Zentralalpenweg 02 Tag 2: Neusiedl – Jagdhaus „Wilder Jäger“

Mehrere Tage waren nicht drinnen, aber wie vorgehabt konnte ich letzten Sonntag (21.07.) wenigstens einen Tag am Zentralalpenweg fortsetzen. Ursprünglich sollte es von Neusiedl bis Großhöflein gehen. Daraus wurde aber nichts. Dazu später.

Wecker war gestellt um 1/4 6 Uhr, um den Zug nach Neusiedl um 06.32 Uhr zu erwischen. Nach Einschlafproblemen und einem letzten bewußten Blick auf die Uhr um 1/2 4 überhörte ich den Wecker aber. Erst um 3/4 7 wurde ich zufällig munter und bliebs auch. Wurde somit erst der 08.32 Uhr-Zug, der um 09.10 in Neusiedl ankam. In Neusiedl gings vom Bahnhof zurück zur Hauptstraße und von dort Richtung See abbiegend raus aus der Stadt.

Neusiedl 02
Start in Neusiedl.

Brettleben entlang von Radwegen gings dahin, und machte ich nicht den Fehler wie am Wochenende zuvor, zunächst wie ein Irrer loszulaufen, sondern marschierte angesichts der langen geplanten Strecke von etwa 41 km gemütlich aber zügig dahin. Knapp vor Jois zweigten die asphaltierten Radwege weg und ging es weiter auf Feldwegen an der Ortschaft Jois vorbei.

Jois 02
Richtung Jois.

Bis nach Winden änderte sich an der Wegbeschreibung nichts, und auch der Weg weiter nach Breitenbrunn führte flach dahin neben der Bahnstrecke. Knapp vor dem Bahnhof Breitenbrunn bog der Weg nach rechts auf eine Asphaltstraße (von der wiederum nach links die Abzweigung der Variante 02A über Rust nach Forchtenstein wegbog) in den Ort hinein. In Breitenbrunn holte ich mir den Stempel und füllte meinen Flüssigkeitstank mit einem halben Liter Soda auf.

Breitenbrunn 02
In Breitenbrunn.

Nach Durchquerung des Ortes ging es immer leicht bergan mal alleeartig, dann durch Weingärten hindurch bis zu einer Beschrankung, durch die man die Besitztümer der Esterhazys betrat. Von hier weg wars Forstautobahn durch den Wald. Noch schattig, da die Sonne noch nicht im Zenit stand und der Wald recht üppig war. Immer bergauf kam ich dann auf den Rücken des Leithagebirges. Irgendwo danach hab ich mich dann (zum ersten Mal heute) mit dem Weg vertan, war kurz auf dem Weg Richtung Purbach, und nach Bemerken dieses Fehlers bald beim Jagdhaus beim Kaiserbrünnl, an dem ich entsprechend der neuen Wegführung auch nicht mehr vorbeikommen sollte. Einzelne Markierungen waren hier noch zu finden und ein wenig verwirrt suchte ich dann den Weg zurück zum neuen Weg. Zuerst beim Kaiserbrünnl vorbei, dann auf einem bereits ziemlich verwachsenen Weg kam ich schließlich zu den frischen Markierungen und war wieder richtig unterwegs. Schön langsam begann auch die Sonne ziemlich zu brennen und der Wald spendete auf der breiten Forststraße kaum Schatten.

Was vermutlich auch zu meiner Unachtsamkeit führte und der Grund war, dass ich schließlich die Abzweigung zur Franz Josefs-Warte/Kaisereiche nicht bemerkte und stur auf der Forststraße dahinmarschierte, die kein Ende nehmen wollte, obwohl ich eigentlich doch schon längst an meinem geplanten Mittagspausenziel angekommen sein sollte. Irgendwann erreichte ich eine Beschilderung nach Donnerskirchen, wo gleichzeitig auch ein Wegweiser „Kaisereiche“ in einen Waldweg hineinführte. Den nahm ich und kam so drauf, dass ich mich ziemlich verkoffert haben musste, denn bis ich bei der Warte angekommen war, war es ein ziemliches Stück Weg.

Kaisereiche 02
Franz Josefs-Warte.

Oben angekommen, verriet mir der Blick auf die Uhr, dass es bereits nach 16 Uhr war, was mich darauf schließen ließ, dass mich der Umweg mindestens 1 1/2 Stunden gekostet haben musste. Ich blieb, obwohl es die erste Pause heute war, nicht lange, nur ein bisschen Trinken, einen Happen Essen und kurz Beine ausstrecken. Meinen Tagesplan änderte ich um und war das Jagdhaus „Wilder Jäger“ an der Verbindungsstraße Eisenstadt – Loretto nun mein neues Tagesziel. Zumal ich nur einen Tag unterwegs war und keine Übernachtung brauchte, kein Problem.

Von der Warte kam ich in wenigen Minuten an die Straße Donnerskirchen – Hof, die ich etwa 15 Minuten entlangmarschierte und dann nach rechts in den Wald einbog. Zum Glück ab hier keine Sonne mehr. Der Weg bis zu meinem Tagesziel war danach auch bis auf die beginnende Gelsenplage der angenehmste Teil des heutigen Tages. Ruhig gings zuerst in dauerndem Auf und Ab auf Waldwegen und schließlich flacher werdend wieder auf breiteren Wegen dahin. Die Sonne senkte sich auch schön langsam, was die Hitze endlich ein wenig vertrieb. Im übrigen war der Weg jetzt ziemlich gut markiert.

Mit meinem Bruder hatte ich zwischendurch einmal telefoniert, er hatte mir zugesagt, mich heute mit dem Auto abzuholen. Da es mit Großhöflein nix wurde, war der neue Treffpunkt auszumachen. Knapp bevor ich an die Straße kam, rief er an und erwartete mich mit meiner Schwägerin und einer Flasche kaltem Mineralwasser. Knapp vor 19.00 Uhr wars.

Wilder Jäger 02
Der „Wilde Jäger“. Schluß für heute.

(Wegstrecke: 30 km)

Gut ist es vom Gehen her gegangen, wenn die beiden Verkofferer nicht gewesen wären, wäre sich Großhöflein gut ausgegangen. Auch allfällige Wehwehchen hielten sich zurück, das anfängliche Sohlenbrennen wurde im Laufe des Tages besser.

Geplant habe ich nun, Mitte August dann doch einmal mehrere Tage hintereinander zu gehen und es vielleicht bis nach Mönichkirchen oder wenn es die Zeit zulässt noch über den Hochwechsel zu schaffen.

Ein Gedanke zu „Zentralalpenweg 02 Tag 2: Neusiedl – Jagdhaus „Wilder Jäger““

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s