Zentralalpenweg 02 Tag 1: Hainburg – Neusiedl

Ich hatte zwar mit meinem Vater und meinem Bruder (die den 02er schon fertig begangen haben) Teile des 02ers schon gewissermaßen erledigt. Und zwar in den Jahren von 1988 bis 1993 größere Teile der Strecke von Hainburg bis nach Obertauern, und dann nochmals 1996 den Weg von Gschnitz bis zum Brandenburger Haus. Das ist aber schon so lange her, dass ich das für mich nicht mehr gelten lassen wollte und mir daher einen kompletten Neustart „verordnet“ habe.

Nachdem Bruder und Vater es derzeit mit dem Kreuz haben und gemeinsame Wander- oder Radtouren nicht drinnen sind, war die Gelegenheit günstig, diesen Neustart anzugehen. Vorgenommen hatte ich mir in 3 bis 4 Tagen bis nach Forchtenstein zu kommen. Daraus wurde dann zwar nichts, aber zumindest den ersten Tag habe ich am Samstag erledigt.

Um 7 Uhr läutete der Wecker und knapp danach das Telefon als elterlicher Aufweckdienst. Das noch herumliegende Zeug war schnell eingepackt und so erwischte ich noch den 08.15 Uhr-Zug nach Hainburg, der aber ab Petronell als Schienenersatzverkehr geführt wurde, mit dem ich gleich einmal eine Station zu weit fuhr. Aber egal. Den Weg zurück fand ich doch und knapp vor 10 Uhr gings los vom Hauptplatz,

Hainburg Hauptplatz 02
Der Hauptplatz in Hainburg.

Beim Gasthof „Zum Goldenen Anker“ holte ich mir den Kontrollstempel und zog dann der Donau entlang Richtung Bad Deutsch Altenburg los. Der Ort, den wir zu dritt schon 2009 bei unserer Radtour von Waidhofen/Thaya bis Neusiedl durchfahren sind, war bald erreicht. Nach Bad Deutsch Altenburg gings weiter, wie es fast den ganzen Tag gehen sollte. Schotter- und Feldwege, kilometerlang, geradeaus.

Bad Deutsch Altenburg 02
Raus aus Bad Deutsch Altenburg.

Die Highlights der 6 km bis Petronell waren eine Linkskurve und eine Rechtskurve, dann war der Bahnhof da. Schon, aber trotzdem zog sich das ziemlich. In Petronell kam ich zu keinem Stempel. Der Bahnhof war nicht besetzt und am markierten Weg durch Petronell war kein Gasthaus oder sonst ein Geschäft, wo ich mir den holen konnte. Macht nix. Wird einmal per Rad nachgeholt. Aus Petronell führte die Heidentorgasse hinaus bis zum Heidentor, wo der Weg nach links abbog in Richtung Schaffelhof.

Heidentor 02
Heidentor.

Vom Schaffelhof weg gings weiter elendslange geradeaus zuerst rechts, dann links eines Schilfgürtels, bevor ich auf die Straße nach Rohrau kam. Dort fand ich den richtigen Weg entlang des Damms an der Leitha nicht, sodaß ich die Straße bis zum Ortseingang von Rohrau weiter marschierte und dort gleich links zur Brücke über die Leitha abbog. Dort machte ich um knapp nach 13 Uhr eine 20minütige Rast.

Rast Rohrau 02
Rohrau. Pause.

Was danach kam, dagegen waren die bisherigen Geradeausstücke noch nichts. Von Rohrau nach Parndorf sinds laut Wanderführer 8 km. Solange gings geradeaus über Schotter, knapp vor Parndorf wurde daraus Asphalt. Für Veränderung sorgte gerade einmal der Wegesrand, mal waren es Bäume, dann wieder Getreide- oder Sonnenblumenfelder. Schon knapp vor dem Ortsschild bei den ‚Alten Schanzen‘ machte ich fünf Minuten Sitzrast und ging dann in den Ort, wo ich mir den Kontrollstempel holte.

Parndorf 02
Parndorf. Tempo drosseln.

Einen Einkauf und ein bisschen Herumlümmeln auf einer Parkbank später hatte ich mich dann entschlossen, tatsächlich weiter nach Neusiedl zu gehen. Es war erst knapp vor vier. Der Weg raus aus Parndorf war ganz gut markiert und dann ging es wieder los mit den Elendsgeraden. Schön langsam merkte ich auch, dass ich langsamer wurde und das rechte Knie ein bisschen zu schmerzen begann, war aber nichts tragisches. Entlang von Windradlandschaften, unter der A4 durch, und weiter auf Feldwegen gings nach Neusiedl. Der Weg nach der A4 war jedenfalls nicht gut markiert und erreichte ich Neusiedl nicht auf dem offiziellen Weg. Was daran merkwürdig war: Die Markierungen auf den geraden Strecken waren regelmäßig da, als es nach der A4 mehrmals Wendungen, mal rechts, mal links, gab, fehlten diese.

Neusiedl und See 02
Blick Richtung Neusiedl und See.

Froh war ich dann schon, bald nach 18 Uhr endlich Neusiedl erreicht zu haben, meine Beine waren schon ein wenig müde geworden und im Kopf hatte sich schon der Plan eingestellt, dass ich am nächsten Tag die gesamte Leithagebirge-Querung angehen wollte. Daraus wurde dann aber nichts. Einige Versuche, und ein paar Telefonate eines freundlichen Kellners im Gasthof, wo ich mir was zu essen gönnte, später hatte ich kein Quartier gefunden, außer solche, die für die Nacht mehr als EUR 60,00 nehmen wollten. Die wollte ich aber nicht geben, und faßte deshalb den Beschluss, die Heimfahrt anzutreten.

Vor habe ich jetzt, nächstes Wochenende die Tour bis nach Forchtenstein fortzusetzen.

(Wegstrecke: 35 km)

Ein Gedanke zu „Zentralalpenweg 02 Tag 1: Hainburg – Neusiedl“

  1. (Excuse me writing in English – I speak German with my family but writing correct German is too hard for me.)
    I started the 02 this year (as well as doing parts of the Jakobsweg and the 07). I do not walk as far as you do in a day. I smiled when I read
    „bevor ich auf die Straße nach Rohrau kam. Dort fand ich den richtigen Weg entlang des Damms an der Leitha nicht, sodaß ich die Straße bis zum Ortseingang von Rohrau weiter marschierte und dort gleich links zur Brücke über die Leitha abbog. “
    Here are my notes for the same place
    „There was a sign (on the L165) showing that the Wanderweg 02 crossed the road, but there was no indication of where it continued. As a matter of fact this was another place where the map (in waymarkedtrails.org) was incorrect, as it showed I should continue west on the L165 for a short distance past the bridge over the stream I had been following, but I could see no place to turn off to the south as indicated on the map. I eventually left the road and followed the edge of a field towards the south, at the corner of which I saw an embankment with what looked like animal tracks leading up to it. I finally reached the embankment walking through some tall grass which was waterlogged in places. My progress was now quite slow, as while there was a sort of a path along the top of the embankment, it was very overgrown with bushes and dead tree branches, and while it led in what looked like the right direction, I was not really sure I was following the path of Wanderweg 02. Eventually I saw a couple of markers, so realized I was on the correct route. I frightened another pheasant. About ¾ of the way along the embankment there were some snowdrops on the sides of the embankment. I finally saw the Leithastraße ahead of me, which I reached at 14:24.“

    I have some pictures which show how overgrown the trail is in this place. It is clear that no-one has done any marking or clearing for many years.
    I have got to Pöttsching so far (I walked the last part today) and will now read your comments before continuing. The markings so far have been only so-so – good in places, nonexistent in others. I have luckily made only one bad mistake, before the Franz-Joseph-Warte where there were many Forststraße and no markings I could see.

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