaldeten Gelände, bis zur Wegkreuzung zum Wildsee. Ich gönnte mir aber den kürzeren Weg zur Südwienerhütte und ging rechts weg, durch Latschen wieder hinunter zur Tauernpaßstraße, aber gleich wieder auf einen Güterweg zwischen Weideflächen, der zum Tauernhof und zur Neuhofalm führte.

Wieder hinunter zur Tauernpaßstraße.
Wieder hinunter zur Tauernpaßstraße.

Von dort gings in den Wald, am Hang entlang oberhalb der Felseralm vorbei in den Unteren Hirschwandsteig. Immer wieder mal kleine, aber ganz ansprechende Steigungen dazwischen führt der Steig schön angenehm oft durch Lärchen- und Zirbenwälder dahin. Dazwischen, um ca. 11.40 machte ich noch eine Jausenrast, schön gemütlich angesichts der vorhandenen Zeitreserve, der Bus von der Gnadenalm sollte um 16.01 Uhr gehen. Einziges Manko des Wegs, den Lärm der Tauernpaßstraße hörte man die meiste Zeit, von daher wäre der längere Weg über den Oberen Hirschwandsteig wohl angenehmer gewesen.

Am Unteren Hirschwandsteig.
Am Unteren Hirschwandsteig.

Einige Wanderer kamen mir entgegen, ein  paar Regentropfen störten das Vergnügen (noch) nicht und um etwa 1 war ich bei der Südwiener Hütte. Auch die gefiel mir und ich reservierte mir gleich mein Lager für die Fortsetzung in 2 Wochen.

Südwiener Hütte.
Südwiener Hütte.

Nach einer 3/4 Stunde Pause wollte ich weggehen, grad da fings zu regnen an. Augen zu und weg, schließlich ging mein Bus um 4 und hetzen wollte ich mich dann auch nicht. Hörte bald wieder auf, der Steig hinunter bis zur Hintergnadenalm war auch einer der angenehmeren Sorte. Als ich die Alm erreicht hatte, gings einen Güterweg entlang, flach dahin zur Vorderen Gnadenalm, und genau dort fings zu schütten an. Hoffend auf ein Wartehäuschen ging ich zur Busstation, war aber nix.

Der Abschluß für diesmal: im strömenden Regen auf den Bus warten.
Der Abschluß für diesmal: im strömenden Regen auf den Bus warten.

Also im Schütten auf den Bus warten, einmal naß, wars auch schon egal. Eine 3/4 Stunde lang, bis ein Auto, schon knapp bevor der Bus gekommen wäre, mich und eine Dame, die knapp zuvor auch zur Busstation gekommen war, mitnahm zum Bahnhof in Radstadt. Von dort gings dann über Bischofshofen und Salzburg mit der Bahn heim. Zum Glück hatte ich noch eine Garnitur Gewand mit, das Wechseln war im Zug dann das allererste, das ich machte.

(Wegstrecke: 16 km)

Recht anstrengend wars, aber alles wie geplant hingehauen, von daher bin ich sehr zufrieden, auch durch eine schöne Gegend bin ich diesmal (wieder) gekommen. Die Anstrengung spürte ich auch noch am darauffolgenden Montag, den ich dann großteils zum Faulsein nutzte.

Weitergehen soll es dann schon am 2. Augustwochenende und dann nach Möglichkeit schon bis zur Hagener Hütte. Mal sehen, wären wieder lange Etappen und der Spielraum nach hinten hin hinsichtlich Tageslicht wird ja schon merkbar kürzer. Jedenfalls gehts dann schon in die Hohen Tauern und es wäre dann auch der Teil 1 der Wegbeschreibung der Käfers gemacht. Die Entscheidung, den Weg ab der Tappenkarseehütte auf der 02er-Markierung durch die Hohen Tauern weiterzugehen, nicht die gletscherfreie 02A-Markierung weg zunächst Richtung Zell am See und Gerlos, die ist schon längst gefallen gewesen. 02A heb ich mir vielleicht für den Rückweg auf. Aber das ist noch lang bis dahin.

5 Kommentare zu „Zentralalpenweg 02 Tage 21 bis 23: Breitlahnhütte – Südwiener Hütte“

    1. Weiter wirds bei so wie bisher angedacht, dann nächstes Jahr einmal in 5 Tagen nach Mayerhofen, und dann nochmals in 4/5 Tagen bis Gschnitz gehen. Mehr wäre sicher schön, aber da ich da jedenfalls zumindest wen zweiten dabei brauche, muss ich mich da danach richten und nehm mir mal nicht zu viel vor. 11 od 12 Tage in einem wird außerdem, wenn sich das Rundherum bei mir nicht ändert, wohl nicht gehen.

      Außerdem bin ich kein Gipfelsammler beim Weitwandern, wenn mal zuviel Zeit an einem Tag überbleibt, sich etwa der Weiterweg zum nächsten Etappenziel nicht mehr ausgeht od zB nur noch der Abstieg vorgesehen ist, dann ja, aber Etappen nach der Möglichkeit der Gipfelmitnahme planen, ist nicht meines. Da lieber mal ein Extrawochenende nur fürs Gipfelmachen und ohne, dass ich am 02er weiterkommen will. Vllt ist das dann eine Möglichkeit, dass ich mich nächstes Jahr für ein paar Tage bei dir dranhänge. Wäre sicher nett.

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